Rigi Anzeiger
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«Lifting» beim Schindler Konzern

Ebikon: Die weltweite Nachfrage nach Aufzügen und Fahrtreppen stagniert. In China hat sich die Baukonjunktur abgekühlt. Doch Schindler rechnet damit, deutlich stärker zu wachsen als der Gesamtmarkt.

Es geht weiter aufwärts ... Bild zVg.

Es geht weiter aufwärts … Bild zVg.

pd. In der Herstellung von Aufzügen und Fahrtreppen herrscht ein harter Verdrängungskampf. Dem Unternehmen Schindler gelingt es jedoch, auf Kosten von Konkurrenten Marktanteile zu gewinnen. Darauf deutet hin, dass die Zentralschweizer Firma für das laufende Jahr weiterhin eine um Wechselkursveränderungen bereinigte Umsatzsteigerung von 6% bis 8% in Aussicht stellt – unter der Annahme, dass der globale Markt kein Wachstum erzielen wird.

Während der ersten neun Monate stiegen die Verkäufe von Schindler in Lokalwährungen um 7%, der starke Franken schmälerte diese Zunahme aber um 5 Prozentpunkte (vgl. Tabelle). Am stärksten fiel das Wachstum in China und Indien aus, wobei der chinesische Gesamtmarkt wegen der schleppenden Baukonjunktur laut Schindler leicht schrumpfte.

Die Erfolgsrechnung war im Vorjahr stark durch einmalige Erträge, unter anderem im Zusammenhang mit einem Landverkauf (für das in Bau befindliche Einkaufszentrum Mall of Switzerland in Ebikon), positiv beeinflusst worden. Auf normalisierter Basis erhöhte Schindler die Ertragskraft.

In der Berichtsperiode hat Schindler den Auftragseingang, Umsatz und Konzerngewinn weiter verbessert. Der Auftragseingang verbesserte sich um 3,9% in Lokalwährungen. In Schweizer Franken erreichte der Auftragseingang CHF 7 361 Mio. und blieb aufgrund negativer Währungseinflüsse mit 0,7% leicht unter dem Wert der Vorjahresperiode.

Der Umsatz stieg in Schweizer Franken um 2,2% auf CHF 6 802 Mio. und um 7,3% in Lokalwährungen.

Das Betriebsergebnis sowie der Konzerngewinn waren 2014 durch Sondereffekte beeinflusst. In den ersten neun Monaten 2015 betrug das vergleichbare Betriebsergebnis (EBIT) CHF 725 Mio., was einem Anstieg von 7,7% in Schweizer Franken und 16,8% in Lokalwährungen entspricht. Im dritten Quartal 2015 wurde ein Plus von 7,8% in Schweizer Franken und 20,8% in Lokalwährungen erzielt. In den ersten neun Monaten erreichte Schindler eine EBIT-Marge von 10,7% (Vorjahresperiode: 10,1%). Im dritten Quartal stieg die EBIT-Marge auf 10,8% (drittes Quartal 2014: 10,0%). Der vergleichbare Konzerngewinn verbesserte sich in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode um 5,7% auf CHF 553 Mio.

«Wir haben unsere Zielsetzungen erreicht, den Auftragseingang, Umsatz und Konzerngewinn in Lokalwährungen weiter zu steigern, dies trotz deutlichen Gegenwinds in einigen Märkten. Dies bestätigt, dass die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie auf Kurs ist», betont CEO Silvio Napoli.

Ausblick 2015
Schindler geht davon aus, dass der globale Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt in diesem Jahr kein Wachstum aufweisen wird. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet Schindler unter Ausklammerung nicht vorhersehbarer Ereignisse weiterhin ein Umsatzwachstum von 6% bis 8% in Lokalwährungen sowie einen Konzerngewinn von CHF 700 Mio. bis CHF 750 Mio.