Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Menschen und Hunde ins Herz geschlossen

«Läck han ich äs schön!», sagt Lisbeth Strüby aus vollem Herzen in echtem Schwyzer Dialekt. Die Geschäftsfrau und Hundeliebhaberin – «ich habe ein Hundeherz» – bringt beide Leidenschaften gut unter einen Hut. Aber davon später.

Lisbeth Strüby herzt im Innenhof des Strüby-Konzerns in Seewen «Pelé», ihren Cairn Terrier. Bild ju

Lisbeth Strüby herzt im Innenhof des Strüby-Konzerns in Seewen «Pelé», ihren Cairn Terrier. Bild ju

Aufgewachsen ist Lisbeth Strüby in einer hölzigen Familie als «Kaltbächlerin», einem Dorfteil von Schwyz. 1949 gründete Vater Anton Strüby seine Zimmerei und baute 1973 die erste Werkhalle in Seewen. Ersteres hat die heutige 57-jährige Tochter Lisbeth noch nicht mitbekommen, wohl aber den weiteren Werdegang des elterlichen Betriebes. Sie besuchte die Schulen in Schwyz und holte sich im dortigen KV das berufliche Rüstzeug für ihren beruflichen Werdegang. Zusammen mit Bruder Anton – Strüby junior – entwickelte sie ab 1983 das Unternehmen zur heutigen Grösse. Sozialkompetenz war und ist der Familie wichtig: «Mein Vater war ein grosszügiger und wohlwollender Mensch».

Diese Eigenschaften pflegen die Finanzchefin und ihr Bruder und Verwaltungsratspräsident ganz bewusst weiter. So bekommen Lehrlinge mit unterschiedlich guten Schulnoten «von top bis relativ schwach» jeweils ihre Chance. Es mache sehr viel Freude und bringe grosse Befriedigung zu sehen, wie sich junge Menschen entwickeln, deren bisher verborgene Talente zu entdecken und ihre Fähigkeiten dann gezielt am richtigen Ort einzusetzen, sagt die Powerfrau. So auch bei Urs, ihrem 27-jährigen Sohn, der nach einer Lehre im Hotel Baur au Lac in Zürich und der Absolvierung der Hotelfachschule, in den Verkauf der Immobilienabteilung eingestiegen ist. Und weiter: «Menschen haben gerne warme Produkte, wie Holz. Das lebt! Und unsere Leute stellen gerne etwas Schönes her.» Die Palette reiche vom Gewerbebau, über Ställe bis zum mehrgeschossigen Mehrfamilienhaus.

Fernweh und Freude aufs Zuhause
Regelmässig und gerne auf Reisen, besuchte sie in den letzten sieben Jahren Afrika, Amerika und China: «Ich liebe den Start des Flugzeugs, wenn ich so richtig in den Sitz gepresst werde!» Ebenso mag sie Städteflüge. Der letzte führte nach Hamburg, wo sie sich die Logistik im eindrücklichen Binnenhafen anschaute. Ganz abschalten, das gelingt offenbar der Geschäftsfrau nicht. «Ich freue mich stets auf die Rückkehr in den Betrieb, die Begrüssung der Mitarbeitenden. Mein Arbeitsplatz ist auch mein Zuhause!». Es wundert nicht, dass Lisbeth Strüby so auch viel Wohlfühl-Atmos­phäre für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für deren Vierbeiner geschaffen hat. Im begrünten Innenhof darf sich ihr Cairn Terrier austoben indes Frauchen das Business pflegt. Sollte das Wetter garstig sein, kann es sich Pelé in der Hundehütte unter der Aussentreppe wohl sein lassen. Und gleich um die Ecke im Hof stehen Zwinger und Hundehütte für die grösseren Tiere weiterer Mitarbeiter mit «Hundeherzen».

Hundetraining und Home Office
Der quirlige Pelé sei ein «gäbiger» Hund fürs Büro. Seine Lauffreude darf er dennoch ausleben, auf ausgiebigen Touren täglich und am Wochenende. Eben hat Pelé Gesellschaft bekommen. Lisbeth Strüby hat sich einen Herzenswunsch erfüllt und in Deutschland aus der Zucht einen Altdeutschen Schäfer-Welpen geholt. Oder sagt man eine Welpin? Das neunwöchige Hundeweibchen erhielt den Namen Elsa: «Ich verbinde mit diesem Namen eine Löwin – mutig, treu und tapfer» sagt sie von der Fünft-Geborenen des Wurfs. Ganz dem «Hundeherz» folgend, verbrachte Lisbeth Strüby die ersten Tage mit dem Neuankömmling in ihrem Haus in Schwyz und betreute ihr Aufgabengebiet via Home-Office. Einen ersten Schäfer gab es bereits vor Jahren, den sie zusammen mit Leuten der SAC-Rettungskolonne als Lawinenhund ausbildete. «Nein, einen Einsatz hatten wir nicht – ich habe ihn als Hobby trainiert!», sagt die Hundenärrin. Was sie nun auch mit Elsa wieder plant.  Marlis Jungo

Unser nächster Gast in der Rubrik «Menschen» ist auf Wunsch von Lisbeth Strüby, Finanzchefin Strüby Holding AG die Samariterin Marie-Theres Zihlmann, die sich in den Luzerner Seegemeinden und auf der Rigi engagiert.