Rigi Anzeiger
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Mehrverkehr in geordnete Bahnen lenken

Zuversicht in Ebikon zur geplanten «Mall of Switzerland»

Statt «Ebisquare» soll nun in Ebikon das «Mall of Switzerland» realisiert werden. Dank eines deutschen Investors. Im Gemeinderat ist man zuversichtlich, auch wenn mit dem Investor noch kein persönlicher Kontakt stattgefunden hat.

80’000 Quadratmeter umfasst das Gelände, auf welchem seit Jahren geplant wird. Schindler wollte auf dem firmeneigenen Areal ein Einkaufszentrum mit gemischter Nutzung realisieren. Büros, Wohnungen, Einkaufszentrum, Kino, Freizeitbad und vieles mehr. Rund 500 Millionen wollte L.S.G.I. aus Frankreich ursprünglich dafür investieren. Doch daraus wurde nichts. 2009 zog sich der Investor zurück und mit ihm Hauptmieter Parkressort Rheinfelden. Kein Bad, kein Investor, kein Ebisquare. Das Projekt heisst neu «Mall of Switzerland», seit sich die Halter AG sich als Spezialistin für die Entwicklung darum kümmert. Sehr erfolgreich, wie es scheint. Mit der Freo-Gruppe sei ein Investor an Bord gekommen, der im grossen Stil investieren wolle. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Luxemburg verlange im Vorfeld allerdings eine rechtsgültige Baubewilligung sowie dass die Hälfte der Mietfläche vergeben sei.

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Herbert Lustenberger, Gemeinderat  Ebikon:
«Die geplanten
Freizeitnutzungen dienen auch der Ebikoner Bevölkerung.»

 

Ebikons Behörde sieht dem Unterfangen positiv entgegen. Die Gemeinde Ebikon sei in der Vergangenheit immer periodisch von den Firmen Halter AG und EbiSquare über den aktuellen Stand orientiert worden, sagt Gemeinderat Herbert Lustenberger. Kritik an Grösse und Nutzen eines Zentrums dieser Grösse begegnet er klar und deutlich: «Im Rahmen der Volksabstimmung über den Bebauungsplan ‹EbiSquare› wurde von den Stimmberechtigten über Umfang und Aufteilung des Einkaufs- und Erlebniszentrums entschieden. Die geplanten Freizeitnutzungen dienen auch der Ebikoner Bevölkerung.»

Auch der erwartete Mehrverkehr stellt gemäss Lustenberger überhaupt kein Problem dar: «Mit den Bestimmungen des Bebauungsplanes betreffend öV und Individualverkehr – ich erwähne da etwa den direkten Autobahnanschluss oder die verbindliche Festlegung der Zu- und Wegfahrten – wird auch der Mehrverkehr in geordnete Bahnen gelenkt.»

Mit der Freo-Gruppe habe bisher noch kein persönlicher Kontakt stattgefunden. Eine Bauzeit von drei Jahren, also eine Eröffnung des Shopping-Centers im Jahre 2016 scheint für Lustenberger durchaus realistisch.