Rigi Anzeiger
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Menschenwürde für alle

Diskussionspodium über Menschenrechte im St. Klemens Ebikon

Gross war das Interesse am Menschenrechtspodium, zu dem das Gymnasium St. Klemens in Ebikon einlud. Die BesucherInnen sahen sich einer herausfordernden und intensiven Auseinandersetzung zu einem Thema gegenüber, die infolge unterschiedlicher Auslegungen für Diskrepanzen sorgt.

Das Podium hatte einen sehr hohen philosophischen Ansatz. Die Protagonisten Philosophin Dr. Christine Abbt aus Zürich, Professor Dr. Adrian Loretan (Professor für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht in Luzern), PD Dr. Peter G.Kirchschläger (Co-Leiter Zentrum für Menschenrechtsbildung, PH Luzern) und Dr.h.c.rer.publ. Marco Mona (ehemaliges Mitglied der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter, Menschenrechtsanwalt) bekundeten unter der Leitung der moderierenden Zürcher Professorin Dr. Christina Späti, dass ihnen der Artikel 1 der Menschenrechte der Wichtigste sei. Sein Wortlaut: «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollten einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.» Sie hoben auch weitere Artikel wie das Recht auf Bildung, das Verbot der Folter und die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit hervor. Der Diskussion war immer wieder zu entnehmen, dass kulturelle, religiöse und rechtswissenschaftliche Aspekte oft für Differenzen bei der Umsetzung einzelner Rechte sorgen. Auch in der Schweiz geschehen Menschenrechtsverletzungen. So wurde die Menschenwürde im Falle eines überbelegten Gefängnisses in Frage gestellt. «Die Schweiz hat ein grundlegendes Problem, dass sie über die Grundrechte abstimmen kann», äusserte Dr. Adrian Loretan. Er nannte das Minarett- und Schächtverbot, das beispielsweise die Religionsfreiheit tangiert.

Mit spannenden Fragen zu Menschenrechte und -würde in Gefängnissen, im Zusammenhang mit der katholischen Kirche, eines Nazi-Verbrechers usw. forderten die Gynmasiasten Josua Blättler aus Emmenbrücke, Johannes Truffer aus Luzern, Alina Ragoni aus Ebikon, Jonas Baum aus Buchrain und Heini Niels aus Meggen die Podiumsteilnehmer heraus. «Ist es nicht eine Wohlstandsfrage, ob Menschenrechte eingehalten werden?» wollte beispielsweise Alina Ragoni noch wissen. PD Dr. Peter G. Kirchschläger daraufhin: «Die Durchsetzung der Menschenrechte fördert auch die wirtschaftliche Entwicklung.» «In den Menschenrechten ist kein Überfluss formuliert», meinte Dr. Christine Abbt. Nach der rund zweieinhalbstündigen Podiumsdiskussion offenbarte Heini Nils, dass er bis kurz vor dieser Veranstaltung nichts über Menschenrechte wusste. «Die verschiedenen Ansätze, die heute vorgebracht wurden, waren sehr interessant», fand er.

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Hielten sich über Menschrechte auf: (v.l.) PD Dr. Peter Kirchschläger, Dr. h. c. rer. publ. Marco Mona, Prof. Dr. Christina Späti, Dr. Christina Abbt und Prof. Dr. Adrian Loretan.

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Forderten die Podiumsteilnehmer mit spannenden Fragen heraus: (v.l.) Josua Bütler, Johannes Truffer, Alina Ragoni, Jonas Baum und Heini Niels.

 

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