Rigi Anzeiger
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Protest gegen Rigibahnen-Shop

Rigianer sehen Existenz des Dorfladens auf Kaltbad bedroht

330 Personen haben eine Petition unterzeichnet, die ihren allgemeinen Unmut über das Projekt eines neuen Bahnhofs auf Rigi Kaltbad sowie Befürchtungen äussert, wonach der im Neubau geplante Shop Dorfladen und Sportkiosk existentiell bedrohen könnte.

Die 330 Unterschriften wurden von Joe Felber, dem Initiant der Petition, dem Weggiser Gemeindeammann Baptist Lottenbach persönlich übergeben. Dabei auch einige Gesinnungsgenossen Felbers. Den zum Anlass erschienen Medienvertretern wurden drei A4-Blätter ausgehändigt, auf denen der Unmut über das Bahnhofprojekt unterschiedlich gewichtet und zum Teil mit widersprüchlich zum Ausdruck kam.

Die Kernfakten: Am liebsten hätten Joe Felber und seine Mitkritiker Einsprache gegen das am 11. Dezember 2013 von der Gemeinde Weggis genehmigte Projekt erhoben. Erst bei der Projektaussteckung hätten sie die tatsächliche Höhe des Projektes erkannt. «Man fühlt sich getäuscht», heisst es in der Petition. Die Passage zwischen dem neuen Bahnhof und dem Dorfplatz sei zu eng. Das Personal im neuen Bahnhof sei länger anhaltendem Durchzug ausgesetzt. Vor allem aber werde der geplante Bahnhof-Shop die beiden nahe gelegenen, einheimischen Verkaufsläden, nämlich den Sportkiosk und den neuen, grosszügigen Dorfladen so konkurrenzieren, dass deren Existenz bedroht sei. «Diese im Dorfkern enthaltene, sehr gut funktionierende Infrastruktur muss so in ihrer Wirtschaftlichkeit erhalten bleiben und duldet keine Konkurrenz», schreiben die Petitionäre.

Petition gegen neuenKiosk auf Rigi-Kaltbad
Vor versammelter Lokalpresse überreichen die Petitionäre dem Weggiser Gemeindeammann die Petition mit 330 Unterschriften.

 

Seit zwei Jahren ohne Bahnhofgebäude

Weil ihnen die 20-tägige Eingabefrist angesichts der Festtage als zu knapp erschien, haben sie sich für eine Bittschrift – also eine Petition – entschieden. Darin wird der Gemeinderat Weggis gebeten, von der Bewilligung eines Bahnhof-Shops abzusehen. Gleichzeitig werden die Rigibahnen zu einem Verzicht auf den geplanten Shop aufgefordert. Darüber hinaus soll das Projekt bezüglich seiner Fläche und Höhe redimensioniert werden. Gemeindeammann Lottenbach nahm Petition und die verbale Kritik am Projekt mit freundlichem Verständnis entgegen. Und bemerkte auf die Frage, was er nun mit der Petition zu tun gedenke, dass man ein halbes Jahr Zeit habe, darauf zu reagieren. Bis dann wird der Bahnhof Neubau wohl schon in vollem Gange sein.

Seit rund zwei Jahren operieren die Rigi-Bahnen ohne Bahnhofgebäude auf Kaltbad. Eine Situation, die in vielerlei Hinsicht nicht mehr länger zumutbar sei, findet Direktor Peter Pfenninger. «Einerseits drängen die Petitionäre auf die endliche Fertigstellung der Grossbaustelle auf Rigi-Kaltbad. Anderseits versuchen sie jetzt eben diese Fertigstellung weiter zu verzögern», wundert er sich. Die zu eng kritisierte Passage, sei nach Verhandlungen im Vorfeld der Baubewilligung durch die Gemeinde bereits massiv vergrössert worden. Und was den Shop anbelangt, so bestehe dieser im Wesentlichen aus zwei Kühlvitrinen mit Getränken und Snacks sowie einer Auswahl an Souvenirartikeln. «Er ist am ehesten vergleichbar mit unserem Shop an der Talstation in Vitznau und er konkurrenziert mit den auf Reisende ausgerichtetem Angebot ganz sicher nicht einen Dorfladen mit Gütern für den täglichen Bedarf», versichert Pfenniger. Zudem zählten die Rigi Bahnen zu den Aktionären der im September 2011 gegründeten Rigi Dorfladen AG. «Und wir konkurrenzieren nicht einen Betrieb, an dem wir mitbeteiligt sind», sagt Pfenniger.

Erhoffte Eröffnung Frühling 2015

Das geplante Bahnhofgebäude soll multifunktional sein und sowohl bahntechnische, als auch touristische Dienstleistungen sowie Erfrischungen für Reisende und Wartende anbieten. «Es wird ein Arbeitsplatz für je nach Situation zwischen einem und drei Mitarbeitern sein. Also im Schnitt zwei», erklärt Pfenniger.

Er hofft, dass die Einsprachen soweit bereinigt werden können, dass im kommenden Mai mit dem Bau begonnen werden kann. «Dann wären wir bis im Oktober soweit, dass wir über den nächsten Winter den Innenausbau realisieren könnten», rechnet er vor. Apropos rechnen: Dem Rigi-Bahnen-Direktor kommen die 330 Unterschriften auf der Petition etwas spanisch vor. «Das sind ja mehr, als Menschen auf Rigi-Kaltbad wohnen», mutmasst er. Und dürfte damit wohl richtig liegen. Sogar der Initiant der Petition, Joe Felber wohnt nicht auf der Rigi. «Ich besitze dort eine Wohnung, die ich vermietet habe.»

 

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