Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Tina und die Zaunkönige

Der Blick posaunte es zuerst heraus: Tina Turner (73) – Schweizerin mit Migrationshintergrund – hat ihren langjährigen und vergleichsweise jugendlichen Lebensgefährten Erwin Bach (57) standesamtlich geheiratet.

wächterUnd will am 21. Juli mit einer illustren Gartenparty darauf anstossen. Diese Sensationsmeldung wurde im Laufe der Tage noch angereichert mit berühmten Namen, von denen die Klatschjournalisten hartnäckig glauben, dass sie die Seelen ihrer Leserschaft in Erregung versetzen: David Bowie, Oprah Winfrey, Eros Ramazzotti, Arthur Cohn oder Giorgio Armani. Für die Boulevard- und Klatschmedien ein Jahrhundertereignis. Direkt vor der Höhle der Boulevard-Löwen in Zürich. Bei den leiseren Medien ein gequältes Stöhnen: «Irgendwie müssen wir da mitziehen».

«Irgendwie», war denn auch das Hauptmotto bei der Umsetzung der unerwünschten Berichterstattungen. Man stelle sich vor: Der mediale Kampfplatz direkt am Seeufer. In einer Zeile vornehmer Villen. Von der Strassenseite her alles abgeriegelt. Über die Nachbargrundstücken kaum ein Durchkommen bis auf «Schussweite». Bleibt noch der See. Weil generalstabsmässige Planung traditionell keine Anwendung in der Medienwelt findet, pflegen sich die Berichterstatter und Fotografen jeweils wie die Schmeissfliegen in irrem Zickzackkurs und wild durcheinander auf die Beute zu stürzen. Tagelang wurde der Eingangsbereich zur Villa Turner von Journalisten und Fotografen belagert. Jede Sichtung von Belanglosigkeiten zu einem Katalog von Bedeutungslosigkeiten kumuliert. Der schliesslich im Schatten der Vermeldung der Anlieferung von 70000 Rosen und Orchideen im Sattelschlepper direkt aus Holland gipfelte.

Am Vortag der sonntäglichen Gartenparty dann das erste Scharmützel zwischen Belagerern und Belagerten. Einem Zürcher Lokalradio soll es gelungen sein, auf ein Nachbarsgrundstück zu gelangen und dort Vorbereitungsarbeiten zu filmen. Worauf die Vorbereitungsarbeiten um einen zwei Meter hohen, roten Stoffvorhang zwischen Seeufer und Grundstück erweitert wurden. Die Belagerer sassen fortan in ihren Booten und sahen in jeder Beziehung tiefrot. Ihre Anzahl steigerte sich derart, dass sich die Seepolizei ordnungshalber – wie sie beteuerte – auch noch dazu gesellte. Am Sonntag dann der Ernstfall: Die Bodentruppen vor dem geschlossenen Tor, die Marine vor dem geschlossenen Vorhang. Wenigstens lieferte die Luftwaffe Einblicke auf den Schauplatz. Drohnen schwirrten aus verschiedenen Gründen nicht über die Festgemeinde und der einzige Heli, der über dem Platz lärmte, warf Rosenblätter ab. Dafür kreiste ein leiser Motorsegler über dem Schauplatz. Mit zwei Blick-Reportern. Einer am Steuer und einer an der Kamera. That’s life.  Niklaus Wächter

 

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