Rigi Anzeiger
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LUKB ist zielstrebig unterwegs

Kanton Luzern Die LUKB meldet für 2014 einen Unternehmensgewinn von 181,5 Millionen Franken, was gegenüber dem Vorjahr plus 1,3 Prozent ausmacht, und unveränderte Dividende von 11Franken in einem wirtschaftlich fordernden Umfeld.

mo. Daniel Salzmann, CEO der Luzerner Kantonalbank (LUKB), würdigte am Bilanz-Mediengespräch das gute Jahresergebnis: «Es ist uns 2014 gelungen, unseren Weg gemäss Strategie konsequent weiter zu gehen und ein erfreuliches Resultat zu erzielen.» Der Unternehmensgewinn nach Steuern beträgt 181,5 Millionen Franken, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Millionen Franken entspricht. LUKB-Verwaltungsratspräsident Mark Bachmann wies darauf hin, dass die Bank damit ihre Ziele im Jahr 2014 erreicht habe. Mit der beantragten Dividende von 11 Franken pro Aktie, der Abgeltung der Staatsgarantie und den Kantonssteuern, erhält der Kanton Luzern als Hauptaktionär der LUKB wie in den Vorjahren wieder rund 70 Millionen Franken – ein willkommener Beitrag für das unter Druck stehendes Staatsbudget.
Gegenwärtig sind bei der LUKB über 35700 Personen im Aktienregister eingetragen, wovon im vergangenen Jahr rund 1500 Aktionäre neu hinzu gekommen sind. Die LUKB sei auf gutem Weg, auch für die Strategieperiode 2011 bis 2015 formulierten Langfrist-Ziele zu erreichen, meinte VRP Bachmann. In diesem Zusammenhang nannte er die Gesamtkapital-Ration nach Basel III von 15,3 % (Ziel: zwischen 14 % und 16 %, den kumulierten Unternehmensgewinn seit 2011 von 713 Millionen Franken (Zwischenziel per 31.12.2014: 639 Millionen Franken) und die Eigenkapital-Rendite von 9,6% (Ziel: zwischen 9 % und 14 %).
Zur Risikoexposition der LUKB sagte Finanzchef Marcel Hurschler, dass die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste 2014 weiterhin praktisch stabil blieb (19,5 Millionen Franken gegenüber 18,2 Millionen Franken im Vorjahr). Hurschler bestätigte, dass das Risiko im Kreditgeschäft für sie nach wie vor tief sei, aber angesichts der Immobilienpreisentwicklung sei immer noch Wachsamkeit angesagt.
CEO Salzmann wertet die spürbare Abflachung, die sich im 2.Semster 2014 bemerkbar gemacht hat, als Indiz, dass sich der Liegenschaftsmark in der Region wieder etwas beruhige. Gesamthaft haben die Ausleihungen 2014 um 981,6 Franken beziehungsweise 4,2 % auf 24,4 Milliarden Franken zugenommen. Im Hauptgeschäft der LUKB, den Hypotheken, war ein Wachstum von 5,2 % zu vermerken, was in etwa dem Marktwachstum in der Region entspricht.
Zum Jahresende 2014 verwaltete die LUKB ein Kundenvermögen von 26,132 Milliarden Franken. Dies entspricht einer jährlichen Zunahme von rund 1,3 Milliarden Franken oder 5%.
Für das laufende Jahr sind Prognosen schwierig. CEO Salzmann: „Im Moment ist vieles in Bewegung. Die Entscheide der Schweizerischen Nationalbank vom Januar 2015 werden das zu erwartende Zinsergebnis dieses Jahres beeinflussen. Wir haben Massnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2015 der LUKB möglichst abzufedern.
Seit letzten Dienstag ist das neue Web-Portal der LUKB in Betrieb. Die komplett gestaltete Webseite ist nach dem Prinzip «Responsive Design» gestaltet. Elemente ordnen sich automatisch an, je nachdem, ob die Nutzer von einem PC, Tablet oder Smartphone darauf zugreifen. Die User können neu neben der bekannten Suchfunktion auch mit Filterfunktionen arbeiten, um zum gewünschten Inhalt zu kommen. Gemäss CEO Salzmann sollen interaktive Elemente eingebaut und mittelfristig die bestehende E-Banking-Lösung durch eine direkt in der Webseite integrierte Version ersetzt werden. Absicht der Bankleitung ist es, den immer anspruchsvoller werdenden Kunde auf dem kürzesten (sprich digitalisierten) Wege jederzeit zur Verfügung zu stehen.

 

Nachgefragt bei Daniel Salzmann, LUKB-CEO

«Am schwierigsten war der Perspektivenwechsel»

Daniel Salzmann, LUKB-CEO

Daniel Salzmann, LUKB-CEO

Wie würden Sie das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 der LUKB qualitativ charakterisieren?
Daniel Salzmann: Ich bin sehr erfreut über das Geschäftsergebnis, das in einem anforderungsreichen Umfeld erzielt werden konnte. Generell gesehen sind drei Punkte dafür verantwortlich: Erträge konnten erhöht werden, Kosten wurden reduziert und in Bezug auf die erzielten Volumen fand eine Steigerung statt.

Welches war für Sie die Schwierigkeit, die Sie als neuer CEO der LUKB am stärksten herausgefordert hat?
Das war der Perspektivenwechsel, den ich vom Leiter eines Geschäftsbereiches zum Leiter der gesamten Bank vollziehen musste.

Wie hat sich das seinerzeit bei der LUKB eingeführte IT-System «Avaloq» entwickelt?
Das 2008 neu eingeführte IT-System mit Beteiligung der grossen und mittleren Kantonalbanken hat einen massiven Schritt nach vorne bewirkt. Von Bedeutung ist, dass die finanzielle Belastung infolge dieses neuen IT-Systems auf mehrere Nutzer verteilt werden kann.