Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Kolumne: Kompliziert

Meldungen aus der Wirtschaft sind nicht immer einfach zu verstehen.

Kolly_kleinEtwa jene, dass Apple Geld ausgeliehen hat. Also Schulden macht. 17 Milliarden Dollar, um konkret zu sein. Der Iphone-Bauer braucht Geld für ein Zückerli an die Aktionäre. Saftige Dividenden sollen sie erhalten und eigene Aktien möchte man auch gerne zurückkaufen. Das braucht Geld, viel Geld. Das hat man sich mal eben locker über Anleihen besorgt.

Das irritiert doch einigermassen, handelt es sich beim besagten Technologiekonzern um eines der erfolgreichsten Unternehmen überhaupt. Sein Vermögen beträgt immerhin 145 Milliarden Dollar! Und das nicht nur auf dem Papier. Sondern tatsächlich und real. Und genau hier liegt der Grund, warum es sich für Apple lohnt, Schulden zu machen. Denn über zwei Drittel des Geldes befinden sich im Ausland. Irgendwo in steuergünstigen Oasen, wahrscheinlich auf irgendwelchen Inseln in der Karibik, wo unsereins höchstens davon träumt, mal Ferien zu verbringen. Dass das Inselparadies auch ein buchhalterisches Paradies sein könnte, wäre Otto Normalbürger bis vor der immer lauter geführten Diskussion um Steuerhinterziehung wohl kaum in den Sinn gekommen. Doch offenbar lagern hier die Scheine beigenweise. Mit Betonung auf lagern. Denn würde Apple das im Ausland gelagerte Geld in die USA holen, müsste der Konzern Steuern in Milliardenhöhe hinblättern. 30 Milliarden bei 100 reingeholten Milliarden. Mei, so was tut natürlich weh. Linda Kolly

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