Rigi Anzeiger
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Neue Ziele

Meggen: In neuer Zusammensetzung ist der Megger Gemeinderat am 1.September 2016 in die neue Amtsperiode 2016–2020 gestartet. In einem längeren Prozess hat er sich neue Ziele erarbeitet, diese definiert und in einer Sonderbroschüre der Bevölkerung bekannt gegeben.

Meggens Gemeindepräsident Urs Brücker.

Meggens Gemeindepräsident Urs Brücker.

jp. Das Leitbild der Gemeinde Meggen enthält Visionen und längerfristige Zielsetzungen. Für den Gemeinderat ist es ein wichtiges Planungs- und Führungsinstrument, welches nicht nur das Handeln der Behörden, sondern auch jenes der Verwaltung, der Betriebe, der Aussenstellen und der Kommissionen bestimmt. Am aktuellen Leitbild der Gemeinde Meggen sind im Hinblick auf die neue Amtszeit nur kleinere Änderungen und Ergänzungen vorgenommen worden, wie Gemeindepräsident Urs Brücker in einem Gespräch erklärte. Hingegen sind in einem intensiven Prozess neue Legislaturziele erarbeitet und definiert worden, die in einer Sonderbroschüre dargestellt sind.

Zu den Legislaturzielen 2016 – 2020 hat Gemeindepräsident Urs Brücker zu einigen Fragen in einem Interview Stellung genommen:

Wie ist der Gemeinderat bei der Erarbeitung der Legislaturziele 2016 – 2020 vorgegangen?
Kurz nach Beginn der neuen Amtsperiode traf sich der Gemeinderat zu einer zweitägigen Klausur, um die neuen Legislaturziele auszuarbeiten – zum Teil auch im Beisein von Kadern der Verwaltung. Gewisse Zielsetzungen bauen auf Vorhaben auf, die schon in der vorangehenden Legislatur Thema waren und jetzt eine Fortsetzung, eine Erweiterung oder Vertiefung finden. Andere Punkte werden in einem Prozess, in einem Brainstorming gesammelt, bewertet und dann ausgewählt und definiert. Die Struktur der Legislaturziele orientiert sich stark an den Hauptaufgaben der Gemeinde.

Nach welchen Gesichtspunkten wurden die Ziele priorisiert?
Eine eigentliche Priorisierung der Ziele haben wir nicht vorgenommen. Gewisse Zielsetzungen sind wegen ihrer Komplexität, Vielschichtigkeit in der Broschüre mit einigen Sätzen umschrieben. Andere sind wegen ihrer Verständlichkeit und klaren Messbarkeit unter «Weitere Vorhaben» aufgeführt. Aber mit dieser Unterteilung ist keine Gewichtung der Ziele verbunden.

In welchen Bereichen möchten Sie persönlich besondere Schwerpunkte setzen? Warum?
Für mich ist die Siedlungsentwicklung ganz wichtig. Es geht darum, in die Zukunft zu schauen. Wohin geht die Reise? Die innere Verdichtung ist ein nationales Ziel. Entlang unserer Kantonsstrasse bietet sich Handlungsspielraum an, den wir näher betrachten und mitgestalten wollen. Dazu werden wir unter anderem das Siedlungsleitbild überarbeiten.
Einen weiteren Akzent möchte ich in der Aktivierung des Dorflebens setzen. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner sich an der Mitgestaltung des kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Lebens beteiligten.
Ein Schwerpunkt ist für mich die Förderung der Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Es ist erstaunlich, wie viele Arbeits- und Ausbildungsplätze Meggen anzubieten hat. Diese Angebote sollen erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden.
Die Kommunikation mit der Bevölkerung, eine gesunde Nähe zu unseren Bürgerinnen und Bürgern sind ganz wichtig. Da sind wir auf einem guten Weg. Die Stimmung ist erfreulich. Dazu gilt es Sorge zu tragen.
Die Förderung der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien sind mir ein wichtiges Anliegen. Angestrebt wird das Energiestadt-Label Gold.

Unter der Rubrik «Allgemeine Verwaltung» ist unter anderem die Revision der Gemeindeordnung vorgesehen und damit auch das Gemeindeführungsmodell und die Gemeindeorganisation zur Diskussion gestellt. Wie ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in diesem zentralen Anliegen vorgesehen?
Aufgrund der Einführung des Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2) ist der Gemeinderat verpflichtet, bis zum 1. Januar 2018 die Gemeindeordnung in einer Teilrevision den neuen gesetzlichen Vorgaben anzupassen. Dazu haben eine Kerngruppe und eine teilweise politisch zusammengesetzte Kommission die Arbeit bereits aufgenommen. In der erweiterten Kommission sollen unter anderem auch das Führungsmodell der Gemeinde, die Frage nach den Kompetenzen einer Bildungskommission, die Vorgehensweise bei Einbürgerungen oder auch die Beibehaltung der Gemeindeversammlung zur Diskussion gestellt werden. Bei diesen letzteren Anliegen soll der Puls gefühlt, die Stoss­richtung eruiert werden. Je nach Ergebnis wird eine weitere Revision der Gemeindeordnung notwendig sein. Bei diesen Änderungen wäre auch eine breitere Information und Vernehmlassung erforderlich. Ergibt sich kein Revisionsbedarf, wird die Kommission wieder aufgelöst.

Ziele setzen ist das eine – diese auf ihre Realisierung und vor allem auch auf Qualität und Nutzen zu überprüfen ist das andere. Wie geht der Gemeinderat das Qualitätsmanagement an?
Gewisse Ziele sind klar messbar formuliert und die Zielerreichung lässt sich exakt überprüfen. Andere sind offen formuliert, ohne klar quantifizierte Messgrössen; da versuchen wir in intensiven Beurteilungsgesprächen den Erfüllungsgrad zu ermitteln. Selbstverständlich ist diese Einschätzung jeweils relativ und subjektiv. Gewisse Optimierungen im Qualitätsmanagement sind aber durchaus noch denkbar.

Welche Qualitäten, Standortvorteile der Gemeinde Meggen sind für Sie für die nächsten Jahre von zentraler Bedeutung?
Für mich gilt: Qualität vor Quantität. Ich wünsche mir eine ausgewogene Bevölkerungsentwicklung, ein qualitatives Wachstum, eine innere Entwicklung im Kerngebiet. Klar ist ein ausgeglichener Finanzhaushalt mit einem attraktiven Steuerfuss ein wichtiger Standortfaktor. Weiter ist eine hohe Dienstleistungsqualität von Bedeutung, nicht nur von der Verwaltung, sondern auch von den Behörden. Ein vielfältiges Gemeinschaftsleben, der gegenseitige Kontakt, offene Begegnungen, der Respekt, das Verständnis für Gemeinsames aber auch Unterschiedliches sollen in unserer Gemeinde Platz haben.

 

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