Rigi Anzeiger
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Mit Fernwärme statt Öl heizen

Ebikon: Die Fernwärme ist im Rontal ein grosses Thema. Zu den ersten, grossen privaten Hauseigentümern, die sich zu diesem ökologischen Wärmeerzeuger bekannten, war die Baugenossenschaft Fildern Luzern-Ebikon.

cek. Bevor sich die Baugenossenschaft Fildern Luzern entschloss, ihre sechs Mehrfamilienhäuser mit über hundert Wohneinheiten der Überbauung Fildern 1, 2 und 3 zu sanieren, liess sie vom Ingenieurbüro Bienz AG in Ebikon eine erste Variantenstudie ausarbeiten. Das geschah kurz nachdem bekannt wurde, dass mit dem Neubau der Renergia die Abwärme der Kehrichtverbrennung mittels Fernwärmenetz für externe Nutzer zum Heizen bereit gestellt werden soll. Der durchschnittliche Ölverbrauch für Heizung und Warmwasser der gesamten Überbauung lag damals bei über 100’000 Liter pro Jahr. Bei der Variantenstudie befasste sich die Firma Bienz AG mit sämtlichen Möglichkeiten der Wärmeerzeugung (Erdwärme, Gas, Öl) und wies als weitere Alternative Energiequelle auf das geplante Fernwärmenetz hin. Anfang 2013 trat die Baugenossenschaft erstmals mit der EWL Luzern, als Anbieterin der Fernwärme Rontal, in Kontakt. Im Frühjahr 2016 erstellte dann die Firma Bienz AG eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. «Diese überzeugte die Bauherrschaft von der Fernwärme Renergia, der ein ökologischer Energieträger (Abwärme der Verbrennungsanlage) ist, respektive die Abwärme der Verbrennungsanlage nutzt. Die tieferen Investitionskosten als bei einer Erdsondenwärmeerzeugung, aber auch der ökologische Aspekt überzeugte und gaben den Ausschlag für den Entscheid des Fernwärmeanschlusses», erläuterte Geschäftsinhaber Hans Peter Bienz. Der Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgt in zwei Etappen und seit wenigen Tagen werden bereits 30 Wohneinheiten von Fildern 1 mit der Abwärme der Renergia geheizt und das Warmwasser aufbereitet.

Ein Kränzchen
Für die Baugenossenschaft Fildern, allen voran deren Präsident Georges Thalmann und Mitglied Kaspar Lang war bereits bei der Planung zu den Sanierungsmassnahmen der erwähnten Überbauungen klar, dass sie nicht mehr mit fossilen Brennstoffen in den erwähnten Häusern heizen wollten. «Sie wählten nicht die günstigste Möglichkeit, trotz Niedrigpreis des Öls, sondern entschieden sich für eine ökologische Variante. Den beiden zuständigen Herren winde ich dafür ein Kränzchen», meinte Adrian Dubach, Leiter Verkauf der EWL. Von ihm war auch zu erfahren, dass die Baugenossenschaft Fildern zu den ersten grossen privaten Immobilienbesitzern gehört, die sich für den Anschluss an die Fernwärme entschieden haben. Auch Hans Peter Bienz lobte den Entscheid der Baugenossenschaft und meinte: «Sie nimmt als privater Investor damit eine Vorreiterrolle ein». Rund eine halbe Million Franken wird die Baugenossenschaft für die Umstellung von Öl auf die Fernwärme investieren. «Auf die Nebenkostenabrechnung hat das keine Einwirkung. Sie wird eher günstiger ausfallen», sagte Georges Thalmann. Auch die 15 Wohneinheiten an der Moosstrasse 5 und 5a in Buchrain, die auch der Wohnbaugenossenschaft Fildern gehören, werden zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit Fernwärme versorgt.

Hans Peter Bienz (l.) vom Ingenieurbüro Bienz AG beriet die Baugenossenschaft Fildern mit Präsident Georges Thalmann und Kaspar Lang (r.) hinsichtlich zukünftiger Wärmeerzeugung. Bild cek.

Hans Peter Bienz (l.) vom Ingenieurbüro Bienz AG beriet die Baugenossenschaft Fildern mit Präsident Georges Thalmann und Kaspar Lang (r.) hinsichtlich zukünftiger Wärmeerzeugung. Bild cek.