Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Kolumne: Trainer weg!

Noch bevor der designierte Sportdirektor des FC Luzern offiziell seine neue Stelle angetreten hat, sieht sich der auf den kommenden 15. April engagierte Alex Frei inoffiziell mit der vordringlichsten Baustelle seines neuen Arbeitgebers konfrontiert.

manzardo_kleinEs entbehrt nicht einer gewissen negativ angehauchten Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet der FC Basel, wo Frei seine grössten Erfolge verbuchen konnte, mit dem klaren 4:0-Sieg in der Luzerner Swisspor Arena das Fass zum Überlaufen gebracht und ungewollt das Schicksal von Ryszard Komornicki beeinflusst hat. Der schon seit einiger Zeit auf der Abschussliste stehende FCL-Trainer wurde anfangs dieser Woche freigestellt. Dem dürren Communiqué folgte eine ebenso dürre Pressekonferenz, bei der das Verhältnis der Anzahl anwesender Journalisten und Kameramänner umgekehrt proportional zum Informationsgehalt war. Der grosszügige Medienraum wurde von den wissbegierigen Informationsvermittlern der Print- und elektronischen Medien voll in Beschlag genommen. Anstatt den Namen des neuen Trainers vernahm man, dass sich der FC Luzern «korrekt» von Komornicki getrennt und der Betroffene den Entscheid professionell entgegen genommen habe. Man sei mit verschiedenen Trainerkandidaten in Verhandlungen und man gehe davon aus, bis zum nächsten Meisterschaftsspiel gegen Sion den neuen Mann präsentieren zu können. Vorläufig werde Assistenztrainer Dariusz Skrzypczak als Lückenbüsser wirken.

Diese Nichtmeldung hat nichts zur Klärung der Lage beigetragen, sondern die Spekulationen ein weiteres Mal angetrieben. Auf dem Trainermarkt gibt es einige «arbeitslose» Schweizer Trainer oder sogar Kandidaten aus deutschen Landen, die den Schweizer Fussball kennen.

Wir vernahmen ferner, dass Alex Frei über die Schritte des Verwaltungsrates der FC Luzern–Innerschweiz AG informiert und damit auch ins pendente Geschäft involviert sei. Im Übrigen machte die FCL-Leitung in Durchhalteparolen: «Die Mannschaft ist fähig in den letzten 11 Runden den Ligaerhalt zu schaffen.»

Am Schluss waren die aus der ganzen Schweiz angereisten Sportjournalisten so klug wie zuvor, was sie in der anschliessenden individuellen Fragerunde umso mehr antrieb, dem FCL-Präsidenten Mike Hauser Details zur Trainerfindung zu entlocken, ohne aber den entscheidenden Durchbruch zu erreichen.  Roger Manzardo