Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Mit gesunden Finanzen verabschiedet

Ebikon: Die fünf Geschäfte der Urnenabstimmung vom 5. Juni, die Verlängerung der Trolleybuslinie 1 und die Verabschiedung zweier Gemeinderäte lockten über 150 Personen an die Orientierungsversammlung.

Herbert Lustenberger ...

Herbert Lustenberger …

... und Peter Schärli wurden mit einem grossen Blumenstrauss und eindrücklichen Worten von Gemeindepräsident Daniel Gasser verabschiedet.Bilder cek.

… und Peter Schärli wurden mit einem grossen Blumenstrauss und eindrücklichen Worten von Gemeindepräsident Daniel Gasser verabschiedet.Bilder cek.

cek. Zum letzten Mal erläuterte Gemeinderat Herbert Lustenberger vor einer grösseren Personenschar die Rechnung, die im 2015 mit einem Aufwandüberschuss von mehr als 618000 Franken abschloss. «Wenn ich auf die vergangenen 20 Jahre zurückblicke, hatten wir nicht oft rote Zahlen», meinte er. Lustenberger zitierte ausserdem aus dem Revisionsbericht: «Ebikons Finanzen sind gesund.» Einem kritischen Votum über die Defizite des Känzeli stand er mit einer ausführlichen Erklärung gegenüber und gestand, dass unter anderem betriebswirtschaftliche Fehler passiert seien. Da die Spitex Rontal ein Verein sei, könne man sie nicht für das Defizit aufkommen lassen. Lustenberger wies darauf hin, dass ab 31. August die Gemeinde den Betrieb übernehme. Nicht nur für Lustenberger, auch für Bauvorsteher Peter Schärli war es einer der letzten Auftritte als Ebikons Behördenmitglied vor einer Versammlung. Er begründete insbesondere, weshalb es eine Anpassung im Bau- und Zonenreglement respektive im Bebauungsplan Halte brauche: «Für die dritte und letzte Bauetappe ist eine Mindestnutzfläche von 20 Prozent für Arbeits- und Dienstleistungen vorgeschrieben. Aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Situation soll sie gelockert und nur auf das Erdgeschoss beschränkt werden.» Am 5. Juni hat Ebikons Stimmbevölkerung auch das Reglement zur teilweisen Neuorganisation der Gemeinde Ebikon abzusegnen. Zu den wichtigsten Änderungen meinte der Gemeindepräsident: «Sie sind vor allem juristischer Natur.» Betroffen davon sind beispielsweise die Bezeichnung «Gemeinderat», die durch «die zuständige Stelle» ersetzt wird. Kurz und bündig verlief der erste Teil der Orientierungsversammlung. Anschliessend informierten Roman Steffen, Verkehrsplaner Verkehrsverbund Luzern, und Andreas Zemp, Leiter Technik Verkehrsbetriebe Luzern, über die Verlängerung der Trolleybuslinie 1 von Luzern nach Ebikon sowie weitere Änderungen im ÖV-Gebiet LuzernOst. Nach ihren Ausführungen traten etliche Fragen aus der Versammlung auf. Darüber wird der Rigi Anzeiger in einer nächsten Ausgabe berichten.

Als Gemeinderat und Mensch verabschiedet
«Herbert Lustenberger könnte im nächsten Jahr sein 30-Jahr-Jubiläum feiern, denn er hatte ab Oktober 1987 eine Anstellung als Finanzsekretär bei der Gemeinde Ebikon», begann Gemeindepräsident Daniel Gasser. Dann setzte er fort: «Am 1. Juli 1995 wurde er als Gemeindeamman gewählt und blieb den Finanzen treu.» Herbert Lustenberger übte bis 2008 sein Amt im 100-Prozent-Pensum aus, reduzierte dieses im Hinblick auf das neue Führungsmodell und übernahm neue Aufgaben beim Kanton im Bereich Finanzausgleich. «Er verfügt über ein finanzielles Fachwissen wie kaum ein anderer beim Kanton», ergänzte Gasser. Der Gemeindepräsident zeigte auch das vielseitige Engagement auf und offenbarte über den Mensch Herbert Lustenberger: «Er ist ein guter Analytiker, ein aufmerksamer Zuhörer, hinter seiner rauen Schale steckt ein weiches Herz. Immer bot er Hand für Lösungen, wenn es politisch klemmte.» 50 Prozent betrug offiziell das Pensum von Peter Schärli, der 13 Jahre Bauvorsteher und zugleich Gemeindevizepräsident war. Aufgrund der intensiven Planungs- und Bautätigkeit in der Gemeinde fiel seine Arbeitszeit höher aus. Gross war sein Einsatz für diverse Themen wie Entwicklungsleitbild Ebikon Q+, Weiterentwicklung Bau- und Zonenreglement, Friedhofreglement, öffentlicher Verkehr, Masterplan und Energiestadtlabel. «Als Mensch habe ich ihn immer breit interessiert erlebt, herzlich im persönlichen Umgang, selbstbewusst und kämpferisch wenn es ums Politische und seine Projekte ging. Er debattierte gerne detailliert», merkte Daniel Gasser an. Schärli und Lustenberger wurden mit lautstarkem Applaus und grossen, farbenfrohen Blumensträussen verabschiedet.