Rigi Anzeiger
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Mieten sollen Steuerausfälle kompensieren

Kirchgemeinde Adligenswil plant 50 Wohnungen im Dorfzentrum

Der Kirchenrat von Adligenswil rechnet in Zukunft mit Steuerausfällen. Die sich öffnende Finanzierungslücke soll mit zusätzlichen Mieteinnahmen aufgefangen werden. Der Kirchenrat plant auf der kirchgemeindlichen Parzelle im Dorfzentrum für rund 25 Mio. eine Überbauung mit rund 50 Wohnungen verschiedener Grössen. .

Der Kirchenrat präsentierte an der Kirchgemeindeversammlung im Voranschlag 2013 einen geringen Ertragsüberschuss. In Zukunft dürfte eine positive Rechnung jedoch schwierig werden. Das zeigten verschiedene Entwicklungen, ist der Kirchenrat von Adligenswil überzeugt: „Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die zunehmenden Kirchenaustritte verursachen Steuerausfälle und gleichzeitig verlangt die Gesellschaft nach mehr Leistungen und verbesserten Angeboten. Die sich öffnende Finanzierungslücke lässt sich durch den Abbau von Leistungen und damit der Senkung der Kosten beim Personal und der Infrastruktur oder durch die Streichung von Beiträgen und Spenden auffangen. Oder sie kann kompensiert werden durch zusätzliche Erträge, wie beispielsweise die Erhöhung der Steuern.“

Der Kirchenrat Adligenswil vertritt die Meinung, dass der Abbau von Leistungen oder eine Steuererhöhung kein gangbarer Weg für die Zukunft ist. Er will deshalb neue Einnahmen zur Finanzierung der Aufgaben erschliessen und die Steuerausfälle durch zusätzliche Mieterträge aus dem Wohnungsbau kompensieren.

Der Kirchenrat plant deshalb auf der kirchgemeindlichen Parzelle Nr. 408, die unmittelbar an das geplante Alters- und Gesundheitszentrum anschliesst, eine Überbauung mit gegen 50 Wohnungen verschiedener Grössen. Da für ein solches Projekt ein Bauvolumen von rund 25 Millionen veranschlagt wird und die Kirchgemeinde die notwendigen Eigenmittel nicht hat, soll ein Teil der Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft werden und damit die Investitionen der Mietwohnungen finanziert werden. Der aus den Wohnungsmieten resultierende Mehrertrag beträgt ca. 10–15Prozent der heutigen Steuereinnahmen.

Die Planung sieht vor, im Jahr 2013 die Vorabklärungen durchzuführen, damit im Dezember 2013 der Kirchgemeinde Adligenswil ein Planungskredit unterbreitet werden kann. Wenn alles optimal läuft, wird der Kirchenrat der Kirchgemeinde 2014 den Baukredit unterbreiten.

Der Kirchenrat ist der Ansicht, dass diese Strategie den grössten Nutzen für die Zukunft der Katholische Kirchgemeinde Adligenswil bringt.

 

Pastoralraum Adligenswil–Meggen–Udligenswil

Nachdem der Kirchenrat von Adligenswil im Sommer der von einer Arbeitsgruppe erarbeiteten Vereinbarung zur Eröffnung des Pastoralraums nicht zustimmte, wurde das Thema an der Kirchgemeinde nochmals behandelt. Sepp Hodel, Regionalverantwortlicher des Bistums, erläuterte die Hintergründe und Ziele des Bischofs, die zu diesem pastoralen Projekt führten. Personalknappheit und die finanziellen Möglichkeiten einzelner Pfarreien machen demnach ein Zusammenlegen der pastoralen Leistungen notwendig: „Mit dem Konzept der Pastoralräume ergeben sich neue Möglichkeiten und Chancen für alle Pfarreien.“ Hodel fordert die Kirchgemeinden auf, konstruktiv in diesen Veränderungsprozess einzusteigen. In einem ersten Schritt werden einzelne pastorale Projekte in Angriff genommen. Im Jahr 2014 wird eine neue Projektgruppe das Pastoralraumkonzept ausarbeiten und vorstellen.