Rigi Anzeiger
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Rege Mitwirkung bei neuer Zentrumsgestaltung

Küssnacht: Bei der Neuen Zentrumsgestaltung – wie die flankierenden Massnahmen (FLAMA) zur Südumfahrung neu heissen – läuft die Planung auch im Sommer auf Hochtouren. Im Rahmen der Mitwirkung sind rund 70 Stellungnahmen eingegangen. Bis im November 2017 werden mit den betroffenen Personen und Organisationen Gespräche geführt.

Die Küssnachter Bahnhofstrasse wird ab 2020 von der Durchgangsstrasse zum attraktiven Einkaufsort umgestaltet. Bild pd

Die Küssnachter Bahnhofstrasse wird ab 2020 von der Durchgangsstrasse zum attraktiven Einkaufsort umgestaltet. Bild pd

pd./red. Mit den Flankierenden Massnahmen FLAMA zur Südumfahrung soll gewährleistet werden, dass der Durchgangsverkehr auf die Umfahrung verlagert und der Verkehr im Zentrum beruhigt wird. Gleichzeitig soll mit gestalterischen Massnahmen der Strassenraum aufgewertet werden um die Aufenthaltsqualität für Anwohner und Besucher und die Einkaufsattraktivität zu erhöhen. Deshalb wird der technische Begriff «FLAMA» durch «Neue Zentrumsgestaltung Küssnacht» ersetzt.

Breiter Einbezug aller Betroffenen
Im Rahmen der Mitwirkung sind beim Bezirk rund 70 Stellungnahmen von Privaten sowie Organisationen und Kommissionen eingegangen. Die Eingaben zur Mitwirkung
wurden ausgewertet und schriftlich beantwortet. Mit rund 60 betroffenen Grundeigentümern werden bis November Gespräche geführt. Die Ergebnisse aus den Gesprächen helfen mit, Detailfragen zu klären und fliessen in die laufenden Projektarbeiten ein. Im Weiteren fanden auch bereits Gespräche mit dem Amt für öffentlichen Verkehr, den Verkehrsbetrieben und der Behindertenorganisation ProCap statt. Die grössten Herausforderungen – so der Bezirk – seien die teils sehr engen Platzverhältnisse und die Lage und Ausgestaltung der Bushaltestellen. Aufgrund des sehr beschränkten Raumes in Küssnacht gelte es, viele Abhängigkeiten zu berücksichtigen. Der Bezirk ist zuversichtlich, dass die Anforderungen aufeinander abgestimmt und unter einen Hut gebracht werden können.

Augenmerk auf Parkierung und Aufenthaltsqualität
Einen Grossteil der Eingaben betrafen die Parkierung und die Bewirtschaftung der Parkplätze. Der Bezirksrat hat die Planer damit beauftragt, die Parkierung besonders zu berücksichtigen. Aktuell sieht der Projektentwurf einige Parkplätze mehr vor als heute vorhanden sind. In Ergänzung zum eigentlichen Projekt der neuen Zentrumsgestaltung werden ergänzende Projekte angestossen. So soll der Suchverkehr im Zentrum mittels eines Parkleitsystems besser gelenkt, das bestehende Parkierungskonzept überarbeitet und aktualisiert sowie die Orientierung für auswärtige Fussgänger verbessert werden.

Über die Massnahmen und deren Fortschritt wird der Bezirksrat mit der Projektauflage der neuen Zentrumsgestaltung orientieren. Neben den Verkehrsthemen war in den Stellungnahmen auch die Aufenthaltsqualität ein wichtiges Anliegen. Diese ist in den aktuellen Projektplänen noch zu wenig ersichtlich. In der weiteren Projektierung werden die Aufenthaltsbereiche und deren Gestaltung (Plätze und Begrünungen, etc.) und Möblierung (Bänke, Abfalleimer, etc.) konkretisiert und detaillierter dargestellt.
Als neuer Projektteil wurde zusätzlich die Chlausjägergasse in die neue Zentrumsgestaltung aufgenommen. Damit soll die Gelegenheit genutzt werden, dort bei der Kanalisation das Trennsystem einzuführen.

Die hauptsächliche Umsetzung der Massnahmen ist für das Jahr 2020 vorgesehen.
Einzelne Massnahmen mit kleineren baulichen Veränderungen oder kleinere Signalisationsmassnahmen sollen bereits ab 2019 umgesetzt werden.