Rigi Anzeiger
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Nein zur Zentrumsgestaltung mit Tunnel

Ebikon Die Grünliberalen fordern eine Zentrumsentwicklung, die auf Qualität, Innovation und die Mitwirkung der Bevölkerung setzt. Dies soll aus ihrer Sicht auf der Grundlage der Leitidee des Masterplans geschehen, weil mit diesem Werkzeug eine gute Qualität garantiert werden könne.

pd./red. Die GLP Ebikon bezieht sich in einer Mitteilung zur Tunnelidee des Architekten Roland Huwiler und spricht sich gegen die Gemeindeinitiative «Ebikon lebt» aus. Sie findet, dass der Masterplan Lösungen ermöglicht, welche ein attraktives Zentrum bewirken, unter anderem mit Begegnungszone, qualitative und innovative Gebäude samt belebten Wegen und Plätzen, die auf einander abgestimmt sind. «Natürlich sind die viel gewünschten Querverbindungen mit Überführungen auch möglich. Diese Ansätze können Ebikon ein wirklich neues Gesicht geben. Die Behauptung der Initianten, dass der Masterplan keine Lösung für ein attraktiveres Dorfzentrum aufzeige, ist nicht zutreffend und führt die Bevölkerung in die Irre», schreibt die GLP. Ferner werfe das «Tunnellochprojekt» eine seriöse und nachhaltige Zentrumsentwicklung um Jahre zurück und würde die Gemeindekasse stark belasten – wodurch Steuererhöhungen unumgänglich werden würden.

Das Tunnelprojekt gemäss den Plänen des Architekten Roland Huwiler. Bild pd

Das Tunnelprojekt gemäss den Plänen des Architekten Roland Huwiler. Bild pd

Mit Innovationen und Gestaltung die Kantonsstrasse aufwerten
Weiter meint die GLP: «Die Aufenthaltsqualität entlang der Kantonsstrasse kann mit einer optimierten Gestaltung, Temporeduktionen, Flüsterbelägen, einer attraktiven Begrünung und breiteren Wegen für Fussgängerinnen und Fussgänger nachhaltig verbessert werden. Zudem ist bezüglich künftiger Mobilitätsmöglichkeiten eine flexible Gestaltung wichtig, statt den Langsamverkehr abzutrennen. Es gilt die Kantonsstrasse zu zähmen, ohne die Kapazität zu verringern. Da der Strassenraum in Ebikon räumlich eine grosszügige Breite aufweist, ist dies eine gute Ausgangslage für innovative Gestaltungs-­ und Mobilitätslösungen – gerade mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung und Elektrifizierung des Verkehrs. Ebikon hat hier Voraussetzungen, welche andere Gemeinden nicht haben. Diese Chance sollte proaktiv genutzt werden statt künftige Bedürfnisse mit einem Tunnel zu verbauen. Zwischen Bahnhof und Kirche soll auf der Riedmattstrasse eine Begegnungszone entstehen mit qualitativ hochwertigen Bauten, die Ebikon ein positives Gesicht geben. In den Erdgeschossen sind öffentliche und kommerziellen Nutzungen geplant. An dieser Lage, wo sich wichtige Wege und Plätze kreuzen, wird eine ungezwungene Begegnung der Bevölkerung ermöglicht, ohne vom Verkehrslärm gestört zu werden. Das Tunnellochprojekt behindert diese Zentrumsentwicklung und schafft stattdessen zwei hässliche und lärmemittierende Tunnelportale. Die konservative und starre Strassenraumgestaltung des Tunnellochprojekts verhindert ferner für Generationen weitere Entwicklungen und Nutzungen im Dorfzentrum.»