Rigi Anzeiger

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Nach den Sturmschäden im Meggerwald

Meggen: Damit die teils noch immer blockierten Wege und Pfade im Meggerwald wieder rasch sicher begangen werden können, leistet die Gemeinde Meggen einen befristeten Beitrag an die Räumung des Sturmholzes.

Ende Januar 2018 blockierten beispielsweise gefallene Bäume den Vita Parcours im Meggerwald. Bild pd

Ende Januar 2018 blockierten beispielsweise gefallene Bäume den Vita Parcours im Meggerwald. Bild pd

pd./red. Die Waldstrasse als Hauptverbindung durch den Meggerwald wurde schon kurz nach dem heftigen Sturm «Burglinde» am 3. Januar 2018 durch den Werkdienst der Gemeinde und Forstunternehmer wieder von darauf gefallenen Bäumen frei geräumt. Viele Waldwege, auch der Vita-Parcours, sind aber auch heute kaum begehbar oder es ist mit grossen Gefahren verbunden. Die ganz oder teils umgeworfenen Bäume, welche die Wege versperren, bergen sehr grosse Risiken.

Die Räumung des Sturmholzes, aber auch des Schneedruckholzes kann sich über mehrere Wochen und Monate erstrecken. «Grundsätzlich besteht für die Waldeigentümer keine Räumungspflicht, auch nicht auf Wegen, wenn diese nicht öffentlich sind. Der Wald ist zwar frei zugänglich, gehört aber auch in Meggen, wie im ganzen Kanton Luzern, vor allem vielen privaten Waldeigentümern», teilt die Gemeinde mit. Die Räumung von Sturmholz sei zudem sehr gefährlich und sollte auch in Privatwäldern nicht durch ungeschulte gelegentlich tätige Eigentümer selber vorgenommen werden. Die Holzerei von einzelnen umgefallenen Bäumen ist auch viel aufwendiger und teurer als herkömmliche Waldnutzung, die ohnehin nur knapp kostendeckend ist. «Es braucht somit auch Idealismus und Bereitschaft der Waldeigentümer, und die Arbeiten sollten Profis überlassen werden», so die Gemeinde.

Gemeinde fördert Räumung
Gerade im Meggerwald ist die Bedeutung als sehr vielfältig genutzter Erholungswald sehr hoch und hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Die Bevölkerung erwartet, dass der Wald auch nach einem Sturmereignis rasch wieder «genutzt» und überall begangen werden kann. Der Gemeinderat hat deshalb bereits Mitte Januar beschlossen, als Anreiz einen befristeten Beitrag an die Räumung des Sturmholzes zu leisten. Das heisst, Waldeigentümer erhalten einen Räumungsbeitrag pro Kubikmeter Sturmholz, wenn dieses bis spätestens Ende April 2018 aufgerüstet und so Wege und Pfade wieder befreit sind. Die Koordination der Räumung, aber auch Holzvermarktung erfolgt durch die Selbsthilfeorganisation der Waldeigentümer «Wald Seetal Habsburg», bei der die Gemeinde selber Mitglied ist. Waldeigentümer sind aufgerufen, wenn dies noch nicht erfolgt ist, Sturmholz den Betriebsförstern zu melden. Der Gemeinderat begründet die einmalige Unterstützung nicht nur mit dem öffentlichen Nutzen für die vielen Waldgänger. Wenn Schadholz aus dem Wald entfernt wird, vermindert das auch eine spätere Borkenkäferplage und begünstigt die Gesunderhaltung des Waldes. Einen Räumungsbeitrag leistete die Gemeinde Meggen übrigens schon einmal, nämlich beim Sturm Lothar 1999, bei dem der Schaden im Meggerwald allerdings wesentlich grösser war.

Die Räumung braucht Zeit
Die Räumungsarbeiten sind bereits wenige Tage nach den Stürmen im Januar angelaufen. Diese erfolgen aufgrund der hohen Risiken von Sturmholz meist durch professionelle Unternehmen. Ausserdem schreibt die Gemeinde: «Eine punktuelle Räumung macht auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht Sinn. Vielmehr wird der Wald nun systematisch und etappiert von Schadholz befreit, vorausgesetzt die Waldeigentümer geben ihr Einverständnis. Deshalb kann es auch noch einige Zeit dauern, bis alle Wege und Pfade im Meggerwald wieder begehbar sind.» Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, Wälder weiterhin nur sehr zurückhaltend und mit grosser Vorsicht zu betreten. Signalisationen und Absperrungen seien unbedingt zu beachten.

Razli

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Leserbilder Sommer 2018

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