Rigi Anzeiger
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Lauter Rekorde im letzten Amtsjahr

Rigi Bahnen: Auf Rigi Staffel legten sich dicke Schneeflocken auf Dächer und Gartentische. Doch im Eventzelt war die Stimmung sonnig. Peter Pfenniger, der scheidende Direktor, konnte der GV der Rigi Bahnen AG im letzten seiner 14 Amtsjahre einen Jahresbericht mit lauter Rekorden vorlegen.

Stefan Otz

Stefan Otz

Peter Pfenniger

Peter Pfenniger

Peter Bucher, der Präsident der Rigi Bahnen AG, fasste die Superlative in Worte: «Noch nie in der Geschichte wurden mehr Gäste auf den Berg und wieder hinunter gefahren, nämlich rund 785‘000. Noch nie wurde ein höherer Gesamtertrag erwirtschaftet, nämlich über 21,3 Millionen, noch nie wurde ein höherer EBITDA (Gewinn vor Steuern) ausgewiesen, nämlich mehr als 5.7 Millionen und noch nie hatten mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz bei den Rigi Bahnen, nämlich über 173 Personen, welche sich gut 100 Vollzeitstellen teilen.» Möglich geworden sei das eindrückliche Geschäftsergebnis dank des grossen Engagements aller Mitarbeitenden, erklärte Bucher.

Projekte für 50 Mio. Franken
Dass an der GV der oberste der 173 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders gewürdigt wurde, lag in der Natur der Sache. Es war der letzte Geschäftsbericht, den Peter Pfenniger präsentieren und kommentieren konnte. Am 1. September wechselt die Direktion zu Stefan Otz. Peter Pfenniger arbeitete 29 Jahre bei den Rigi Bahnen, 14 davon als Direktor. In seiner Direktionszeit wurden grosse organisatorische und bauliche Projekte realisiert und in die Wege geleitet. Dazu gehört auch die «Strategie Rigi». Sie sieht für die Periode 2015 bis 2019 die Entwicklung der Rigi Bahnen AG vom reinen Bahnunternehmen zur integralen Tourismusunternehmung vor. Zu diesem Zweck wurde die Rigi Plus AG gegründet, in der alle Rigi-Partner zusammenarbeiten. «Es wird langfristig klug sein, wenn alle Rigi-Partner in der gleichen Richtung mit dem gleichen ’Jetstream’ reisen und vorausschauend ihre Kräfte gemeinsam nutzen», erklärte Pfenniger den rund 450 GV-Teilnehmern. Mittel- und langfristig stehen an und auf der Rigi grosse Investitionen bevor. Zu den wichtigsten gehören die Modernisierung bzw. der Ersatz der Luftseilbahn Weggis-Rigi Kaltbad (17 Millionen Franken), die Totalerneuerung der «Ankunft Rigi-Kulm» mit Station, Gastro und Shop (7 Mio.), strategische Projekte (6 Mio.) und neues Rollmaterial (20 Mio.). Insgesamt rechnet die Unternehmensleitung mit einem Kapitalbedarf von rund 50 Mio. Franken. Um sich dafür zu wappnen beschloss die GV eine Kapitalerhöhung auf maximal 18 Millionen durch die Schaffung eines «genehmigten Kapitals» von sechs Millionen. Es werden 1,2 Mio. Aktien zum Nennwert von fünf Franken und einem Marktpreis von acht Franken aufgelegt, die Zeichnungsfrist dauert bis 20. September 2016. Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung beschloss die GV auch die erstmalige Ausschüttung einer Dividende. Jeder Aktionär erhält wie bisher eine gratis Tageskarte der Rigi Bahnen AG, gültig am Tag der Generalversammlung. Neu haben die Aktionäre die Wahl zwischen einer Bardividende von 10 Rappen brutto pro Aktie oder einer Aktionärs-Tageskarte pro 200 Aktien. Auch diesem Antrag wurde mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Harziger Start in die Saison 2016
Der Start ins laufende Geschäftsjahr war wie in praktisch allen Tourismus-Regionen der Schweiz bescheiden. Die Frequenz blieb von Januar bis Mai rund 16 Prozent unter den Zahlen des Vorjahres. Als Ursachen nannte Peter Pfenniger das ungünstige Wetter, die schwächelnden Wirtschaftsdaten in China, die Terrorereignisse in Europa und die noch nicht befriedigende Visa-Situation in China. Aufgrund des insgesamt robusten Gästemix, den geplanten Marketingaktivitäten sowie der 200 Jahr Feierlichkeiten auf Rigi Kulm seien die Verantwortlichen jedoch zuversichtlich, dass auch im laufenden Jahr ein gutes Jahresergebnis erzielt werden kann.
Text & Bild Hanns Fuchs