Rigi Anzeiger
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Linke Tipps für den Kantonsratspräsidenten

Urs Dickerhof von RednerInnen aus Buchrain und Ebikon beglückwünscht

Der Schalk sass an der Feier des neuen Kantonsratspräsidenten Urs Dickerhof in den Nacken seiner Vorgängerin Trix Dettling Schwarz (Buchrain) und der bis Ende Jahr amtierenden Regierungspräsidentin Yvonne Schärli-Gerig (Ebikon). Mit Tipps und Ratschlägen hatte aber auch SVP-Fraktionspräsident Guido Müller (Ebikon).

Mit einem Glanzresultat von 104 Stimmen wurde Urs Dickerhof (SVP) aus Emmen zum Kantonsratspräsidenten 2013 gewählt. Süffige Wortspielereien hatte Yvonne Schärli, die bis Ende Jahr noch als Regierungspräsidentin amtet, zum Auftakt der Feier in bitterer Kälte vor dem Emmer Kultur- und Kongresszentrum Gersag parat. Sie endeten zufälligerweise mit «Vorstossflut». «Urs Dickerhof gehört nicht zu jenen die diese Flut verursachen», offenbarte sie. Stattdessen gehöre er zur Allianz der Laptopschreiber, die er – so mutmasste die Regierungspräsidentin – gegründet habe. «Gut gekleidet und anständig – das sind alles Eigenschaften, die es für die Funktion als Kantonsratspräsident braucht», meinte Schärli noch, hatte sie doch im Jahre 2002 dasselbe Amt bereits bekleidet.

Yvonne Schärli strahlte trotz Kälte mit Urs Dickerhof um die Wette.

SP-Parteikollegin und bald abtretende Kantonsratspräsidentin Trix Dettling schenkte ihrem Nachfolger ein hochwertiges Schuhputzset. Der Grund: Sie fand heraus, dass Urs Dickerhof seine Schuhe sehr gerne selber putzt. «Er hat es mir so nebenbei bei einem Gespräch erzählt», plauderte Dettling aus. Und der höch-ste Luzerner verriet im laufe des Abends noch, dass in seinem Keller tatsächlich noch ein paar dreckige Schuhe ständen. Dettling wusste über den «Saubermann» weiter Gutes zu berichten: «SP und SVP – das geht sehr gut. Urs Dickerhof war mir als Vizepräsident eine gute Unterstützung», lobte sie und stellte Meinungen, dass diese beiden Parteien nicht kompatibel sind, in Abrede. Für den höchsten (Kantons-)Luzerner war es auch gut zu wissen, dass er auf personelle Ressourcen innerhalb seiner Partei zurückgreifen kann – wenn vonnöten. Solches empfahl ihm nämlich SVP-Fraktionspräsident Guido Müller aus Ebikon, ergänzt mit Tipps und Ratschlägen. Der Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes, Peter Gilliéron, schlug Dickerhof stattdessen Thrillerpfeife sowie die gelbe und rote Karte zur Leitung des Ratsbetriebes im kommenden Jahr vor. Von ihm und von Peter Hofstetter des Innerschweizer Fussballverbandes, den Dickerhof präsidiert, gabs einen speziellen kantonsrätlichen Fussballwimpel als Geschenk.

Trix Dettling überraschte ihren Nachfolger mit einem Schuhputzset.