Rigi Anzeiger
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Mutter und Tochter reisen an die Curling-WM

Meggen: Curling hat in der Familie Kobler-Zurkirchen eine lange Tradition. Und das bringt offenbar Erfolg. Vielleicht auch an der kommenden Weltmeisterschaft in Karlstad in Schweden, wo die beiden Meggerinen antreten werden.

Mit Spitzengefühl und hoher Konzentration spielt Skip Esther Kobler- Zurkirchen ihren Stein.

Mit Spitzengefühl und hoher Konzentration spielt Skip Esther Kobler-
Zurkirchen ihren Stein.

Flurina Kobler an den Curling Schweizer Meisterschaften 2016: Der entscheidende Stein zum Meistertitel.

Flurina Kobler an den Curling Schweizer Meisterschaften 2016:
Der entscheidende Stein zum Meistertitel.

jp. Sportarten, welche Eltern mit Freude pflegen, machen oft auch dem Nachwuchs Spass. So auch bei der Megger Familie Kobler-Zurkirchen. Mutter Esther und Tochter Flurina haben vor kurzem an den Curling Schweizermeisterschaften in unterschiedlichen Kategorien den Meistertitel geholt. Mit ihrem Vierer-Team hat Esther Kobler bei den Seniorinnen den 1. Rang belegt, die zwanzigjährige Tochter Flurina erreichte im Mixed Doubles mit dem Curlingpartner Yves Hess Rang 1. Diese tollen Erfolge berechtigen Mutter und Tochter zur Teilnahme an der Curling Weltmeisterschaft im schwedischen Karlstad vom 15. bis 23. April 2016.

Hohe Ziele
In einem Gespräch berichtete die HSG-Studentin Flurina Kobler, dass sie als Kind bereits Mutter und Vater bei ihren Curling-Aktivitäten begleitet habe und selber auch Spass am Schach auf dem Eis – wie Curling wegen seiner vielen taktischen Raffinessen auch genannt wird – erhalten habe. Flurina spielte bis vor kurzem immer im Viererteam. Faszinierend findet sie, dass Curling eine Teamsportart ist, wo man sich auf die Mitspielerinnen verlassen können muss. Neben Fitness sind Fähigkeiten wie Genauigkeit, Taktik und Spielgefühl gefragt. Nachdem Flurina vor einem Jahr an den Schweizer Meisterschaften mit ihrem Bruder die neue Form Curling zu spielen, nämlich Mixed Doubles, erfolgreich probiert hatte, entschied sie sich, an der diesjährigen Meisterschaft mit Curler Yves Hess im Zweierteam zu starten. Als neues Team und eigentlich als Aussenseiter gestartet, gewann das Team Kobler / Hess an den Schweizer Meisterschaften in spannenden Spielen die Goldmedaille. Zu diesem grossen Erfolg kamen sie, weil sie den ganzen Wettkampf locker und unbeschwert aber mit mentaler Stärke angingen.
Als nächstes steht nun die Teilnahme an der Curling-Weltmeisterschaft in Schweden auf dem Programm mit dem Ziel, eine gute Klassierung zu erreichen und, wenn möglich, eine Medaille zu gewinnen. Anschliessend finden die Ausscheidungen für die Teilnahme an der Olympiade 2018 in Südkorea statt. Auch ein Mitmachen mit einem Viererteam an der Universiade in Kasachstan ist eine Zielsetzung. Und schliesslich ist der Einzug in ein Curling-Elite-Team das Ziel der jungen Frau.

Wie ein Lottosechser!
Esther Kobler-Zurkirchen hatte nach ihrer Heirat das Bedürfnis, mit ihrem Mann zusammen eine gemeinsame Sportart zu betreiben – und das war Curling. «Wir haben das Spiel mit den Steinen zum Vergnügen gewählt, als Breitensport. Mit den Jahren machte mir Curling immer mehr Freude, so dass ich mit einem Team an den Damen-Meisterschaften teilnahm. Im Jahr 2014 reichte es dem Team zum Schweizer Meistertitel. Inzwischen bin ich 50 Jahre alt und wechselte so in die Gruppe der Seniorinnen. Mit meinen Kolleginnen nahmen wir 2015 an der Curling-Schweizer Meisterschaft teil und verpassten den Schweizer Meistertitel nur knapp. Doch dieses Jahr klappte es: Wir gewannen sämtliche Vorrundenspiele und auch den Final», berichtete Esther Kobler-Zurkirchen in einem Gespräch. «Unser Team besteht aus zwei Luzernerinnen und zwei Zugerinnen. Wir trainieren wöchentlich auf dem Eis. An den Wochenenden spielen wir ab und zu ein Turnier. Wichtig für Erfolge sind der Teamgeist, eine gute Harmonie und eine hohe Motivation.» «Dass ich nun mit meiner Tochter zusammen an den gleichen Ort an die Weltmeisterschaften reisen darf, das ist für mich wie ein Lottosechser, ein grosses Glück. Fantastisch!» meinte zusammenfassend Esther Kobler.