Rigi Anzeiger
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Moderne WC und Parkiermöglichkeiten

Neugestaltung der Seestrasse in Meggen

Die 172 Rückmeldungen zur Neugestaltung der Seestrasse in Meggen fallen zu den vorgeschlagenen Elementen mehrheitlich positiv aus. Am grössten ist der Zuspruch für die Sanierung der WC-Anlage, am geringsten für die Parkplatz-Lösung.

Die Seestrasse im Bereich zwischen dem Fridolin-Hofer-Platz und dem Benzeholzplatz soll sicherer und attraktiver werden. Die Nutzung des öffentlichen Raums wird der einmaligen Lage nicht gerecht. Eine Arbeitsgruppe hat zusammen mit einem Planer Konzeptideen vorgeschlagen. Die Megger Bevölkerung wurde eingeladen, sich an der Planung zu beteiligen und im Rahmen einer Mitwirkung ihre Ideen und Anregungen zu den Elementen einzubringen. Das Gestaltungskonzept Seestrasse wurde vom 19. bis 30. August 2013 im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Auf dem Fridolin-Hofer-Platz wurden in einem Bus der vbl Pläne und Visualisierungen gezeigt. An verschiedenen Standorten im Bereich der Seestrasse wurden grossformatige Visualisierungen aufgestellt, wie die Situation an den entsprechenden Punkten umgestaltet werden könnte.

Insgesamt nahmen 172 Personen und Organisationen aktiv an der Mitwirkung teil. Eine hohe Teilnahme, wie der Gemeinderat kommentiert. Und mit interessanten Voten versehen. Die verschiedenen Elemente fanden mehrheitlich Zustimmung, auch wenn die positiven Anteile unterschiedlich gross ausfielen. Am deutlichsten sprachen sich die Umfrage-Teilnehmenden für die Sanierung der Toiletten-Anlage aus. Das Kernproblem Parkplatz hingegen dürfte noch zu Diskussionen führen.

Es ist vorgesehen, dass bis im Sommer das Bauprojekt mit verbindlichen Kosten vorliegt. Daraus wird sich entscheiden, ob der Gemeinderat einen Budget- oder Sonderkredit beantragen wird. Die Meggerinnen und Megger können an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2014 darüber befinden. Mit dem Baubeginn ist frühestens 2015 zu rechnen.

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Nachgefragt bei Gemeindeammann HansPeter Hürlimann

Gibt es Rückmeldungen, die Sie überrascht haben?

Aspekte, die bis anhin nicht in Betracht gezogen wurden? Ja, ich denke da an das Bewirtschaftungssystem für das Einwässern für Boote beim Benzeholzplatz. Weiter wurde vorgeschlagen die Verlängerung des Bootssteges abzuknicken, damit mit Booten besser manövriert werden kann. Es wurden auch Anregungen betreffend Umkleidemöglichkeiten und Duschen im Bereich des Fridolin-Hofer-Platzes angeregt.

Wie fliessen diese Rückmeldungen in das Projekt ein?

Wir haben alle Rückmeldungen in Tabellenform aufgelistet und so einen guten Überblick erhalten. Der Gemeinderat wird sich an einer der nächsten Sitzungen darüber unterhalten, welche Elemente auf Grund der Rückmeldungen wie optimiert und angepasst werden müssen. All diese Angaben werden in das Vorprojekt einfliessen.

Welches Element erhält am meisten Zustimmung?

Am meisten Zustimmung und zugleich am wenigsten ablehnende Voten erhält die Sanierung der Toilettenanlage. Dies ist auch verständlich, denn diese ist in die Jahre gekommen.

Am wenigsten gut scheint das Kernelement Sanierung der Strasse/Verlegung der Parkplätze anzukommen. Was bedeutet das?

Der erste Eindruck trügt, denn von den 172 Rückmeldungen äussern sich nur deren 23 ablehnend. Hier ist der Anteil der kritischen Stimmen mit 35% jedoch am höchsten. Diese betreffend vorwiegend die Anzahl der Parkplätze und das Verkehrsregime. Hier wird der Gemeinderat gefordert sein, flexible Lösungen für die wenigen Spitzentage im Sommer zu finden.

Wie geht es konkret weiter: Wer überarbeitet das Projekt nach welchen Vorgaben?

Für die Ausarbeitung ist ein versiertes Inge-nieurbüro notwendig, welches im Bereich Wasserbau Erfahrungen aufweist. Arbeiten am See sind nämlich mit engen gesetzlichen Auflagen verbunden. Weiter wird ein Landschaftsplaner miteinbezogen. Die Vorgaben macht der Gemeinderat auf Basis der Mitwirkung, also auf Grund der Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Und wann gehts los mit der Umsetzung?

Es ist vorgesehen, dass bis im Sommer das Bauprojekt mit verbindlichen Kosten vorliegt. Daraus wird sich entscheiden, ob der Gemeinderat einen Budget- oder Sonderkredit beantragen wird. Die Meggerinnen und Megger können dann an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2014 darüber befinden. Baubeginn ist frühestens 2015.