Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Natur kennen, schätzen und schützen

GV der Pro Rigi auf Rigi Kaltbad

Die Rigi-Wächter haben im vergangen Jahr 357 Wachtberichte verfasst. Beobachtungen über Tier- und Pflanzenwelt, aber auch Verstösse gegen Richtlinien und Umweltsünden sind darin aufgelistet. Zur Sensibilisierung bietet Pro Rigi ab Mai kostenlose Pflanzenexkursionen an.

Die Pro Rigi zählt fast 600 Mitglieder und setzt sich für die Anliegen der Natur an der Rigi ein. Am 16. März 2013 wurde die 46. Generalversammlung im Hotel Rigi-Kaltbad auf Rigi Kaltbad abgehalten. Die Pro Rigi setzt sich für die Interessen der Natur ein. Wie Wachtchef Koni Strassmann erklärte, hat der Mensch die Natur zum Verbrauchsmaterial der Technik gemacht. Für die Auswirkungen dieser Handlungsweise übernehme er jedoch die Verantwortung nicht. «Die Folgen des rücksichtslosen Tuns und der Ausbeutung unserer Erde werden nun langsam sichtbar. Wir Menschen müssen erkennen, dass wir die Erde nur als Lehen auf Zeit haben. Ebenso müssen wir unsere Grenzen erkennen. Grenzen des Wachstums, Grenzen des bebaubaren Bodens, Grenzen der Ressourcen, Grenzen des Habens usw.»

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Die Rigi-Wächter haben in 357 Wachtberichten über Tierbeobachtungen, Pflanzenfunde, Wegzustand, Erdrutsche, Verschmutzungen, Autofahrten (auf der autofreien Rigi) usw. erzählt. So konnte sogar im Rigigebiet ein Adler und ein Birkhuhn gesichtet werden. Wie jedes Jahr werden die Mitglieder der Pro Rigi am Mittwoch, 15. Mai 2013, eine Rigiputzete durchführen. Helfer wollen sich beim Tourismusbüro Kaltbad melden.

Geführte botanische Exkursionen
Vom 15. Mai bis 24. Juli 2013 bietet die Pro Rigi jeden Mittwoch kostenlos geführte botanische und naturkundliche Exkursionen an. Man trifft sich jeweils um 10 Uhr bei der Station Rigi Kaltbad, Ecke Dorfladen. Unter kundiger Leitung lernen die Gäste auf einer dreistündigen Wanderung die Flora, Fauna und Geologie der Rigi näher kennen. Weitere botanische Exkursionen finden jeweils an den Samstagen vom 1. Juni, 6. Juli und 3. August statt. An diesen Tagen trifft man sich um 10 Uhr bei der Station Rigi-Staffel.

Mitglieder der Pro Rigi sind auch verantwortlich für das Ausstecken der beiden Blumenpfade im Gebiet Chänzeli-Grat und First-Felsenweg. Blumentafeln mit dem Namen und Foto werden neben den wachsenden Blumen aufgestellt. So lernen die Betrachter die Rigiflora aus erster Hand kennen, und wer die Natur kennt, der lernt sie schätzen und wer die Natur schätzt, wird sie schützen. Ziel der Pro Rigi ist es, dass die Besucher die Pflanzen schützen und stehen lassen. Aus diesem Grunde hat die Pro Rigi die Herstellung eines Blumenprospektes realisiert, der gratis an den Rigi-Bahn-Stationen aufliegt. Eine zweite Auflage folgt im Herbst 2013. Auf 2014 will die Pro Rigi einen Pro-spekt mit Tierspuren realisieren.

Beliebte Rigi Originale
Bereits seit einem Jahr stehen die «oRIGInale» beim Rigi Chänzeli im Einsatz. Es sind dies Leute aus der Region, die den Wanderern, Besuchern und Gästen jeweils an Wochenenden Auskunft über die Rigi und die Region erteilen. Ihre Arbeit wir besonders geschätzt und kommt bei den Rigi-Gästen hervorragend gut an. Die «oRIGInale» stehen wieder ab Ostern beim Chänzeli im Einsatz. Auch auf Rigi-Scheidegg wird versucht eine Gruppe von «oRIGInalen» aufzubauen.

Ein gemeinsames Rigibillett
Josef Odermatt von der Rigi-Plus AG orientierte über die koordinierte Vermarktung der Rigi. Eingebunden in die Rigi-Plus AG sind die Bahnen auf die Rigi, die Hotels auf der Rigi, das Rigibad, die Tourismusorganisationen und die Rigi-Produzenten. Die gemeinsamen Marketingaktionen wenden rund eine halbe Million Franken auf. Es wird ein gemeinsames Rigibillett angestrebt, das für alle Bahnen auf der Rigi Gültigkeit hat. Dieses Billett wird in Zonen eingeteilt. Dadurch lassen sich Rundfahrten mit neun Bahnen beliebig kombinieren. Dies ermöglicht interessante Rigiwanderungen

Faszination Imkerei
Ruth Schaffner, Vorstandsmitglied der Pro Rigi, erzählte nach der Versammlung von der Faszination der Bienen. Vor sechs Jahren hat sie angefangen selber Bienen zu betreuen. In einem Volk sind rund 30000 bis 50000 Bienen. Pro 1 Kilogramm Honig sind rund 1,5 Millionen Blütenbesuche notwendig. Dabei befruchten sie die Blüten. Die Bienen legen dafür rund 100000 Kilometer zurück. Dies entspricht dem Weg 2,5 Mal um die Erde. Die Arbeitsbienen sind für das Putzen, die Brutpflege, Sicherheitsdienst und Nahrungsammeln verantwortlich. Die Lebensdauer beträgt im Sommer 3 bis 6 Wochen, im Winter 6 Monate. Die Königin legt pro Tag rund 1500 Eier. Diese entwickeln sich in 21 Tagen vom Ei, zur Made, zur Larve und zur Biene. Eine Königin lebt ca. 5 Jahre. Die Drohnen, Lebensdauer 3 bis 7 Wochen, sind zuständig für die Besamung der Königin. Das Bienensterben wird hauptsächlich durch die Varroa Milbe verursacht, die als Parasit im Bienenstock lebt. Diese Milbe wird jeweils im Sommer mit Ameisensäure im Bienenstock vernichtet. In dieser Zeit kann der gesammelte Honig der Bienen nicht verwendet werden. Ruth Schaffner: «Für seine immense Arbeit wird der Imker zu wenig honoriert, die sinnvolle Arbeit und der grosse Nutzen für die Natur entschädigen jedoch für den Einsatz.» www.prorigi.ch