Rigi Anzeiger
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Roger Federers Götti auf der Bühne

Meggen: Die Wiederaufnahme der Niederdorfoper weckt grosse Emotionen. Morgen Samstag ist Premiere. Thuri Dubach, im Musical in der Rolle Schaaggi Baumanns, eines Antiquitätenhändlers, aber im wirklichen Leben der Götti des Tennisstars Roger Federer, erzählt, wie er sich auf der Megger Bühne fühlt.

Thuri Dubach mit dem Plakat zur Niederdorfoper. Bild jp.

Thuri Dubach mit dem Plakat zur Niederdorfoper. Bild jp.

jp. «1995 begann meine Karriere als Schauspieler bei der Theatergesellschaft Meggen (TGM). Der Präsident der TGM und Regisseur der aktuellen Aufführung, Hans Duss, konnte mich für das Theaterspielen gewinnen. Die kleine Niederdorfoper stand damals auf dem Programm. Ich schlüpfte in die Rolle des Polizisten Müller III. Aufgrund unseres grossen Erfolgs traten wir 1996 mit der Niederdorfoper in Kanada, in Calgary und Vancouver auf. In den folgenden Jahren machte ich in weiteren Produktionen der Theatergesellschaft mit, wie im ‹Schwarzen Hecht›, ‹Anatevka› oder im Musical ‹Can Can›. Zum 20-jährigen Jubiläum der TGM 2015 fragte mich Hans Duss, ob ich nochmals bei der Niederdorfoper mitmachen würde. Aber nicht mehr als Müller III, sondern als Schaaggi Baumann. Ich habe mich in die Rolle vertieft – und sagte zu.»

Begeistertes Echo
«Die letztjährigen Aufführungen waren sehr erfolgreich. Wahrscheinlich die erfolgreichste Inszenierung, welche die TGM je auf die Bühne brachte», fährt Thuri Dubach im Gespräch fort. Die Zeitungskommentare im vergangenen Jahr lauteten gemäss Flyer entsprechend: «Was die Megger Bühnentruppe zeigte, verdient schon beinahe das Prädikat ‹professionell›. Es stimmte einfach alles.» Oder «Wer nicht hingeht, verpasst etwas Grossartiges.»

«Aufgrund der vielen positiven Reaktionen, begeisterter Zuschriften und der grossen Nachfrage hat der Vorstand der Theatergesellschaft entschieden, unsere kleine Niederdorfoper nochmals auf die Bühne zu bringen», erklärt Dubach mit freudiger Miene. «Nach meinem Ferienaufenthalt in Südafrika mit Roger Federers Eltern waren die Proben für mich ganz intensiv. Aber das machte Freude und Spass. Wir sind eine gute Truppe!»

In eine Rolle schlüpfen
«Meine Rolle als Schaaggi Baumann ist interessant und spannend. Auf der einen Seite sehe ich mich als gemütlicher Antiquitätenhändler, auf der anderen Seite habe ich eine Tochter, die nicht so will, wie ich es möchte. Deshalb muss ich etwas energisch werden. Das kann ich auf eine Art ausleben, die mir nicht eigen ist. Ich muss streng sein mit der Tochter Ruth. Und wenn ihr ‹angehimmelter André› zugegen ist, verliere ich ab und zu die Nerven und werde laut. Aber zum Schluss löst sich dieser Familienzwist in Minne auf. Die Welt ist wieder in Ordnung.»

Ist Roger Federer dabei?
Thuri Dubach ist mit Leib und Seele auf der Bühne. Rollen, die mit Komik und Klamauk verbunden sind, entsprechen seiner Art. Etwas aus der Reihe tanzen. Nicht der gewöhnliche Alltag. Er identifiziert sich gerne mit einer etwas ausgefallenen Rolle. Auch der Megger Theatergesellschaft fühlt er sich sehr verbunden. Es erstaunt deshalb nicht, dass er sein «Patenkind» Roger Federer zum Besuch des Musicals nach Meggen eingeladen hat. Ob und wann der Tenniscrack allenfalls im Gemeindesaal auftaucht, das bleibt ein Geheimnis. Auf jeden Fall gilt für die kleine Niederdorfoper: Wer nicht hingeht, verpasst etwas Grossartiges!