Rigi Anzeiger
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Kreisel Fänn bald ohne Stau?

Küssnacht: Der Kreisel Fänn beim A4-Anschluss soll umgestaltet werden. Das will das Bundesamt für Strassen ASTRA frühestens im 2018 realisieren.

Situation T-Knoten mit Lichtsignalanlage

Situation T-Knoten mit Lichtsignalanlage

cek. Das täglich wiederkehrende Bild im Kreisel Fänn ist bekannt. Im Abendverkehr stauen sich die Fahrzeuge bis zu einem Kilometer in Richtung Rotkreuz. «In Spitzenzeiten passieren pro Stunde zirka 2700 Fahrzeuge diesen Kreisel», erläuterte Richard Kocherhans, Filialchef der ASTRA-Infrastrukturfiliale Zofingen anlässlich einer Informationsveranstaltung. Zwar wurde im Herbstvergangenen Jahres der Ausfahrtstreifen Küssnacht um zirka einen Kilometer verlängert. Das Problem des Rückstaus konnte damit aber nicht behoben werden. Deshalb strebt das ASTRA nun eine Verbesserung zur höheren Leistungsfähigkeit des Kreisels an und hat verschiedene Varianten ausgearbeitet. Einen Turbokreisel ohne und mit Bypass wurde verworfen. Als beste und zugleich kostengünstigste Lösung stellte Kocherhans einen T-Knoten mit Lichtsignalanlage vor. Mit der Anlage kann der Verkehrsfluss geregelt werden. Zugleich ermöglicht die Variante T-Knoten mit Lichtsignalanlage die Priorisierung des Busverkehrs in beide Fahrrichtungen. Um das zu realisieren wird der bestehende Kreisel zurück ge- baut und die Strasse im nördlichen und südlichen Bereich der Zugerstrasse auf 5 und 4 Fahrstreifen mit Mittelstreifen ausgebaut. Der Feldweg (Zugerstrasse Süd) soll verlegt werden. Auf der West- seite der Zugerstrasse entstehen drei neue Stützmauern. Die bereits bestehenden Stützmauern sowie die Sockelmauer auf der Ostseite der Zugerstrasse entfallen. Um die Arbeiten umsetzen zu können, muss das ASTRA Land erwerben und hat bereits mit den entsprechenden Besitzern einen ersten Kontakt aufgenommen. Das Projekt beinhaltet ferner auch eine Busvorzugung, was eine Premiere für Küssnacht darstellt. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren und mit Kosten von zirka 7,7 Millionen Franken.

Bestandteil eines kantonalen Projektes

Zirka EndeMai/Anfang Juni 2015 findet die öffentliche Auflage zur Umgestaltung des A4-Anschlusses in Küssnacht statt. Das geschieht in Koordination mit dem kantonalen Projekt der Verbindung Zuger-/Artherstrasse und soll in einer ersten Etappe realisiert werden. 35 bis 40 Prozent Mehrverkehr soll der neue Knoten Fänn bis zirka 2035/2040 bewältigen können. Daran zweifelten einige Teilnehmer der Informa- tionsveranstaltung, nannten als Beispiel den Rontal-Zubringer, bei dem falsche Zahlen prognostiziert wurden. Kocher- hans hielt ein, dass dieser Anschluss vom Kanton Luzern geplant wurde und nannte als positives Beispiel die Umfahrung Flühli. Auch Fragen zum Zeitplan wurden laut, denn das ASTRA hat die Realisierung des neuen Knotens Fänn auf Anfang/Mitte 2018 angesetzt. Das hänge von allfälligen Einsprachen ab, war von Kocherhans zu erfahren. Das Geld für die Umsetzung dieses Projektes muss ausserdem auch noch vom Bund abgesegnet werden.

 

Das Projekt

Umgestaltung des Kreisel Fänn zu einen T-Knoten mit Lichtsignalanlage: • Rückbau des bestehenden Kreisel Fänn

  • Strassenvollausbau zur Erhöhung der Fahrstreifenanzahl im nördlichen und südlichen Bereich der Zugerstrasse auf 5 und 4 Fahrstreifen mit Mittelstreifen
  • Bau eines Rad-/Gehweges auf einer Länge von rund 340 Metern
  • Bau eines Feldweges auf einer Länge von rund 105 Metern
  • Bau von 3 bis zu rund 7 Meter hohen Stützmauern auf einer Länge von insgesamt rund 123 Metern
  • Rückbau einer bestehenden Stützmauer auf einer Länge von rund 20 Metern
  • Bau von 4 Signal-Portalen mit Spannweiten von 10 Metern und 14 Metern
  • Erneuerung der Signalisierung
  • Temporäre Rodung ca. 240 m2, dauerhafte Rodung ca. 630 m2, Ersatzaufforstung rund 870 m2
  • Dauerhafter Landerwerb rund 1‘950 Quadratmeter
  • Die öffentliche Planauflage findet voraussichtlich im Mai/Juni 2015 statt