Rigi Anzeiger
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Raritäten und Schützenswertes in Vitznau

Sonderausstellung «BAU-DENK-MAL» im Museum Vitznau-Rigi

Zur Saisoneröffnung zeigt das Museum Vitznau-Rigi eine Sonderausstellung: «BAU-DENK-MAL» stellt Objekte in den Fokus, die die Denkmalpflege des Kantons Luzern in den Gemeinden Greppen, Vitznau, Weggis und auf der Rigi erfasst hat, sowie seltene, nie verwirklichte Baupläne.

Bereits das Treppenhaus im Museum Vitznau-Rigi ist gesäumt mit zahlreichen A4-Blättern, einem Teil der von der Denkmalpflege des Kantons Luzern erfassten Objekte der Gemeinden Greppen, Vitznau und Weggis. Sie setzt sich in den Räumen auf dem zweiten Stock fort. Fein säuberlich sind die Objekte beschrieben, als erhaltens- und schützenswert bezeichnet. Beileibe sind darunter nicht nur Häuser und Gebäude, die ein hohes Alter aufweisen. Prägnante, architektonische Bauten finden hier auch ihre Erwähnung. Der rundförmige Informationspavillon neben der Schiffsstation Weggis, der 1956 erbaut und unter den Dienstleistungs- und Tourismusbauten aufgeführt ist, wird als schützenwertes Objekt gezeigt. Er stellt eher eine seltene Bauart dar. Zu den Ausnahmen gehören auch Wegkreuze oder Brunnen. Die Denkmalpflege selbst präsentiert sich auf grossen Informationstafeln, zeigt ihre Aufgaben, Ziele, Bewertungskriterien und vieles mehr auf. «Wir möchten mithelfen, ohne den Mahnfinger zu heben, die Besucher zu sensibilisieren zum guten Alten Sorge zu tragen und gutes Neues zu gestalten», begründet Museumsleiter Jörg Ch. Diehl diesen Teil der Sonderausstellung.

Ein Sami Sawiris des frühen 20. Jahrhunderts

Das Museum hat auch ein paar Kostbarkeiten aus dem Archiv geholt, wie beispielsweise die Pläne des einstigen schwerreichen Kaufmanns und Lebensmittelunternehmer sowie königlich-bayerischen Geheimen Kommerzienrat, Adolph Brougier, der seinen Lebens-abend in einer Villa in Vitznau verbrachte. Er gab auf eigene Kosten Studien für – einfach ausgedrückt – Neu- und Umbauten des gesamten Dorfes Vitznau mit Hotels, Villenviertel, Schulhaus, Strandbad, Altersheim, Bahnhof und Remisen der Rigi-Bahn in Auftrag. Auch die Pläne eines nie verwirklichten Traumschlosses namens «Kurhaus Rigiblick – Burg-Hotel» in Weggis werden gezeigt. Bescheidener zeigt sich hingegen auf Ansichtskarten das «einfache» Hotel von Lux Guyer, die 1924 ihr Architekturbüro in Zürich eröffnete und in kürzester Zeit durch ihre Wohnbauten für junge Familien, allein lebende, berufstätige Frauen, Studentinnen und ältere Menschen bekannt wurde.

Kurzreferat und Einblicke

Im Rahmen der Sonderausstellung findet am Freitag, 27. Juni, ein Kurzreferat mit zirka einstündigem Rundgang durch Vitznau mit Mathias Steinmann, Leiter des Bauinventars, statt. Start ist um 17.30 Uhr in der Aula des Schulhauses. Das Museum Vitznau-Rigi präsentiert überdies die permanente Ausstellung über Land und Leute der Region Greppen, Vitznau, Weggis und Rigi, Rigi-Bahn, Tourismus und Vitznau. Der Eintritt zu beiden Ausstellungen ist kostenlos. Öffnungszeiten bis 21. September: Mittwoch bis Samstag, 16 bis 18 Uhr, sowie am Sonntag von 10 bis 12 Uhr.
www.regionalmuseum.ch

Das «Kurhaus Rigiblick – Burg-Hotel», mit Farbstiften vom Architekten Jacques Gros gezeichnet, blieb ein nie verwirklichter Traum.

Das «Kurhaus Rigiblick – Burg-Hotel», mit Farbstiften vom Architekten Jacques Gros gezeichnet, blieb ein nie verwirklichter Traum.