Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Lotto, Toto, Wahlen

Hand aufs Herz! Wie haben Sie am vergangenen Sonntag gewählt? Sind sie sicher, dass Sie mit Ihrer Wahl den Hauptgewinn erzielt haben?

vonwartburgEin bekannter Slogan heisst: «Die Qual der Wahl.» Das mag hie und da stimmen, aber wenn wir beim Lotto Zahlen wählen, beim Toto Kreuzchen markieren, an einer Misswahl eine Frau favorisieren, beim Grand Prix Eurovision auf eine Person oder Gruppe setzen oder bei Nationalrats- und Ständeratswahlen eine Person oder eine Partei wählen, hat das nichts mit Qual zu tun, sondern mit Selbstbefriedigung. Wenn das Wahlcouvert eingeworfen oder abgeschickt ist, klopft man sich insgeheim auf die Schulter oder auf die Brust und sagt sich, so wie ich gewählt habe, war es richtig. Schliesslich weiss ich, wo’s lang geht und wie und von wem unser Land politisch gelenkt werden soll.

Menschen sind wankelmütig. Natürlich hat jede Partei einen treuen Anhang und jede wählbare Kandidatin und jeder wählbare Kandidat eine Fan-Gemeinde. Was aber unberechenbar ist, ist die aktuelle Situation und Lage der Nation. Wahlen sind immer auch ein Stimmungs- und Fieberthermometer. Die aktuelle Stimmung in einem Land beeinflusst ein Wahlresultat mehr als alle Partei-Parolen und -Programme. Irgendein Ereignis kann innert Tagen oder Stunden die Wählergunst beeinflussen. Dass am vergangenen Sonntag die bürgerlichen Parteien massiv zulegen konnten und die linken herbe Verluste einfahren mussten, zeigt auf, dass die Mehrheit in unserem Lande auf die Prosperität der Wirtschaft und stabile Verhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern glaubt und an den wirtschaftlich und politisch gradlinigen Weg in die Zukunft der Schweiz. Das ist als positives Zeichen zu werten. Ganz bestimmt haben aber auch Ängste einen starken Einfluss gehabt, Ängste im Zusammenhang mit der hohen Zahl der Einwanderungen und der diffusen Flüchtlingspolitik, Ängste vor Arbeitsplatzverlust, Islamisierung und Fremdbestimmung. Das ist als ein negatives Zeichen zu werten.

Nehmen wir einmal an, dass in bürgerlichen Kreisen vermehrt Fälle von Korruption aufgedeckt würden, dass eines unserer Atomkraftwerke von einer Katastrophe befallen würde, dass bei Banken und Versicherungen Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe aufgedeckt würden, dass politischen Parteien Schummeleien nachgewiesen werden könnten, dass TCS und ACS Betrügereien bei ihren Tests nachgewiesen werden könnten, dann würde die Gunst der Wählerinnen und Wähler von einer Minute zur anderen ändern. Wahlresultate sind nicht höher oder gewichtiger zu bewerten als die Frage: «Wie geht es dir?» Die Antwort lautet immer: Mir geht es gut.»

Der Mensch denkt beim Wählen immer zuerst an sich selbst. Beim Ausfüllen des Lottoscheins sollen Geburtsdaten, Hausnummern oder andere Zahlen Glück bringen. Beim Toto die Intuition und die Liebe zu Klubs oder Mannschaften. Beim Wählen von Menschen oder Parteien in unsere politischen Gremien spielen ebenfalls persönliche Wünsche die Hauptrolle. Wählen ist wie Lotto und Toto. Die aktuelle Stimmung ist ausschlaggebend. Ob die persönliche Wahl vier Jahre lang durchhält, ist eine andere Frage…
Felix von Wartburg, Chefredaktor

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