Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Projekt für Wohn- und Pfarreiräume

Inwil: Die katholische Kirchgemeinde veranstaltete einen Projektwettbewerb mit einer Zwischen- und einer Schlusspräsentation aller Teams. Einstimmig hat sich eine aus Fachleuten und Sachexperten bestehende Jury für das Projekt der Luzerner Architekten Leng­acher Emmenegger PartnerAG entschieden.

pd./red. Auf der Parzelle neben der Kirche plant der Kirchenrat die Erstellung von neuen Räumen für das Pfarramt und die Kirchgemeinde mit zusätzlichen Wohnungen. Er verfolgt damit das Ziel, die Immobiliensituation zu optimieren und für die Zukunft den neuen geänderten Rahmenbedingungen im entstehenden Pastoralraum möglichst flexibel zu begegnen. An der Kirchgemeindeversammlung vom 23. November 2015 stimmten die Anwesenden einem Kredit für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs zu. Fünf Architektenteams nahmen daran teil und reichten vielfältige und spannende Projekte ein. Das einstufige Studienvergleichsverfahren fand im Zeitraum von Januar 2016 bis Juli 2016 statt. Die Aufgabe für die fünf eingeladenen Teams umfasste die Planung einer architektonisch hochstehenden, ökologischen und wirtschaftlichen Überbauung. Erstellt werden sollen Räume für die Pfarrei sowie Mietwohnungen im mittleren Preissegment, die vom Auftraggeber langfristig gehalten werden. Den räumlichen Bezügen zum Friedhof, dem Bach und dem Dorfplatz war im Wettbewerb ein besonderes Augenmerk zu schenken.

So soll die Parzelle neben der Kirche in Inwil dereinst aussehen. Bild pd.

So soll die Parzelle neben der Kirche in Inwil dereinst aussehen. Bild pd.

Beschrieb des Siegerprojektes
Alle eingeladenen Teams haben Ende April ein Projekt eingereicht. Die Jury traf sich insgesamt vier Mal und beurteilte die Projekte nach architektonisch-städtebaulichen, ökonomischen und ökologischen Kriterien. Nach eingehenden Diskussionen empfahl sie einstimmig das Projekt der Luzerner Architekten Lengacher und Emmenegger Partner AG zur Weiterbearbeitung. Ihren Entscheid begründet sie damit, dass der Vorschlag der Architekten Lengacher und Emmenegger Partner AG von einer klaren Analyse der unterschiedlichen Bereiche im Planungsgebiet – dem Kirchenareal, der Wohnzone und dem angrenzenden Dorfplatz – ausgeht. Weiter geht aus dem Bericht der Jury hervor: «Der Raumbedarf der Pfarrei wird innerhalb dem durch die Friedhofmauer begrenzten Kirchenareal zugeordnet. Damit wird nicht nur dieses Areal befestigt, sondern auch ein klares Zeichen für die kirchliche Nutzung dieser Räume gegeben. Der Pfarreiraum mit Pfarramt wird so an die nordwestliche Ecke der Friedhofmauer gesetzt, dass die prägende Achse vom Portikus der Kirche zum Dorfplatz erhalten bleibt. Sekundärelemente begrenzen den Vorplatz des Pfarreigebäudes gegenüber dem Friedhof und zum Dorfplatz. Die wohl überlegte Platzierung der verschiedenen Elemente an diesem Ort wirkt selbstverständlich und schafft eine direkte Beziehung vom Dorfplatz zum Kirchenareal.
Im schlichten Pfarreigebäude sind die verlangten Nutzungen so knapp wie möglich gehalten, aber in räumlich spannender Ausformulierung untergebracht. Die Materialisierung dieses Gebäudes wird folgerichtig, entsprechend den Gebäuden auf dem Kirchenareal, mural ausgeführt. Die geöffnete Verbindung von der Hauptstrasse zum Dorfplatz entlang der westlichen Friedhofmauer bildet eine klare Zäsur zur reinen Wohnnutzung auf dem dahinterliegenden Areal. Ein quadratischer Baukörper mit der Seitenlänge des benachbarten Gebäudes wird äusserst präzis in die vorab definierte Wohnzone gefügt. Die Höhenentwicklung bleibt im Rahmen der Nachbarbauten. Ein differenziert ausgebildeter Dreispänner bietet auf vier Geschossen elf unterschiedliche Wohnungen in verantwortungsbewussten Gesamtflächen an. Ein Gemeinschaftsraum im Untergeschoss und eine allgemein nutzbare Dachterrasse runden das Angebot ab. Hervorzuheben ist auch die differenzierte Gestaltung des Aussenraumes, die den Wohnbau in seiner Eigenständigkeit unterstützt und je spezifische Bereiche schafft. Dieser Beitrag überzeugt durch seine Klarheit aufgrund genauer Analyse. Die kirchliche Nutzung beschränkt sich auf das absolut Notwendige und die Wohnnutzung schöpft das Potential im Sinne einer sinnvollen Verdichtung aus. Die Trennung in zwei Gebäude ermöglicht es zudem, das Projekt finanziell klarer in einen Teil Finanzinvestition (Wohnen) und einen Teil Aufwertung der Pfarreiinfrastruktur (Saalgebäude) abzubilden.»

Ausstellung
Sämtliche Projekte werden der Öffentlichkeit am Donnerstag, 29. September um 18Uhr an der Vernissage der Projektausstellung im Gemeindezentrum Möösli in Inwil präsentiert. Die Ausstellung bleibt an diesem Tag bis um 21 Uhr geöffnet und wird mit einer Information seitens Kirchenrat von 19.30 bis 20 Uhr ergänzt. Zudem ist die Ausstellung am Freitag 30. September von 18 bis 21 Uhr und am Samstag 1. Oktober 2016 von 9 bis 12 Uhr öffentlich zugänglich.

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