Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Musik liegt in der Luft: Rock, Swing, Blues – diese Musiker können alles

Feldmusik Adligenswil

Aus Freude gründeten 1912 ein paar Burschen eine Musikgesellschaft in Adligenswil. Heute heisst die musikalische Truppe Feldmusik Adligenswil. Doch die pure Lust am gemeinsamen Musizieren ist geblieben. Zur Freude der Adligenswiler Bevölkerung.

01_Feldmusik Adligenswil_Gesamfoto

Die Feldmusik Adligenswil trägt viel zum aktiven Dorfleben bei.

«Schon lange hätte man in der Gemeinde Adligenswil wieder eine Musikgesellschaft gegründet, jedoch fürchtete man, es könnte mit einer neuen Musik auch wieder gehen wie es früher schon gegangen sei… …als jedoch nun einige jüngere Burschen Lust zeigten, bei einer Musik mitzuwirken, entschloss man sich zur Gründung einer Musikgesellschaft in Adligenswil.» Der Auszug aus dem Originaltext des Gründungsprotokolls gibt die damalige Stimmung gut wieder. In der Kriegs- und Nachkriegszeit 1915 bis 1917 folgten bereits erste musikalische Ausflüge, so zum Beispiel nach Greppen oder Küssnacht. Vielfach in Verbindung mit Schützengesellschaften und anschliessendem gemütlichem Beisammensein.
Die goldenen Zwanziger.
Die Musik hatte sich mittlerweile in der Gemeinde gut etabliert, bekam sogar erstmals einen finanziellen Beitrag von der Gemeinde und der Kirchengemeinde. Das Geld reichte schliesslich für die erste Uniform, jedoch war es eine aus zweiter Hand. 1922 konnte man die erste Fahne einweihen. Von da an trug der Verein den Namen Feldmusik Adligenswil. Der Verein war beliebt, die Aufführungen im Rösslisaal waren bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Krisenjahre 1930
Es sollten schwierigere Zeiten folgen. «Die Krisenzeit bekamen auch wir zu spüren; als wir mit dem Konzert zu Ende waren, warteten wir vergeblich auf den jeweils obligaten gespendeten Trunk vom Rössliwirt. Wir mussten die Vereinskasse rupfen.» Und es sollte noch schlimmer kommen. Erschwerend kamen aber in dieser Zeit noch andere Faktoren dazu: «Wegen Maul- und Klauenseuche sind alle Proben und Zusammenkünfte polizeilich untersagt. Auch das vorgesehene Konzert fällt aus.» Dies alles führte wohl dazu, dass im Jahre 1938 der gesamte Vorstand zurücktrat.

Der Nachwuchs
Trotzdem hat sich die Feldmusik stets weiterentwickelt. Heute zählt sie 28 aktive Mitglieder, die jeweils ein mitreissendes Jahreskonzert mit einem Motto einstudieren. Beliebt ist auch das Sommerkonzert, das die FMA jeweils mit Gastformationen aufführt. Die vielfältige Stückwahl, vermag ein breites Publikum anzusprechen. Als Höhepunkte im Vereinsleben gelten die Plattenaufnahmen 1982 / 1987 sowie die Hundert-Jahrfeier 2012. Grosses Augenmerk gilt der Jugendförderung. Günstige Mietinstrumente für Musikschüler gehören zum Angebot und bis 1979 wurden die jungen Musikanten durch Mitglieder der Feldmusik ausgebildet. Mit der Gründung der Musikschule 1979, wurde die Ausbildung der Blechbläser an die Schule abgetreten, worüber man bei der FMA nicht zufrieden ist: «In jüngster Zeit müssen wir feststellen, dass immer weniger Jugendliche ein Blechblasinstrument erlernen.» Dennoch ist die Hoffnung auf Nachwuchs vorhanden, zumal das Mindestalter für eine Mitgliedschaft auf 14 Jahre herabgesetzt wurde. Schule, Sport, Studium – junge Menschen sind heute sehr engagiert. Gemeinsam zu musizieren stelle dennoch eine grosse Bereicherung dar.