Rigi Anzeiger
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«Nicht erfreulich aber verkraftbar»

Ebikon: Bei einem Gesamtaufwand von CHF 7 9412 200.– und einem Gesamtertrag von CHF 77 128 900.– schliesst der Voranschlag für das Jahr 2016 bei der Laufenden Rechnung mit einem Defizit von CHF 2 283 300.– ab.

Finanzvorstand Herbert Lustenberger präsentierte die Zahlen.

Finanzvorstand Herbert Lustenberger präsentierte die Zahlen.

An der schwach besuchten Orientierungsversammlung orientierte die Gemeinde Ebikon am vergangenen Montag detailliert über den Voranschlag 2016, über den am 15. November an der Urne abgestimmt wird. Bei Ausgaben von CHF 3 895 000.– und Einnahmen von CHF 1 050 000.– ergibt sich bei der Investitionsrechnung eine Zunahme der Nettoinvestitionen von CHF 2 845 000.–. Insgesamt betragen die Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen CHF 2 611 000.–. Beim Budget für 2015 resultierte ein Aufwand-Überschuss von CHF 1 974 200.–. Es wird ein unveränderter Steuerfuss von 1,90 Einheiten vorgeschlagen. Die im kommenden Jahr anfallenden Aufgaben und Ausgaben können nicht nur mit selbst erarbeiteten Mitteln finanziert werden. Unter Berücksichtigung der vorhandenen liquiden Mittel beträgt der Fremdkapitalbedarf CHF 3 000 000.–. Finanzvorstand Herbert Lustenberger bilanzierte die finanzielle Lage mit den Worten: «Das Budget ist nicht gerade erfreulich, aber dank gesunder Finanzlage verkraftbar.»

Ja zur Controlling-Kommission
Die Frage an die Stimmberechtigten wird am 15. November wie folgt lauten: «Wollen Sie dem Voranschlag 2016, dem Steuerfuss von 1,90 Einheiten sowie der Fremdmittelaufnahme von CHF 3 000 000.– zustimmen?» Gemeinderat und Controlling-Kommission empfehlen dieser Vorlage zuzustimmen. Die aktuelle Finanzlage der Gemeinde ist gesund. Die guten Rechnungsabschlüsse der letzten Jahre führten zu einer soliden Basis. Die Verschuldung konnte stark reduziert und ein Eigenkapital von 9,9 Millionen Franken gebildet werden. Die verschiedenen kantonalen Steuergesetz-Revisionen, wie auch die Senkung des kantonalen und kommunalen Steuersatzes, führten zu einer merklichen Entlastung der Steuerpflichtigen. Für das laufende Jahr zeichnet sich ein negatives Ergebnis in der budgetierten Grössenordnung ab. Für 2016 wird erneut ein Aufwand-Überschuss budgetiert. Mit fast 2,3 Millionen Franken fällt er sogar noch etwas höher als der diesjährige aus.

Immer mehr Aufgaben
Mit Beginn des Schuljahres 2015/16 wurde in Ebikon der zweijährige Kindergarten eingeführt. Im laufenden Schuljahr werden fünf zusätzliche Kindergartenabteilungen geführt. Die Schülerzahlen an der Primarstufe und der ausserschulischen Betreuungsangebote nehmen zu. Das bedingt zwei zusätzliche Primarschul-Abteilungen und zusätzliches Personal. Parallel muss Schulraum bereit stehen. Zusätzliche Angebote der Gemeinde Ebikon (im Känzeli ambulante und temporäre Betreuung und Pflege, neue Bibliothek, neue Informatikinfrastruktur Volksschule usw.) belasten die Laufende Rechnung. Die Stellenpläne der Verwaltung, der Schulverwaltung, der Schulliegenschaften wachsen überdurchschnittlich. Neue Aufgaben, höhere Fallzahlen und das neue Führungsmodell der Gemeinde sind wesentliche Gründe. Demgegenüber werden ab 1. September 2016 die Pensen der Gemeinderäte kleiner. Herbert Lustenberger zum Schluss: «Dank dem vorhandenen Eigenkapital kann eine Durststrecke verkraftet werden. Trotzdem sind rechtzeitig Massnahmen einzuleiten, die wieder zu ausgeglichenen Rechnungen führen. Ich rechne in den kommenden Jahren mit einer Steigerung des Steuersubstrats um rund drei Prozent.»
Text & Bilder Felix von Wartburg