Rigi Anzeiger
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Redimensionierte Kneippanlage wird realisiert

Gisikon: Nach kurzer Diskussion hiessen rund 60 Stimmberechtigte die Aufwertung des Naherholungsgebietes Feldhof mit Elementen einer Kneippanlage gut.

Nach mehreren Fragen stimmten die Gisikoner der Aufwertung des Naherholungsgebietes Feldhof zu.

Nach mehreren Fragen stimmten die Gisikoner der Aufwertung des Naherholungsgebietes Feldhof zu.

cek. 375’000 Franken stehen Gisikon für die Aufwertung des Naherholungsgebietes Feldhof zur Verfügung. Das Geld stammt von der Eigentümerschaft, die die Überbauung Feldhof realisiert. «Wird das Geld nicht für den vorgesehenen Zweck verwendet, wird die Gemeinde vertragsbrüchig und muss es zurückzahlen», sagte Gemeindepräsident Alois Muri. Gemeinderat Josef Lötscher zum Projekt: «Es ist vielseitig und es wird nicht nur eine Kneippanlage errichtet, sondern auch etwas für die Erholung geboten werden.» Er zeigte auf, dass die Aufwertung des Naherholungsgebietes unter anderem Teiche, Rasenplatz mit Spiel- und Fitnessgeräten, einen Treffpunkt mit Sitzgelegenheiten und Bäumen sowie einen Panoramasitzplatz enthalten wird: «Von hier wird man auf den Pilatus, zum Napf und bis ins Reusstal blicken können.» 325’000 Franken betragen die Kosten für die Aufwertung. 50000 Franken werden für Unterhaltsarbeiten verwendet werden. «Wir rechnen mit 4000 Franken jährlich», äusserte Lötscher. Um sich finanziell auch in Zukunft abzusichern, erarbeitete der Gemeinderat ein Konzept. Das sieht vor, dass auswärtige Besucher eine Benützungsgebühr (Erwachsene fünf und Kinder drei Franken) bezahlen. Gisikoner haben freien Zugang zur Anlage. 3000 Franken Eintrittsgelder schätzt die Gemeinde zu generieren. Ferner soll eine IG ins Leben gerufen werden. «Als Ansatz für diese Kostenrechnung dienten uns Angaben der Kneippanlage in Flühli», offenbarte Lötscher. Man wolle die IG nach der Realisierung des Projektes angehen. Naturgegeben werde auch eingezäunt. Bedenken äusserte ein Versammlungsteilnehmer zur Finanzierung der Unterhaltskosten: «Die IG müsste mindestens 100 Mitglieder haben, damit jährlich 3000 Franken generiert werden können.» Der Sprechende zweifelte auch an den Eintrittseinnahmen von 3000 Franken und unterstrich: «Wir sind nicht Flühli.» Josef Lötscher: «Wir mussten eine Annahme treffen und glauben, dass wir richtig liegen.» Er wies auch auf die Möglichkeit hin, dass – wie in Flühli – Schulklassen das Gebiet besuchen werden. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Projekt grossmehrheitlich zu.

Steuersenkung in Sicht
«Viele Gemeinden mussten ihren Steuerfuss anheben. Wir sind in der glücklichen Lage ihn beizubehalten, trotz Wegfall der Liegenschaftssteuer», äusserte Alois Muri mit Blick auf die Finanzen. 1,7 Steuereinheiten (seit 2011) verrechnet Gisikon, und ist zurzeit eine der steuergünstigsten Gemeinden im Rontal. Gemäss Finanzplan will die Gemeinde auf das Jahr 2017 die Steuern um weitere 0,05 Einheiten senken. Zustimmung fand an der Versammlung der Voranschlag 2015, der mit einem Aufwandüberschuss von 18600 Franken abschliesst sowie die Investitionsrechnung mit einem Einnahmenüberschuss von 350’000 Franken. Im Weiteren wurde Reto Birrer als Nachfolger für die aus der Schulpflege zurückgetretene Susanne Spahr-Weber gewählt.

Unterschriften für Fussgängerstreifen
Mit der Einführung von Tempo 30 auf der Wissehrlistrasse verzichtete Gisikon auf Geheiss des Kantons auf einen Fussgängerstreifen in der Nähe des Schulhauses und setzte eine Markierung mit gelben Füssen auf grünem Hintergrund um. Etliche Gisikoner wollen den Fussgängerstreifen zurück, sammelten Unterschriften. «46 aus Honau und 79 aus Gisikon kamen zusammen. Diese werden wir dem Kanton weiterleiten. Wir erwarten seine Stellungnahme», sagte dazu Josef Lötscher.

So soll das Naherholungsgebiet Feldhof nach der Aufwertung aussehen.

So soll das Naherholungsgebiet Feldhof nach der Aufwertung aussehen.