Rigi Anzeiger
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Missionare bauen neues Bethlehem

Für günstige Wohnungen in Immensee

Immensee erhält ein neues Quartier. Zwischen «Hohl Gass» und Kantonsstrasse können preisgünstige Wohnungen für 400 bis 450 Personen gebaut werden. Dafür stellt die Missionsgesellschaft Bethlehem 21’000 Quadratmeter Land im Baurecht zur Verfügung. Das beschloss das «Generalkapitel» der Missionare am Dienstag in Immensee.

Realisiert wird die Überbauung «Im Bethlehem» von einer noch zu gründenden Genossenschaft. Ihr stellt die Missionsgesellschaft das Land im Baurecht zur Verfügung. «Dank dieser generösen Geste sinken die Erstellungskosten der Siedlung beträchtlich», erklärt die Missionsgesellschaft zu ihrem Entscheid.

Beteiligt an der Projektentwicklung «Im Bethlehem» ist der Bezirk Küssnacht. Dem Bezirksrat kommt das Vorhaben der Missionsgesellschaft gelegen.

Im rasch wachsenden Bezirk fehlt es zunehmend an preisgünstigen Wohnungen für Familien und ältere Personen. Für dieses «Zielpublikum» ist das in einem Wettbewerb erstrangierte Projekt «Hof und Nischen» der Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH Luzern konzipiert.

In insgesamt zwölf vier- bis fünfgeschossigen Häusern sollen im Endausbau 150 Wohnungen entstehen, die flexibel genutzt werden können. Der von den Architekten gewählte Projektname beschreibe auch die Grundidee der Überbauung: Sie schliesst direkt an den Hof der bestehenden Gebäude der Missionsgesellschaft an und öffne sich damit auch Bewohnern und der Allgemeinheit und gleichzeitig biete sie den künftigen Mietern die Nischen des privaten Wohnens. Den Initianten schwebt ein sehr durchmischtes Quartier mit ältern und jüngern Bewohnerinnen und Bewohnern, Alleinstehenden und Familien vor. Vorgesehen sind auch Serviceleistungen, die ein «betreutes Wohnen» möglich machen.

Mit der Siedlung «Im Bethlehem» könne die Missionsgesellschaft ihre Gebäude und Grundstücke in Immensee für sich und den Bezirk sinnvoll nutzen, erklärte Josef Meili, Generaloberer SMB zum Entscheid des Generalkapitels. «Das Projekt ist eine Antwort auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung und entspricht so dem sozialen Engagement, das einen wesentlichen Aspekt im missionarischen Auftrag der SMB darstellt.»

Überzeugt vom Projekt ist auch der Küssnachter Bezirksammann Stefan Kaiser. Die Siedlung sei eine grosse Chance für den Bezirk. «Auch für Normalverdiener bleibt damit Wohnen in friedvoller und schöner Umgebung im Bezirk möglich», freut er sich. «Wohnen in angenehmer Nachbarschaft und in Räumen, die auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind, wird für viele erschwinglich.»

Die katholische Gemeinschaft der Immenseer Missionare hat ihren Stammsitz seit vielen Jahrzehnten in Immensee. Von dort aus entwickelte sie eine weltumspannende soziale Tätigkeit, die mittlerweile zu einem beachtlichen Teil auch von der juristisch und finanziell eigenständigen «Bethlehem Mission Immensee» (BMI) wahrgenommen wird. Dass neben dem Gebäudekomplex der Missionare nun die Siedlung «Im Bethlehem» entsteht, hat verschiedene Beweggründe. Einen fassten die Missionare in den Satz: «Wir wollten etwas zurückgeben für die Gastfreundschaft, die wir in Immensee und Küssnacht seit 117 Jahren geniessen.»

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Die Überbauung «Im Bethlehem» schliesst direkt an den Hof der bestehenden Gebäude in Immensee an.

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Freuen sich aufs neue Quartier: der Küssnachter Bezirksammann Stefan Kaiser, Josef Meili, Generaloberer SMB
und Architekt Franz Bucher (von links) mit dem Modell der Siedlung «Im Bethlehem».