Rigi Anzeiger
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Meierskappel investiert und spart

1,5 Millionen Franken in Infrastrukturen und Systeme zahlen sich aus

Meierskappel investiert und spart. Die Sanierung und Erneuerung von Strassen, Quellen, des Schulhauses und der Wasserversorgung zeigen erste messbare Erfolge. Die Bevölkerung steht hinter der nachhaltigen Politik.

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Am vergangenen Samstag zeigte Meierskappel Interessierten ganz konkret auf, wohin das Steuergeld floss und was damit gemacht wurde. Und hier hat die kleine Gemeinde Grosses geleistet. In den vergangen drei Jahren wurde vor allem investiert. 1,5 Millionen für Sanierungen und Erneuerungen von Infrastrukturen. «Wir haben den Steuersatz nie gesenkt im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden. Daher war genügend Geld in der Kasse für die Sanierungsprojekte vorhanden. Das heisst, Meierskappel muss nun auch nicht die Steuern erhöhen», betonte Gemeindepräsident Andreas Iten.

Dass die Gemeinde nachhaltiges Handeln umfassend betrachtet, zeigte auch die Gestaltung der Informationsveranstaltung auf. Die Erläuterungen von Jules Pikali, Leiter der Beratungsstelle Energie Zentralschweiz, vermittelten konkrete Tipps in Sachen Fassadensanierung. «Wenn ein Haus einen guten Pullover hat, spielt es keine Rolle, mit was geheizt wird», meinte er etwa. Es macht Sinn, sich diesbezüglich zu informieren. «Im Schulhaus Höfli war ursprünglich lediglich die Sanierung der Heizung geplant», erklärte Benny Felber von Stalder & Felber Planungs AG aus Reiden. Nach einer Energieberatung entschloss sich die Gemeinde, die Fassade zu sanieren, die Fenster durch neue und die Ölheizung durch zwei Erdwärmesonden zu ersetzen. «Damit hat die Gemeinde Vorbildcharakter bewiesen», äusserte Pikali. Durch die Erneuerung des Heizsystems konnten 27000 Liter Öl eingespart werden.

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Andreas Iten: «Wir haben den Steuersatz nie gesenkt und müssen ihn jetzt auch nicht erhöhen.»

 

Bewusster Umgang mit Wasser

Ein Paket von umfassenden Massnahmen traf die Gemeinde Meierskappel im Bereich der Wasserversorgung. Sie sanierte die Quellfassung Fernsicht und das Reservoir Oberstenhof mitsamt seiner Steuerung in der Betriebszentrale, die im Untergeschoss des Schulhauses Höfli untergebracht ist. 208 Kubikmeter Wasser ist der Bedarf der Gemeinde pro Tag. «108 Kubikmeter deckt jetzt die Quelle Fernsicht ab», war das Fazit von Hansruedi Meier von Hetzer, Jäckli und Partner AG aus Uster. Meierskappel verfügt insgesamt über drei Wasserreservoirs mit über 500 Kubik Wasser. Das erfuhren die BewohnerInnen vom Kommandanten der Feuerwehr, Paul Steiner. «Dieses Wasser reicht für 2500 Einwohner», fügte er an. Damit ist die Notwasserversorgung eingeschlossen. Das heisst, es ist genügend Wasser vorhanden, wenn beispielsweise ein Brand ausbricht. Für einen solchen in einer Wohnung mit einer Fläche von 180 Quadratmeter benötigt die Feuerwehr 360 Liter pro Minute.

Bei allen Projekten, die die Gemeinde vorstellte, lagen die Baukosten unter dem budgetierten Aufwand respektive unter dem bewilligten Kredit. Meierskappel konnte also auch hier ein paar tausend Franken einsparen.

 

 

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Im Heizungsraum des Schulhauses Höfli war Benny Meier auch nach der Veranstaltung ein gefragter Mann.