Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Politik beginnt vor der Haustüre

Meggen: Wie man Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule für «Politische Bildung» gewinnen kann, zeigte die Lehrerschaft des Schulhauses Zentral in der Abendschule vom vergangenen Donnerstag. Die Jugendlichen glänzten mit flotten Auftritten und fundierten Statements.

jp. Die Sekundarschule Meggen pflegt die Tradition, im November Eltern, Behörden, Schulinteressierte und Ehemalige zur Abendschule einzuladen. Der Anlass beginnt mit einem Risottoessen aus bester Küche. Um 20 Uhr startet die Abendschule mit Kurzlektionen in den Klassenzimmern. Dieses Jahr stand «Politische Bildung» auf dem Besuchsprogramm.

Der Bund – was ist das?
Im Zimmer 12 lautete das Thema «Der Bund kurz erklärt». Schlag auf Schlag präsentierten Zweierteams verschiedene Parteien auf Bundesebene, berichteten aus der Geschichte des Bundeshauses, erläuterten die Zauberformel, zeigten die Struktur des Bundesgerichts auf und stellten die heutige Zusammensetzung des Bundesrates vor. Frisch und munter, mit einem Spickzettel in der Hand, wurde von den Jugendlichen ein anschauliches Kurzportrait vom «Bund» gezeichnet.

Todesstrafe wieder einführen?
In der zweiten Besuchsrunde wurde in einer 3. Sekundarklasse über die Wiedereinführung der Todesstrafe debattiert. Zuerst brachten zwei Schülerinnen die Pro-Argumente in die Diskussion ein, wie Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Gewaltverbrechern, oder «ein Mörder hat nichts anderes verdient». Die Todesstrafe hat abschreckende Wirkung. Die Kontra-Gesichtspunkte vertraten ein Schüler und eine Schülerin. Niemand sollte über Leben und Tod entscheiden. Mit der Todesstrafe werden nicht selten Unschuldige umgebracht. Es war Aufgabe der Jugendlichen, die Pro- und Kontra-Gründe in einem Statement überzeugend vorzutragen. Das ist ihnen gut gelungen. Anschliessend ging die Frage an den anwesenden Gemeindepräsidenten Urs Brücker, wie er denn eine Rede vorbereite. Wie er zu seinen Fakten und Daten komme. Ob er Reden selber schreibe. Ob jemand die Entwürfe gegenlese. Ob er nervös sei, Lampenfieber habe vor einem Auftritt. Frisch heraus erklärt er, dass er seine Ansprachen selber schreibe. Dass er Recherchen zum Inhalt im Internet mache oder in Büchern Informationen suche. Dass etwas Spannung vor einer Rede gut sei. Wichtig sei der Blick ins Publikum. Emotionen zeigen. Mimik und Gesten spielen lassen.

Pro-Argumente zur Wiedereinführung der Todesstrafe werden von den 3. Sekundarschülerinnen Nadine und Natascha vorgebracht.

Pro-Argumente zur Wiedereinführung der Todesstrafe werden von den 3. Sekundarschülerinnen Nadine und Natascha vorgebracht.

Begegnung mit Politikern
Das grosse Finale folgte in der Turnhalle. Im Zuhörerbereich warteten viele Eltern und Jugendliche auf den Auftritt von «echten» Politgrössen: auf den vollzähligen Megger Gemeinderat, auf eine Kantonsrätin und einen Kantonsrat, auf einen Bundesrichter in spe und zwei Jungpolitiker. Die Begrüssung durch Schüler und Schülerinnen zur Podiumsdiskussion erfolgte in deutscher, französischer und italienischer Sprache. Sprachen lernen lohnt sich offenbar! Zwei Schüler, es waren die Präsidenten des Megger Schülerrates, stellten abwechselnd mit gezielten Fragen die Podiumsteilnehmenden an ihren Stehtischen mit Mikrofon vor: Herr Gemeindepräsident Urs Brücker, wird man als Politiker geboren? Oder: Herr Gemeindeammann Hürlimann, wann sind Sie in die Politik eingestiegen? Oder: Herr Martin Wirthlin, wie sind Sie zu Ihrem Richteramt gekommen? Nach einer interessanten Frage-Antwort-Runde – auch unter Einbezug der Schülerschaft – folgte die Schlussfrage an die Politikerinnen und Politiker: «Was möchten Sie uns Schülerinnen und Schülern auf den Weg geben?» «Engagiert euch! Interessiert euch für das Geschehen in der Gemeinde! Politik ist Alltag! Politik beginnt vor der Haustür! Ihr Jugendlichen seid unsere Zukunft!» waren die aufmunternden Worte der Podiumsteilnehmenden. Zum Dank und als Zeichen der Wertschätzung erhielten die Politikerinnen und Politiker von den Jugendlichen ein Glas selbst gemachte Konfitüre.

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