Rigi Anzeiger

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Kriminelles Spiel voller Intrigen

Inwil: Die diesjährige Produktion der Eibeler Volksbühne (EVB) heisst «Laras Plan» und stammt aus der Feder der Autorin Claudia Gysel. Ein Name der intern beim EVB eine besondere Stellung hat, denn das Stück «Manuel» wurde von dieser Autorin mit grossem Erfolg uraufgeführt.

pd./red. «Es war an einem bitterkalten Mittwochabend, als ich in die Halle des Zentrum Möösli Inwil trat und ziemlich irritiert war. Denn beim Schliessen der Tür hörte ich den Wind heulen», erzählt Janine Spichtig von der Eibeler Volksbühne. Dann sah sie das langjährige Theatermitglied Thomas Theiler mit einer Augenklappe und fragte sich, ob er sich eine Fasnachtsblessur zugezogen hatte. Die ersten Eindrücke täuschten Janine Spichtig. Das Windheulen war auf die täuschend echten Soundeffekte von Guido Schacher zurückzuführen. Er sass konzentriert am Tisch und verfolgte die Probe. Die Augenklappe stellte sich als charakteruntermalendes Accessoire heraus. Neben den Schauspielern des EVB waren auch die Verantwortlichen der Technik, der Kostüme, die Regie sowie deren Assistenz und die Souffleuse anwesend. Was Janine Spichtig dann an der Probe zu sehen bekam, hatte es in sich. Obwohl der Mööslisaal hell beleuchtet war, die Beteiligten ihre Alltagskleidung trugen und das Bühnenbild gänzlich fehlte – Regie und Spieler schafften es bereits am erwähnten Mittwoch grosse Spannung zu erzeugen. Janine Spichtig überkamen herrliche Schauder und sie amüsierte sich prächtig.

Unvergessliches Theatererlebnis
Die Krimikomödie «Laras Plan» in vier Akten wird mit Geigenmusik zum dramatischen Erlebnis, wenn Eugen Hammerschmidt, ein sehr reicher, aber auch ein sehr alter Mann seinem Schicksal erliegt. Er lebt mit seiner zweiten geschiedenen Frau und seiner Schwester – welche beide alles andere als Engel sind – in seiner riesigen Villa, zusammen mit Privatsekretär, Butler und Chauffeur, seiner treuen Haushälterin und vielen weiteren Angestellten. Eines Tages kehrt er von einer Reise von den Bahamas zurück und hat im Schlepp­tau eine wunderschöne junge Frau – seine Frau! Dass sie mindestens 50 Jahre jünger ist als er, stört Eugen nicht im Geringsten, schliesslich ist er noch recht wacker auf den Beinen und steht seinen Mann, aber seine nähere Umgebung ist schockiert. Man sieht bereits seine fortgeschrittene Altersdemenz, die Damen Hammerschmidt sehen ihr Erbe entschwinden, der Privatsekretär seine Kompetenzen beschnitten und nur die Köchin ist selig über das neue Glück ihres geliebten Chefs. Die junge Frau selber wirkt sehr geheimnisvoll, und natürlich glaubt ihr kein Mensch, dass sie Eugen aus reiner Liebe geheiratet hat. Bald nach ihrer Ankunft beginnen unerklärliche Unfälle, eine unglückselige Pechsträhne befällt die junge Frau und bald ist allen klar – jemand will die Erbin von Eugens 50 Millionen möglichst schnell ins Jenseits befördern.

Die weiteren Aufführungsdaten:
13. / 14. / 18. / 20. / 21. April 2018
jeweils um 20.15 Uhr
im Gemeindezentrum Möösli, Inwil.
Informationen unter www.evb-inwil.ch

Judith Sutter, Andreas Seiler, Sybille Meyerhans und Robert Züger. Bild pd

Judith Sutter, Andreas Seiler, Sybille Meyerhans und Robert Züger. Bild pd

Technik, Regie, Kostümierung und Souffleuse bei den Proben. Bild pd

Technik, Regie, Kostümierung und Souffleuse bei den Proben. Bild pd

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