Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Offene Türen in einem geschichtsträchtigen Kleinod

Weggis: Die einmalige Gelegenheit zur Besichtigung der Villa Senar liessen sich die Weggiser nicht entgehen. Auf der rund eineinhalbstündigen Führung ertönten Kostproben aus den Werken des russischen Komponisten Serge Rachmaninoff. Urs Ziswiler, Heinz Horat und Martin Schilliger führten durch Haus und Garten.

Am Salon werden die Besucher der Villa Senar von einem Transparent des Komponisten Serge Rachmaninoff empfangen.

Am Salon werden die Besucher der Villa Senar von einem Transparent des Komponisten Serge Rachmaninoff empfangen.

Das «Arbeitszimmer» mit dem Original Steinway-Flügel.

Das «Arbeitszimmer» mit dem Original Steinway-Flügel.

Elisabetha Aeppli wohnt seit 1999 und betreut das Haus,  Alphons Fässler regelt am Tag der offenen Türe den Besucherstrom. Bilder ju und zVg

Elisabetha Aeppli wohnt seit 1999 und betreut das Haus,
Alphons Fässler regelt am Tag der offenen Türe den Besucherstrom. Bilder ju und zVg

ju. Knapp 150 privilegierte Weggiser kamen am vergangenen Samstag in den Genuss einer Führung durch Salon, Haus und Garten der Villa Senar auf der Hertensteiner Halbinsel. Die Villa des russischen Komponisten Serge Rachmaninoff, der von 1930-1938 dort lebte, durfte im Rahmen der 800-Jahr-Feier des Rigidorfes besichtigt werden. Begrüsst wurden die Besucher an der Zinnenstrasse 6 von Urs Ziswiler, Stiftungspräsident der Serge Rachmaninoff Foundation.

Stiftung sucht nach Lösungen
2012 verstarb Alex Rachmaninoff, Stiftungsgründer und Enkel des Musikers – das Anwesen steht seitdem leer. Ziswiler steht in Kontakt mit den vier Kindern von Alexander, aber auch mit den Luzerner Regierungsräten Schwerzmann und Wyss und sucht stiftungskonforme Lösungen. Bis Ende 2017 müssen diese gefunden sein sonst geht die Liegenschaft an den Kanton Luzern. «Mein Traum wäre eine russisch-schweizerische Begegnungsstätte an der die Werke gepflegt, der Standort aber auch zum Teil öffentlich gemacht werden könnte», sagt ein optimistischer Macher aus der Diplomatie. Viele persönliche Gegenstände des ursprünglichen Besitzers, Möbel und Teile der Einrichtung sind noch erhalten. Auch der Flügel, eine extralange Einzelanfertigung von Steinway zum 60. Geburtstag des Komponisten, steht spielbereit im Salon. Die Besucher durften sich von Maria, Studentin am Konservatorium Luzern, Kostproben anhören, darunter «Etude tableau», Opus 39.

«Raser» Rachmaninoff
Darauf entführte Historiker Heinz Horat durch Wohn- und Essraum im Erdgeschoss nach oben zu den vier Schlafzimmern mit je eigenem Bad. Beeindruckt zeigten sich nebst den Weggiser Besuchern auch zwei Architektur-Studenten der ETH, die im Rahmen eines Projekts einen Film über das legendäre Haus im Bauhaus-Stil drehen werden. Horat begeisterte mit Anekdoten und Geschichten über Rachmaninoff und dessen Vorliebe für Geschwindigkeit. Er sei nicht nur mit dem eigenen Wagen zwischen Paris und Hertenstein hin und her gependelt «Start jeweils um 5 in der früh, Ankunft um 5 Uhr nachmittags». 1932 hatte er sich ein sieben Meter langes Motorboot gekauft und preschte damit jeweils in 15 Minuten von Hertenstein nach Luzern.

Ruhe und Kraft im Garten
Gestartet ist er im eigens vergrösserten Bootshaus am 200 Meter langen Seeanstoss. Was Martin Schilliger, Gärtner und Baumpfleger, auf dem Rundgang auf den 22 000 m2 grossen Grundstück zu erzählen weiss. Seit 1930 stehen die ältesten Bäume, darunter Robinien, Tulpenbäume, Ardennentannen und eine amerikanische Eiche, um nur einige zu nennen. Die Familie Schilliger pflegt den Garten seit 1970 und ist pro Woche einen Tag mit bis zu drei Personen damit beschäftigt. Vor dem Wohnbereich betritt man erst eine quadratische Terrasse mit Pavillon, daran anschliessend ein Stück geometrischen Garten bevor sich geschwungene Linien im Landschaftsgarten fortsetzen. Bis sich der unvergleichlich schöne Blick von der Hertensteiner Halbinsel über den Trichter des Vierwaldstättersees und in die gegenüberliegenden Berge öffnet.

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