Rigi Anzeiger
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Mit dem vierten Konzert gewonnen

Region Am Grande Finale der «Sprungfeder» vom 3. Dezember im Luzerner Konzerthaus Schüür ging die Zuger Band Weibello als Sieger hervor. Die sechsköpfige Gruppe unter anderem mit Musikern aus Rotkreuz und Inwil bestritt an diesem Tag erst das vierte Konzert.


cek./pd. Weibello setzte sich am Grand Finale der Sprungfeder (Innerschweizer Wettbewerb für Nachwuchsbands) gegen vier weitere starke Bands durch. Erstaunlich ist, dass es diese Band erst seit Anfang Jahr gibt. Bis zu diesem Zeitpunkt stand der Name Weibello für den Solokünstler Fabian Weibel aus Menzingen. Aufgewachsen ist er im Zürcher Oberland. Bereits in jungen Jahren entdeckte er die Liebe zur Musik und den Umgang mit der eigenen Sprache. Im Alter von zehn Jahren begann er mit dem Saxophon spielen, was er nach sieben Jahren wieder aufgab. Die Liebe zur Musik blieb. Im 2001 zog der inzwischen 24jährige Fabian Weibel in den Kanton Zug.

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Erfolgreich im Freestyle-Rap
Die Wortgewandtheit von Fabian Weibel stellte sich bei ersten Rap-Freestylesessions (Ergänzung der Redaktion: Hier ist das freie Improvisieren mit Texten ein wichtiger Bestandteil) als seltenes Talent heraus. Nach dieser Entdeckung wagte er sich unter dem Künstlernamen Weibello im Alter von 17 Jahren an sein erstes Freestyle Rap-Battle, um sich mit anderen Künstlern zu messen. Wie das Schicksal es so wollte, gewann Weibello dieses Battle. Für ganze vier Jahre gehörte der Solokünstler aus Zug sogar zu den 16 besten Freestylerappern des Landes. Sein Ziel war Schweizermeister zu werden. Im vierten Anlauf schaffte er es, diesen Titel 2003 erstmals nach Hause in den Kanton Zug zu bringen.
Neben dem Kämpfen mit Worten beschäftigte sich Weibello immer wieder mit eigenen Songs, die inhaltlich meist um Alltagserfahrungen und die wenigen Probleme des Lebens in der unteren Mittelschicht im Kanton Zug handeln. Durch wiederholtes Auftauchen als Featuregast auf diversen Schweizer Rap-Alben und das vermehrte Spielen an Liveshows wurde der Namen Weibello immer bekannter, vor allem in der Zuger Musikszene. Ein eigenes Release liess allerdings noch auf sich warten. Also nahm Fabian Weibel Abstand von der Standartformel eines Rappers und DJs und setzte sich im vergangenen Jahr mit mehreren Zuger Musikern zusammen, die ihn live begleiteten. In den Songs befasste er sich weiterhin mit meist gesellschaftskritischen Themen, gefärbt mit Ironie. Am Ende des Tages ein Künstler, welcher mit schubladisiertem Denken nicht viel am Hut hat und es einfach liebt Musik zu machen, so sieht sich Fabian Weibel. Und die Band selbst? Sie überzeuge mit Ehrlichkeit, Charme und einer geballten Ladung Humor.

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Startschuss für etwas Grosses
«Heute verbirgt sich hinter dem Namen Weibello ein ganzes Team», sagt Fabian Weibel, der als Rapper selbstverständlich weiterhin der Wortführende ist. Das sechsköpfige Team vervollständigen Guitarrist Dino Sabanovic aus Zug, Percussionist Bastian Inglin aus Baar, Drummer Dionys Jäger aus Rotkreuz, Bassist Gilles Schmid aus Inwil und Pianist Can Etterlin aus Cham. Mit ihrem Sieg am Sprungfeder-Wettbewerb kann Weibello drei Songs im Studio von Soundfarm produzieren und zusätzlich an drei Supportslots im Jahr 2017 am Glücklich Festival Luzern, dem Rock the Docks Festival Zug und der Schüür Luzern teilnehmen. Fabian Weibel begeistert dazu: «Der Preis ist für uns der Startschuss für etwas ganz Grosses. Der Sieg gibt uns Motivation für die Zukunft. Ziel ist es, eine Studioproduktion zu erstellen, welche uns dient, weitere Gigs zu spielen. Im besten Fall kommen dann Leute an unsere Konzerte, weil sie unsere Musik hören konnten und kennen. Dies war bis jetzt nicht der Fall. Alles was wir live gespielt haben, gab es bis jetzt nirgends zum Hören. Es wird also unsere Erstproduktion werden.»
Wer die weitere Laufbahn der Band Weibello mitverfolgen möchte, findet sie unter www.facebook.com/Weibello und www.instagram.com/whybello.