Rigi Anzeiger
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«Man weiss nie, was einen erwartet»

Adligenswil/Root: Fabienne Joller (23) aus Adligenswil schloss diesen Sommer ihre Lehrer-Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule ab und übernahm nun in Root erstmals Verantwortung für eine eigene Klasse.

Bestens angekommen im Berufsleben: Fabienne Joller (23) unterrichtet seit einigen Wochen eine 4. Klasse in Root. Bild apimedia

Bestens angekommen im Berufsleben: Fabienne Joller (23) unterrichtet seit einigen Wochen eine 4. Klasse in Root. Bild apimedia

Fabienne Joller, warum sind Sie Lehrerin geworden?
Das war schon immer mein Traumberuf. In der dritten und vierten Klasse hatte ich selber eine junge Lehrperson, die ich quasi als Vorbild betrachtete. Später hätte ich mir zwar auch ein Studium in Psychologie vorstellen können, doch letztlich sagte mir die praktische Arbeit mit Kindern besser zu. Als langjährige Jugi-Leiterin hatte ich schon eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Kindern.

Wie haben Sie sich auf Ihren ersten Schultag vorbereitet?
Ich habe mich vorgängig bei anderen Lehrpersonen in Root erkundigt, wie man einen ersten Schultag durchführen kann. In der ersten Woche der Sommerferien besuchte ich zudem einen Sommerkurs der Pädagogischen Hochschule, wo wir uns mit anderen Lehrpersonen austauschen konnten und die Jahresplanung besprachen. Die Unterrichtsplanung bis zu den Herbstferien plante ich schliesslich zusammen mit dem Stufenteam Root.

Welches sind Ihre Eindrücke aus den ersten Schulwochen?
Es war eine sehr abwechslungsreiche und spannende Zeit. Am Morgen weiss man nie, was einen durch den ganzen Tag alles erwartet. Es ist aber auch herausfordernd, denn meine Klasse braucht viel Aufmerksamkeit. Ich versuche zurzeit, sie beim Selbständigen Arbeiten zu fördern.

Wie viele Stunden pro Woche unterrichten Sie?
Ich arbeite in einem 100-Prozent-Pensum, inklusive zwei Lektionen als Klassenlehrperson. Dazu gehört auch die Vor- und Nachbereitung. Am Morgen bin ich immer früher im Schulhaus, mache Kopien, richte das Zimmer ein. Am Nachmittag bin ich in der Regel bis 18 Uhr im Schulzimmer, manchmal auch noch am Samstag.

Wer unterstützt Sie, wenn Sie Probleme haben?
Alle neuen Lehrpersonen bekommen einen Mentor oder eine Mentorin zugeteilt. Auch mit der Lehrperson der Parallelklasse sowie der IF-Lehrperson habe ich einen intensiven Austausch. Zudem steht mir der Schulleiter bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Welche Rolle spielen für Sie die Eltern?
Eine wichtige. Sie sollen wissen, was im Unterricht läuft. Schliesslich wünsche ich mir, dass sie aktiv an der Schule teilhaben. Deshalb werde ich sie auch immer über die wichtigen Sachen informieren. Ich hatte bereits einen Elternabend, wo ich meine Anliegen und Wünsche äussern konnte und ein erstes Kennenlernen stattfand.
Interview Daniel Schwab