Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Neue Seepromenade als 1. April-Scherz?

Meggen: Samstagabend, 31. März, kurz vor Mitternacht: Auf der Redaktion des Rigi Anzeiger trifft der Bericht «Meggen wird um eine Perle reicher» mit der Visualisierung einer neu gestalteten Seepromenade ein. Diese sehen dann am Sonntag darauf auch Passanten als grosses Plakat am Megger Seeufer. Prompt löst sie Diskussionen aus.

cek. Der Bericht schien äusserst glaubwürdig und wurde als Meilenstein für Meggen bezeichnet. Mit einem futuristischen Touch kam die Visualisierung daher. Erste Recherchen machten dann stutzig. Zwar hatte der Gemeinderat im Herbst 2015 die Sanierung und Neugestaltung der Seestrasse für 4 Millionen Franken an der Gemeindeversammlung vorgestellt, die Stimmbevölkerung schickte dann jedoch das Projekt bachab. Als Siegerprojekt hatte das Architekturbüro Lötscher ihre Idee propagiert und als Baustart den Herbst 2018 bekannt gegeben. Doch gab es nie eine Ausschreibung und aufgrund des abgelehnten Sonderkredites, ist eine derart kurzfristige Realisierung unmöglich. Dann waren noch die Autorennamen Erich Kunz und Beat Hinz sowie das falsche Bild des Megger Korporationsbürgers Josef Scherer, die eigentlich auf einen 1. April-Scherz hätten schliessen können. Doch zu professionell waren der Bericht und Visualisierung. Gefallen an der Idee des Architekturbüros fanden viele. «Es gab sogar Leute aus Zürich, die Interesse für Mietplätze von Ruderboots-Abstellplätzen gemeldet haben», verriet Peter Wagner vom Architekturbüro Lötscher. Kommt nun die Neugestaltung der Seepromenade wieder ins Rollen? Eher nicht, denn wie Gemeindepräsident Urs Brücker auf Anfrage sagte, sei das Projekt des Architekturbüros Lötscher baurechtlich unmöglich zu realisieren. Dieses tangiere das unter Kantonalem Denkmalschutz stehende Areal St. Charles sowie die Landwirtschaftsschutz- und Parkzone. Letzteres wurde 1986 von den Meggern Stimmbürgern genehmigt. Seither ist die einzigartige Landschaft am See mit ihren herrschaftlichen Anwesen und grossen Parks geschützt.

Ginge es nach dem Megger Architekturbüro Lötscher, könnte die Seepromenade in Meggen so aussehen. Visualisierung Lötscher Architektur GmbH, Meggen

Ginge es nach dem Megger Architekturbüro Lötscher, könnte die Seepromenade in Meggen so aussehen. Visualisierung Lötscher Architektur GmbH, Meggen