Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Megger Finanzhaushalt weiterhin solide

Gemeindeversammlung am Montag, 9. Dezember

Der Gemeinderat Meggen legt der Gemeindeversammlung vom Montag, 9. Dezember 2013, ein ausgeglichenes Budget 2014 mit je 47,60 Millionen Franken Aufwand und Ertrag vor. Der Steuerfuss bleibt bei tiefen 1,15 Einheiten. In Bauvorhaben sollen gesamthaft 9,8 Millionen Franken investiert werden.


Auf dem Gebiet Hofmatt wird die Erweiterung des Primarschulzentrums projektiert. Daneben sollen die Sportanlagen optimiert werden.

 

«Dank Sondersteuern können die stag-nierenden ordentlichen Steuererträge ausgeglichen werden. Am attraktiven Steuerfuss wird nicht gerüttelt, auch wenn in den kommenden Jahren grosse Investitionen, insbesondere im Bereich der Schulraumerweiterungen, anstehen», hält Gemeindeammann HansPeter Hürlimann zum ausgeglichen Budget 2014 fest. Mit 1,15 Einheiten bietet Meggen den tiefsten Steuerfuss im Kanton Luzern. Auch der Steuerausgleichsfonds soll unangetastet bleiben. Das Brutto-Investitionsvolumen der Gemeinde Meggen beziffert sich auf 9,8 Mio. Franken und liegt insbesondere wegen der Schulraumplanung und der Investitionen ins Wasserleitungsnetz leicht über demjenigen des letzten Jahres. Die Investitionen können zu rund 56 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert werden. Meggen gehe mit einem soliden und kerngesunden Haushalt ins Jahr 2014, welches massgeblich durch das Jubiläum 950 Jahre Meggen (erste urkundliche Erwähnung 1064 in der Acta Murensia, den Akten des Klosters Muri mit der Genealogie der früheren Habsburger) geprägt sein werde, hält Hürlimann fest.

Mit einem Beitrag von 5,3 Mio. Franken ist die Gemeinde Meggen weiterhin klar der grösste Nettozahler beim kantonalen Finanzausgleich.

Die Budget-Gemeindeversammlung Meggen findet am Montag, 9. Dezember 2013, 20 Uhr, im Gemeindesaal statt.

 

Nachgefragt bei Gemeindeammann HansPeter Hürlimann

Huerlimann HansPeter

Rundum müssen Gemeinden den Steuerfuss erhöhen. Nur Meggen nicht. Wie lange wird Meggen diesen tiefsten Steuerfuss des Kantons noch halten können?

Unsere Finanzpolitik ist darauf ausgerichtet den Steuerfuss langfristig stabil zu halten. Gemäss Finanzplan, welcher die Entwicklung bis 2018 aufzeigt, sind keine Anpassungen am Steuerfuss vorgesehen. Mit dem Steuerausgleichsfond haben wir ein zusätzliches Instrument den Steuerfuss auch bei ausserordentlichen Situationen im Lot zu halten.

Was macht Meggen besser als die andern? Hat Meggen einfach Glück mit der Lage?

Dass Meggen die steuergünstigste Gemeinde im Kanton ist, war nicht immer so. Noch in den 80er-Jahren gab es einige Gemeinden im Kanton, die steuerlich besser dastanden. Sicher ist die aussergewöhnliche Lage mit Sicht auf See und Berge und die Nähe zur Stadt ein Standortvorteil. Wir haben zudem stetig in attraktive Infrastrukturen und kundenfreundliche Dienstleistungen investiert. Die Auswirkungen des neuen Steuergesetzes gehen auch an uns nicht spurlos vorüber. So sind die ordentlichen Steuererträge leicht zurückgegangen. Dank der Ortsplanungsrevision, welche 2011 durch den Regierungsrat genehmigt wurde, können wir uns mit den neuen Wohngebieten weiter entwickeln und diesen Verlust wettmachen.

Auf dem Gebiet Hofmatt wird die Erweiterung des Primarschulzentrums projektiert. Daneben sollen die Sportanlagen optimiert werden. Wie viel investiert Meggen hier konkret?

Konkrete Angaben können erst für Optimierungs- und Unterhaltsarbeiten an den Sportanlagen im Umfang von 370’000Franken gemacht werden. Tatsächlich wird aber die Schulraumerweiterung Hofmatt finanziell die grosse Herausforderung darstellen. Zur Zeit läuft der Projektwettbewerb unter den Architekten. Der Gemeinderat wird im Januar 2014 über die Jurierung befinden und danach die Bevölkerung an die Projektausstellung einladen. Erst mit der Weiterbehandlung des Siegerprojektes werden die genauen Kosten vorliegen.

Wann starten die Bauarbeiten?

Zuerst können die Meggerinnen und Megger über den Sonderkredit abstimmen. Das wird anfangs 2015 sein. Erst wenn dann das Ausführungsprojekt erstellt, die Baubewilligungen vorliegen und die Vergabe der Bauarbeiten erfolgt sind, kann mit dem Bau begonnen werden. Wenn alles optimal läuft wird dies Ende 2015 sein.