Rigi Anzeiger
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Originell inszeniert, brilliant gespielt

Root: Die über 30-köpfige Brassband der Musikgesellschaft begeisterte an ihrem Jahreskonzert mit originellen Einlagen und Arrangements ihres Dirigenten Roman Caprez.

cek. Die Arena in Root drohte vor allem am zweiten Konzertabend der Brassband aus allen Nähten zu platzen. Wen wundert’s, hat sich doch dieses Korps in den letzten Jahren unter der Leitung von Roman Caprez merklich in seiner konzertanten Qualität gesteigert. Eröffnet wurde das Jahreskonzert am vergangenen Freitag von der Young Wind Band Rontal sowie am Samstag von der First Groove Band Rontal. Sie erstaunten mit ihrem Können, spielten sorgfältig und konzentriert.

Fahrt durch Root
Mit «Horizons» von Paul Lovatt-Cooper nahm die Brassband zuerst das Publikum mit auf eine Fahrt durch Root inklusive einer Filmeinspielung auf Leinwand. In weiteren Kompositionen wie «Gabriellas Song» von Stefan Nilsson oder «Canterbury Choral» von Jan Van der Roost wussten die über dreissig Musikantinnen und Musikanten mit einem exzellenten Spiel zu begeistern. In der zweiten Konzerthälfte überraschte das Korps mit zwei Arrangements ihres Dirigenten Roman Carprez, so denn mit «Bridge of Light» von Pink und «Ghost love score» von Tuomas Holopainen («Nightwish»). Gerade letzteres war eine besondere Herausforderung, zumal dieses Lied aus orchestralen, kraftvollen wie auch feinen Parts sowie aus unterschiedlichen Gesangslinien und Chor besteht. Brillant wie dies Caprez arrangierte und die Brassband es umsetzte. Bei diesem wie auch anderen Stücken traten zudem immer wieder Solisten hervor.

Humor und Strupper
Für den humorvollen Part sorgte Igi Büeler und sein Sohn Fantastico alias Patrick Degen aus Root. Der Komödiant entlockte am laufenden Band Lacher und wusste auf magische oder «schlitzohrige» Art zu tricksen. Einen wahren Begeisterungssturm und Zugabe-Rufe lösten die Percussionisten mit ihrer rythmischen Strupper-Einlage aus. Diese war schlichtweg sensationell. Dass die Brassband der Musikgesellschaft Root ein qualitativ hohes Spielniveau aufweist, bewies sie bereits vergangenen Juni am Kantonalen Musikfest in Sempach. Hier ging sie als Sieger in der Parademusik hervor und belegte den zweiten Platz in der Konzertmusik.