Rigi Anzeiger
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Massvolles Wachstum heisst die Devise

Ortsplanungsrevision Weggis 2012 – Abstimmung am 3. März 2013

Theoretisch 32 Einwohner mehr – das ist die jährliche Bevölkerungszunahme für Weggis aufgrund der Baulandreserven in den heutigen Bauzonen. Dazu kommen weitere theoretisch mögliche 22 Einwohner aus den vorgesehenen Ein- und Umzonungen.

In den Wohnzonen der Gemeinde Weggis besteht heute eine Baulandreserve von 15,47 Hektaren. Zusätzlich stehen in den sogenannten Mischzonen (z.B. Kernzonen, Arbeits- und Wohnzonen usw.) weitere 2.69 Hektaren zur Verfügung. Diese Baulandreserven setzen sich zusammen aus grösseren, nur zum Teil mit Ein- oder Mehrfamilienhäusern überbauten Parzellen und/oder Baulandreserven von privaten oder juristischen Personen. Mehrere dieser Bauparzellen werden aufgrund der Eigentumsverhältnisse in absehbarer Zukunft nicht überbaut werden.

Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung wird gemäss kantonaler Vorgabe davon ausgegangen, dass im bestehenden Siedlungsgebiet in den nächsten 15 Jahren rund 75% der bereits eingezonten, aber noch nicht realisierten Wohnnutzungen gemäss den Bauvorschriften überbaut werden. Daraus resultiert ein theoretisches jährliches Wachstum von durchschnittlich 32 Einwohnern.

 

Mögliche Bevölkerungszunahme aufgrund der Ein- und Umzonungen

Wie aber sieht es nun aus, wenn neu ein- und umgezont wird? Hier ergeben die Berechnungen eine jährliche Bevölkerungszunahme von 22 Einwohnern, dies aus den vorgesehenen insgesamt 4,54 Hektaren Einzonungen von noch unbebauten Parzellen und der Umzonung Neubüel.

32 plus 22 gleich 54. Das ist die neue Rechnung aufgrund des neuen Zonenplans. Das heisst, theoretisch wächst die Weggiser Bevölkerung in den kommenden 15 Jahren – dies ist der Planungshorizont eines Zonenplans – aufgrund der Baulandreserven in den heutigen Bauzonen und mit den Ein- und Umzonungen gemäss Ortsplanungsrevision 2012 jährlich um 54 Einwohner.

Sind theoretisch 54 neue Einwohner jährlich nun ein «massvolles Wachstum»? Dazu Philipp Christen, Gemeindevizepräsident und Mitglied der Ortsplanungskommission seit 2009: «Ja, aus unserer Sicht ist dies ein massvolles Wachstum. Damit wird Weggis nicht überborden. Es sollen vor allem Grundstücke in der dreigeschossigen Wohnzone eingezont werden, um preisgünstigen Wohnraum zu schaffen.» Angestrebt wird die Einzonung von Grundstücken die sich heute im übrigen Gebiet B – so heisst das so genannte Bauerwartungsland im geltenden Zonenplan – befinden. Dies entspricht den raumplanerischen Anforderungen und Bedingungen an Einzonungen:

• Schliessung von Baulücken im Siedlungsgebiet,
• optimale Nutzung von bestehenden Infrastrukturen wie Strassen und Werke,
• Verdichtung des zentralen Siedlungsgebietes, keine peripheren Einzonungen.

Die in Weggis noch bestehenden Baulandreserven seien halt oft nur theoretischer Natur, sagt Christen weiter, denn viele bebaute Parzellen seien nicht voll ausgenützt und laut Berechnungen könnten noch weitere Personen auf diesen Grundstücken wohnen. «Darum sind die theoretisch berechneten Einwohnerzuwachszahlen auch wirklich nur theoretisch. Wenn Weggis künftig tatsächlich durchschnittlich um 54 Einwohner pro Jahr wachsen sollte, müssten die Bauzonen eine grössere Kapazität ausweisen, als sie es jetzt mit der Ortsplanungsrevision tun.»