Rigi Anzeiger
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Kirchenverkauf kommt zustande

Perlen: Der Verkauf des Kirchenzentrums St. Joseph ist beschlossen, denn 688 Katholiken legten ein Ja und 482 ein Nein in die Urne.

cek. Debattenreiche Wochen liegen zurück. Die Wellen rund um den Verkauf des Kirchenzentrums St. Joseph schlugen hoch. Bis zum Schluss verteilten Befürworter und Gegner Flyer. Beide Seiten versuchten mit Argumenten Gleichgesinnte in ihre Boote zu holen. Sinnbildlich standen die Fragezeichen auf jener Kirche, die der STV Buchrain als Umzugssujet am Kinderumzug präsentierte. Ihr Vierzeiler dazu sprach für sich: «D’Chelegmeind wot Pärler Chele verchaufe, doch d’Pärler wend zom bäte ned uf Bueri laufe. Es esch ned klar, öb die Baugenossenschaft oder die serbe-orthodoxe oder geds am Änd Zörcher Verrichtigsboxe?» Schmunzeln sei an dieser Stelle erlaubt. Fest steht nun, dass 688 Stimmberechtigte den Verkauf an der Urne gut hiessen. 482 waren dagegen. «Der Kirchenrat dankt der katholischen Stimmbevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen und sieht das Ergebnis auch als eine Bestätigung seiner stets offenen und ehrlichen Kommunikation und der guten Vorbereitung dieses Geschäftes an», heisst es in einer Medienmitteilung der katholischen Kirchgemeinde Buchrain-Perlen. Dieser ist im Weiteren zu entnehmen: Der «Kirchenrat wird die Umsetzung des Verkaufes Schritt um Schritt angehen. So werden die Stimmberechtigten der Serbisch-Orthodoxen Kirche Luzern über den Kauf des Kirchenzentrums in Perlen zu bestimmen haben. Anschliessend können die vorbereiteten Verträge im Detail ausgearbeitet und unterzeichnet werden. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche wird beim Gemeinderat Buchrain das formelle Gesuch für die neue Nutzung des Kirchenzentrums St. Joseph zur Genehmigung einreichen. Der Kirchenrat geht davon aus, dass die Übergabe des Kirchenzentrums St. Joseph in Perlen in den nächsten vier bis acht Monaten vollzogen sein wird.

Vorläufig keine Veränderungen
Wie auf Anfrage bei der der Serbisch-Orthodoxen Kirchgemeinde Luzern zu erfahren war, steht der Termin für die Abstimmung zum Kauf der Kirche St. Joseph nicht fest. «Wir rechnen damit, dass wir diese zirka Ende März durchführen werden», verriet der Sekretär des Kirchenrates, Goran Zekic. Veränderungen in und rund um die Kirche wird es vorläufig keine geben. Zekic führte aus: «Zur Zeit bleibt alles so wie es ist. Die Abstimmung war ein erster, wichtiger Schritt und wir sind froh, dass das Resultat positiv ausgefallen ist. Doch bis zur definitiven Übergabe liegen noch einige Aufgaben vor uns.»

Die einen freut’s, die anderen weniger
Georges Thalmann, Präsident der Baugenossenschaft Fildern, die als weiterer Kaufinteressent des Kirchenzentrums auftrat, meint zum Abstimmungsergebnis: «Der Kirchenratspräsident sieht dieses als erfreulich an, dabei gibt es aber nur Verlierer und das sind die Katholiken. Nun ist das Papiermacherdorf Perlen um eine historische Stätte ärmer.» Für Thalmann gibt es auch einige noch offene Fragen, so beispielsweise, was mit dem Kirchenschatz und den Wandbildern von Pietro Chiesa im Chorraum und an den Seitenaltären geschieht.

Der Kirchenverkauf wurde auch am Kinderumzug Bueri thematisiert. Bild cek.

Der Kirchenverkauf wurde auch am Kinderumzug Bueri thematisiert. Bild cek.