Rigi Anzeiger
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Lukrative Landreserven

Budget-Gemeindeversammlung Inwil

Trotz einiger Traktanden mit brisantem Hintergrund verlief die Inwiler GV ohne hohen Wellenschlag. Am meisten zu reden gab die Umzonung für den Ausbau der Gärtnerei Schwitter. Die Orientierung über das geplante Solarkraftwerk Schweissmatt stiess auf reges Interesse.

112 Stimmberechtigte fanden sich am Montag-abend im Zentrum Möösli zur GV ein. Nach der Begrüssung durch Gemeindepräsident Josef Mattmann ging es um den Voranschlag für 2013, wobei vor allem das Ressort Steuer/Finanzen Fragen auslöste. Trotz eines Aufwandüberschusses von rund 800000Franken ist man im Gemeindehaus guter Dinge. 4 Millionen Eigenkapital sowie, wenn nötig, der Verkauf von Land und Immobilien, bieten Gewähr für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt. So sind auch keine Steuererhöhungen vorgesehen – der Steuerfuss verbleibt wie bisher auf 1,9 Einheiten.

 

Gemäss den Zonenbestimmungen ist das Ziehen der jungen Pflänzchen im Erdreich der Gärtnerei in einer Landwirtschaftszone zonenkonform. Werden sie aber später in Töpfe umgefüllt, ist dies in einer Landwirtschaftszone nicht mehr möglich. Daher muss für das Gebiet eine Sondernutzungszone «Gärtnerei/Gartenbau SGG» geschaffen werden. Das Problem vom Erhalt der Fruchtfolgefläche, wonach umgezonte Flächen in gleichem Umfang wieder dem ursprünglichen Zweck zugeführt werden müssen, hat die Gärtnerei Schwitter erfüllt. Dass die Inwiler hinter der Grossgärtnerei und deren Ausbauplänen stehen, zeigte das klare Votum für das entsprechende Umzonungsbegehren: Die Rosegg-Zonenplan-Revision und die Aenderungen im Bau- und Zonenreglement wurden deutlich gutgeheissen.

 

Die Spannung stieg, als Josef Mattmann das letzte Traktandum des Abends ankündigte und Peter Suter, Leiter erneuerbare Energien CKW, das Wort erteilte. Suter umriss die aktuelle Situation und bestätigte, dass die CKW als Eigentümerin auf dem 40 Hektar grossen, unbebauten Grundstück Schweissmatt das grösste Solarkraftwerk der Schweiz für 25 Millionen Franken zu errichten gedenkt. Peter Suter erklärte der Versammlung, dass das Werk keine Goldgrube darstelle, da die produzierte Energie nicht mit den Erstellungskosten der grossen Stromhersteller mithalten könne.

 

Dies zieht allerdings die Frage nach sich, ob sich die CKW diesen sündteuren Test wirklich leisten will. Für die Inwiler wäre das immissionslose Werk ohne Frage eine grosse Bereicherung ihrer Gemeinde. Das Stimmvolk verhielt sich zu diesem Thema interessiert, aber in den Voten zurückhaltend. Weil es sich um eine Vororientierung handelte und es auf Kantonsebene noch viel abzuklären gilt, wird es erst später in Inwil zu einer Abstimmung kommen.