Rigi Anzeiger
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Nach der 2. Sek ins Kurzzeitgymi

Luzerner Regierungsrat legt Planungsbericht Übertrittsverfahren vor

Von der Sek ans Gymi wechseln: Der Übertritt ans Kurzzeitgymnasium findet idealerweise nach der zweiten Sekundarklasse statt. Der Regierungsrat legt einen entsprechenden Planungsbericht vor.

Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat einen Planungsbericht über die Übertrittsverfahren von der Primarschule in die Sekundarstufe I und von der Sekundarschule ins Kurzzeitgymnasium. Das erste Übertrittsverfahren von der Primarschule in die SekundarstufeI dauert vom Beginn der 5. bis Mitte der 6. Klasse. Es stösst gemäss einer neuen Evaluation bei allen befragten Personen auf grosse Zustimmung. Ein grösserer Veränderungsbedarf zeichnet sich daher nicht ab. Das zweite Übertrittsverfahren von der Sekundarschule ins Kurzzeitgymnasium sollte in der Regel während des 1. Semesters der 2. Sekundarklasse stattfinden. Gemäss der geltenden Verordnung würde anschliessend, nach der 2. Sekundarklasse, der Übertritt ins Kurzzeitgymnasium erfolgen. In der Praxis zeigt sich aber, dass zwei Drittel der Lernenden erst nach der 3. Sekundarklasse übertreten, obwohl die Lehrpläne des Kurzzeitgymnasiums an diejenigen der 2. Sekundarklasse anschliessen und das Niveau A auch als Vorbereitung auf das Kurzzeitgymna-sium geschaffen wurde.

Gemäss Bildungs- und Kulturdepartement ist der Übertritt ins Kurzzeitgymnasium bereits nach der 2. Sekundarklasse möglich und sinnvoll. Dies zeigen auch langjährige Erfahrungen der Kantonsschule Schüpfheim, wo der grösste Teil der Schülerinnen und Schüler ohne Nachteile nach der 2. Sekundarklasse ins Kurzzeitgymnasium eintreten. Zudem wurde mit der Neustrukturierung der Sekundarschule ab dem Schuljahr 2003/04 die 3. Sekundarklasse inhaltlich angepasst und als Vorbereitung für den Berufseinstieg konzipiert.

Der Übertritt nach der zweiten Sek bringe dem Kanton auch finanzielle Vorteile. Bei rund 120 zusätzlichen Übertritten nach der 2. Sekundarklasse haben die Gemeinden etwa 1,8 Millionen Franken mehr Schulgeld an den Kanton zu zahlen. Gleichzeitig können mit dem Übertritt nach der 2. Sekundarklasse die 3.Sekundarklassen in grossen Gemeinden zum Teil optimiert werden, was im Einzelfall zu einer Kostenreduktion führen wird. Diese Zusatzkosten für die Gemeinden würden im Projekt Leistungen und Strukturen II mehr als kompensiert, heisst es in einer Mitteilung. Des Weiteren entfallen die Pro-Kopf-Beiträge des Kantons an die Gemeinden an die früher ins Kurzzeitgymnasium eintretenden Lernenden im Umfang von 4410 Franken pro Schuljahr und Schüler. Dies ergibt eine Reduktion der Ausgaben von 529000 Franken für den Kanton. Die Anpassung des Übertrittsverfahrens von der Sekundarschule ins Kurzzeitgymnasium soll auf das Schuljahr 2016/17 hin umgesetzt werden. Dies bedingt, dass beim Übertrittsverfahren im Schuljahr 2015/2016 erstmals die neue Regelung zur Anwendung gelangt.