Rigi Anzeiger
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Raiffeisen behauptet sich in schwierigem Umfeld

Region: Das genossenschaftliche Bankenmodell bewährt sich auch in einem schwierigen Marktumfeld. Das zeigen die 2014er Zahlen des Raiffeisenverbandes.

hf. Der Verband der Raiffeisenbanken Luzern ist 2014 um den Verband der Ob- und Nidwaldner Raiffeisenbanken erweitert worden. Ihm gehören nun 24 regionale Genossenschafts-Banken mit 65 Geschäftsstellen an. «Der Zusammenschluss war ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Tradition von Raiffeisen in der Zentralschweiz», erklärte Verbandspräsident Kurt Sidler an der Bilanzmedienkonferenz in Luzern. Mit dem Zusammenschluss habe die Effizienz gesteigert werden und Synergien könnten genutzt werden. Der Kostendruck werde eher noch zunehmen, erwartet Sidler angesichts der «dynamischen» Finanzbranche einerseits und der weiter zunehmenden Regulationsdichte andererseits. Raiffeisen setze weiterhin auf das bewährte Genossenschaftsmodell und die Kundennähe durch das flächen-deckende Geschäftsstellennetz.

In ihrem ersten gemeinsamen Jahr erwirtschafteten die Banken des Luzerner und Ob-Nidwaldner Kantonalverbandes eine Bilanzsumme von 12,255 Milliarden Franken (plus 5,5 Prozent) und einen Jahresgewinn von annähernd 14 Millionen. Im Kerngeschäft konnten die Luzerner und Ob-Nidwaldner Raiffeisenbanken in beiden Bereichen auch 2014 ein unverändert solides Wachstum erzielen (Hypotheken 10,2 Mia. +4,9 %; Kundengelder in Spar- und Anlageform 8,4 Mia. +6,5%). Im Hypothekargeschäft hätten die Raiffeisenbanken ihren Marktanteil weiter ausbauen können, erklärte Kurt Sidler. Dabei verwies er auf die nach wie vor «strenge und konservative Belehnungspraxis» – dadurch bleibe «das Risiko für die Banken tief, auch wenn die Zinsen steigen oder die Immobilienpreise wider Erwarten sinken sollten». Im Zinsengeschäft hätten die 2014er Zahlen «trotz den historischen Tiefzinsen auf einem stabilen Niveau gefestigt werden können», wieder ein moderates Wachstum: 135,9 Millionen Franken oder plus 0,3 Prozent weist diese Rubrik aus. 2015 werde dieses Geschäftsfeld die grosse Herausforderung sein, erklärte Sidler.

Gewachsen und damit breiter geworden sind die Raiffeisenbanken auch an ihrer Basis: 162’229 Genossenschafterinnen und Genossenschafter (plus 1558) sind die «Träger» der Raiffeisenbanken im Verband der Raiffeisenbanken in Luzern und in Ob- und Nidwalden. Stolz verwies Kurt Sidler auch auf die aktive Rolle der Banken im Sponsoring von lokalen und regionalen Aktivitäten in Freizeit, Sport und Kultur. Auch das ist Ausdruck der Kundennähe und Ortsverbundenheit der Genossenschaften.