Rigi Anzeiger
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Kräuterkissen und -säckchen hergestellt

Rontal: Am Mittwoch 8. November 2017, trafen sich zirka 60 vornehmlich weibliche Interessierte im Pfarreiheim Root zur Unterweisung in der Trocknung, Verarbeitung und Genuss von Kräutern und Wurzeln auf Einladung der Gesundheitskommission.

kpf./red. Margrith Künzler, Sozialvorsteherin von Root begrüsste die Referentinnen Sibylle Jossi Studer, Heilpflanzenfrau, sowie ihre Kollegin Andrea Bucher, Heilpraktikerin, und die anwesenden Interessierten. Sibylle Jossi übernahm die Moderation, indem sie den Unterschied der gekauften Produkte und handgepflückten Kräuter erklärte. Durch die maschinelle Verarbeitung zerkleinern sich die Blätter stark und die ätherischen Öle verflüchtigen sich. Bei der Handpflückung bleiben die Blätter ganz. Jossi machte darauf aufmerksam, dass Kräuter sammeln Zeit und Musse braucht und ein Beitrag zur Entschleunigung unserer Zeit sei. Kräuter zu sammeln bedinge auch, dass man nur pflückt, was man wirklich kennt. Auch sollte man den Standort schonen und nie alle Pflanzen eines Fundortes mitnehmen, damit wieder neue wachsen können. Pflanzen an Strassen, Autobahnen oder Bahnlinien sind ungeeignet. Zum Sammeln eignen sich Stoffsäckchen oder Körbe (keine Plastiksäcke). Der geeignete Zeitpunkt ist bei schönem Wetter, 2 bis 3 Tage nach Regen an einem warmen trockenen Morgen. Das Sonnenlicht ist der Motor der Pflanze. Jede Heilpflanze hat einen individuellen Zeitpunkt, indem sie ihr bestes Aroma preisgibt. Dies erfordert einiges an Wissen um die verschiedenen Pflanzen: Zitronenmelisse zum Beispiel sollte man zu Blühbeginn pflücken. Wurzeln am besten im Herbst, wenn sich alle Inhalte wieder in die Wurzeln zurückziehen.

Getrocknet bis 2 Jahre haltbar
Sibylle Jossi lässt alle Kräuter drei bis vier Tage an der Luft trocknen, legt sie dazu ungewaschen locker aus. Damit lassen sich am meisten Inhaltsstoffe erhalten. Die Aufbewahrungsart der getrockneten Kräuter kann beispielsweise braunes oder weisses Glas sein oder eine Weissblechdose, auch Papiertüten sind möglich. Am besten halten sich die Pflanzen in einem dunklen, trockenen Raum von 16 – 18°C. Sybille Jossi empfiehlt alles anzuschreiben: Name, Erntezeit und Ort. Wenn beim ganzen Prozess alles richtig gemacht wurde, halten die getrockneten Kräuter etwa zwei Jahre. Teekräutern können auch zu Kräutersalz, Tinkturen, Salben, Badezusätze oder Kräuterkissen verarbeitet werden.
Nach der Theorie folgte die Praxis: an drei verschiedenen Stationen konnten sich die Anwesenden in der Herstellung und Aufbewahrung von Kräuterkissen, Herstellung eines Kräutersäckchens als Badezusatz oder in der Zubereitung von verschiedenen Tees inspirieren lassen. Die Teilnehmer der Veranstaltung «Teekräuter – Kräutertee» folgten freudig diesem Angebot und unterhielten sich rege. Die dargebotenen Häppchen mit Kräutern und die verschiedenen Tees waren sehr beliebt.
Auch die zum Kauf angebotenen Produkte von Sybille Jossi und Andrea Bucher gingen weg wie frische Weggli: vom «Hirschzungen-Elixier» nach Hildegard von Bingen über «Giersch-Pesto» bis zu «Brennessel-Samen» und diverse «Kräuter-. Damit ging eine weitere lehrreiche, interessante und fröhliche Veranstaltung der Gesundheitskommission zu Ende.

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