Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Reifen wechseln, Noten zählen, Haare föhnen

Megger Lehrstellenparcours in Zusammenarbeit von Schule und Gewerbeverein

Der Lehrstellenparcours war für die Jugendlichen der 1. Sekundarschule wiederum ein Hit. 17 Megger Betriebe liessen die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen blicken.

Die drei Sekundarschüler treffen bei der Garage «Autowelt Meggen AG» ein. Nach einem Händedruck fragte der Betriebschef die Jugendlichen, ob sie das Übergewand dabei hätten, zum Erstaunen der jungen Gäste. «Nein, nein, wozu denn?» «Ja, in der Autowerkstatt bekommt man schmutzige Kleider und Hände!» meinte Gian-Carlo Rudolf, Leiter der Autowelt, leicht schmunzelnd. Doch dann trat Ivo Tschopp, ein junger Mitarbeiter, zur kleinen Gruppe hinzu und bot einen Rundgang durch den Betrieb an. Zuerst eine Treppe hinunter, ins Reifenhotel. Unzählige Autoräder waren hier eingelagert. Die Jungs staunen über einen eleganten BMW, der neu aufpoliert wurde. Von der Ölabscheideanlage über den Waschraum und der eigentlichen Werkstatt ging es dann zur Reifenmontagemaschine. Hier durften die Jugendlichen selbst Hand anlegen und einen Pneu ab- und wieder aufmontieren. Das machte Spass. Dass die präsentierte Lehre nicht mehr Automechaniker sondern Automechatroniker heisst, zeigte sich bei der Einstellung der Achsgeometriekomponenten am Computer. Wie die Radspur oder der Radsturz an einem Auto optimal eingestellt werden können, das war hoch interessant.

Reifen wechseln in der Werkstatt der «Autowelt Meggen AG».

Reifen wechseln in der Werkstatt der «Autowelt Meggen AG».

Tresorraum und Notenzählmaschine
Acht Jugendliche haben sich für einen Besuch der Megger LUKB-Zweigstelle interessiert. In einem Theorieraum wurden die sieben Knaben und ein Mädchen in die Geheimnisse des Bankwesens, in das vielfältige Tätigkeitsgebiet der Luzerner Kantonalbank eingeführt. Fasziniert war die Gruppe von der Schnelligkeit der Notenzählmaschine und vom Tresorraum im Untergrund der Bank. Dass auf Sicherheit grossen Wert gelegt wird, spürten die Schülerin und die Schüler auch beim Auf- und Zuschliessen der Türen von einem Raum zum anderen. Zum Abschluss des Einblicks in die Bankenwelt galt es, zehn Wettbewerbsfragen zu beantworten. Fabienne Maillard, die Betreuerin der Gruppe, freute sich, drei Preise an die Siegerin und zwei Sieger verteilen zu dürfen. Und zu guter Letzt gab es für alle noch ein T-Shirt, einen Schreibblock und einen Kugelschreiber.

Nach der Theorie und dem Rundgang durch die Bank wurden Wettbewerbsfragen beantwortet.

Nach der Theorie und dem Rundgang durch die Bank wurden Wettbewerbsfragen beantwortet.

Wow, diese riesigen Weintanks!
Etwas andere Dimensionen bezüglich Betriebsgrösse erlebte eine Fünfergruppe von Knaben in der Weinfirma Scherer & Bühler. Hier führte Markus Gautschi die Jugendlichen in die Berufsfelder des Winzers und Weintechnologen ein. Dass das Thema «Wein» in den Köpfen der Knaben noch wenig verankert ist, zeigte sich bei der Frage nach der Motivation für diese, weshalb sie sich für diese Betriebsbesichtigung entschieden haben: Weil ich den Beruf des Weintechnologen nicht kenne; weil die Eltern daheim von Wein reden, ich aber nichts verstehe; weil wir selber daheim ein paar Reben haben. Gautschi zeigte den Jungen auf, dass sowohl der Winzer wie auch der Weintechnologe mit der Natur lebten. Ohne Trauben gäbe es keinen Wein. Die Rebberge bedürften einer sorgfältigen Pflege. Die Natur gäbe die Arbeitszeit vor.
Scherer & Bühler bietet pro Jahr drei Ausbildungsplätze in Weintechnologie an. Nach der dreijährigen Lehre können verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten gewählt werden. Bei Scherer & Bühler kann der ganze Lehrgang im Betrieb abgeschlossen werden. Die Firma betreut den Rebberg Meggenhorn, verfügt selber über ein grosses Weingut in Frankreich und importiert und verarbeitet Weine aus der ganzen Welt. Nicht nur das Bürogebäude imponierte den Jugendlichen, Erstaunen und Ah und Oh lösten im Betriebsgebäude auch die riesigen Weintanks in Edelstahl aus.

Naturberufe mit modernster Technik: Winzer und Weintechnologe.

Naturberufe mit modernster Technik: Winzer und Weintechnologe.

Frisieren mit Gel
Ein dankbares «Opfer» fand die Mädchengruppe, die mit einem Mitschüler zusammen den Coiffure-Salon Beauty Hairstylist Empire of Hair besuchte. Dem Knaben wurden die Haare gewaschen, dann geföhnt und mit Gel frisiert. Nebst der Chefin, Nusreta Ribic, durften auch die jungen Damen die Haartracht ihres Mitschülers «bearbeiten». Natürlich wurde immer wieder höflich gefragt, ob der Föhnstrahl nicht zu heiss sei. Ob die Haare hier oder dort anliegen oder eher in einen Kamm münden sollten. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen, wie ein Blick in den Spiegel zeigte.

Chefin Nusreta Ribic zeigt den Schülerinnen, wie sie Julians Haare fönen sollen.

Chefin Nusreta Ribic zeigt den Schülerinnen, wie sie Julians Haare fönen sollen.