Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Kontrollen gegen illegale Abfallentsorgung

Ebikon: Littering und illegale Abfallentsorgung, verteilt über das ganze Dorfzentrum, geben zu reden.

cek. Zigarettenstummel sind der am weitesten verbreitete Unrat auf öffentlichem Grund, insbesondere bei Bushaltestellen. Alle paar Meter liegt ausserdem ein leeres Zigarettenpäckli am Boden. Dazu gesellen sich vereinzelt gefüllte Säcke neben oder in Abfallkästen und -körben, achtlos weggeworfene Plastikbecher, PET-Flaschen und andere «Kleinigkeiten» auf öffentlichem Grund. Es ist das immer wiederkehrende Erscheinungsbild von Littering im Dorfzentrum Ebikons. Ruedi Hurni, Leiter des Werkdienstes präzisiert: «Das zieht sich vom Gebiet Fildern bis zur Stadtgrenze hin.» Als neuralgische Punkte von konzentriert illegal entsorgtem Abfall und Littering nennt er die Schulhäuser sowie die Sammelstellen bei der Ladengasse und an der Riedmattstrasse. Hier werden diverse Sachen wie Besteck, Porzellan, Karton, Möbel, Elektrogeräte, Blumentöpfe usw. abgestellt. Vieles davon kann kostenlos entsorgt werden. Nicht verstehen kann Hurni, dass Zigarettenstummel auf den Boden geworfen werden, obwohl die meisten Abfallkästen in Ebikon mit Aschenbecher ausgerüstet sind. Nicht nur der öffentliche Grund wird für illegale Abfallentsorgung missbraucht. Vor geraumer Zeit entdeckte Beat Knapp, Geschäftsleiter der Druckerei Ebikon, Hausmüll in einem seiner Europaletten-Rahmen Karton, Glas, Dosen, teure Medikamente usw.. Ausserdem beobachtet er regelmässig, wie die Abfallkörbe der Gemeinde für illegale Entsorgung missbraucht werden.

Ein Europalett-Rahmen gefüllt mit Hausmüll beim Gebäude der Druckerei Ebikon. Bild Beat Knapp

Ein Europalett-Rahmen gefüllt mit Hausmüll beim Gebäude der Druckerei Ebikon. Bild Beat Knapp

Bussen und Zivilcourage
«Wir vom Werkhof führen dreimal in der Woche Touren durch, leeren die Abfallkörbe und -kästen. Säcke nehmen wir mit und durchsuchen den Inhalt. Selten können wir Adressen finden», erläutert Ruedi Hurni. Bei Kassabons müsse zuerst eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erfolgen, damit ein illegaler Abfallentsorger ermittelt werden kann. Meldungen über nicht korrekt entsorgten Abfall erhalte der Werkdienst selten. In Einzelfällen gab es schon Bussen von 90 Franken. «Es braucht Zivilcourage», findet Beat Knapp und fährt fort: «Wenn jemand vor meinen Augen etwas wegschmeisst, rufe ich an. Der Müll, welcher um unsere Schulhäuser herumliegt, müsste meiner Meinung nach wöchentlich von den Schülern aufgelesen werden.» Er findet ausserdem, dass regelmässig Kontrollen bei den neuralgischen Punkten durchgeführt werden sollten. Knapp ortet im achtlos weggeworfenen Abfall ein Erziehungs- und Moralproblem und sagt: «Wenn ein Kind in Begleitung der Eltern einfach eine leere PET-Flasche auf die Strasse schmeisst, als ob nichts wäre, ist leider Hopfen und Malz verloren. Wenn ich so was sehe, weise ich solche Leute einfach zurecht.»

Asylbewerber auf «Abfall-Tour»
«Gute Erfahrungen haben wir mit der ersten Unterflursammelstelle für Glas, Büchsen und Kleider im Fildern gemacht. Seit es diese gibt, nimmt die illegale Abfallentsorgung ab», bestätigt Ruedi Hurni. Eine weitere Unterflursammelstelle ist bei der Ladengasse geplant.

Um insbesondere dem Littering Einhalt zu gebieten, findet Hurni: «Es geht nur übers Portemonnaie. Auf Aludosen und PET-Flaschen sollte ein Pfand erhoben werden. Das hat zwei Effekte: Mehr Leergut wird in die Geschäfte zurückgebracht, andere wiederum können daran verdienen.» Hurni nennt als Beispiel Deutschland, wo das Sammeln von Aludosen und PET-Flaschen für einige Menschen eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt.

Immer wieder ein Thema sind auch die herumliegenden Abfälle am Rotsee, erzeugt durch Menschen, die an den Ufern picknicken. Zwar sei es bei weitem nicht mehr so schlimm wie vor Jahren, aber es bleibt dennoch viel liegen. Künftig werden, initiiert von der Caritas, Asylbewerber von der Rotsee-Badi bis zum Ruderzentrum «Littering-Touren» durchführen und herumliegenden Abfall einsammeln.

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