Rigi Anzeiger
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«Root hat viele Gesichter»

Heinz Schumacher, Gemeindepräsident Root

Es hat manchmal auch sein Gutes, wenn man das Ziel nicht auf Anhieb erreicht. Bis ich den Kirchweg in Root gefunden hatte, lernte ich die Quartiere bei der Kirche kennen – vorwiegend neuere und neueste Mehrfamilienhäuser mit grosszügig gestalteten, verkehrsarmen Aussenräumen und viel Ausblick ins Grüne.

schumacherDort findet man schliesslich den kurzen Kirchweg, an dessen hinterstem Ende die Familie Schumacher wohnt. Noch liegt das Einfamilienhaus am Rand des Dorfes. Das wird sich bald ändern. In unmittelbarer Nachbarschaft künden Profilstangen von der Überbauung «Wohnpark Brunnenmatt». Wenn sie realisiert ist, wohnen Schumachers nicht mehr am Rand des Dorfes, sondern im Zentrum eines der neuen Wohnquartiere in der aufstrebenden Gemeinde. Der Blick hinüber zum sanften Hügelrücken am Hasliwald im Westen wird dann durch die neue Überbauung verstellt.

Damit hat Heinz Schumacher kein Problem. «Auch wir konnten ja hier, am Dorfrand, bauen», sagt er, «und es handelt sich um eingezontes Bauland, es macht Sinn, dass sich Root hier entwickelt.» Ja, Root ist vom Bauboom erfasst. Root ist das Zentrum im untern Rontal, die Gemeinde liegt auf der Entwicklungsachse Luzern–Zug–Zürich. «Vor allem aus dem Raum Zug–Zürich spüren wir den Druck», erläutert Schumacher. Bauland- und Wohnungspreise sind hier noch moderater, eine junge Familie kann sich «Root leisten». Dazu kommen die Standortvorteile, welche die Gemeinde zu bieten hat. Der Gemeindepräsident zählt sie auf: zwei Bahnhöfe, zwei Autobahnanschlüsse, Arbeitsplätze von Industrie über Dienstleistung bis zum dörflichen Gewerbe, und dann, vor allem «Root hat eine sehr hohe Lebensqualität», schwärmt er. Das werde so bleiben, auch wenn die Gemeinde weiter wachse, ist Heinz Schumacher überzeugt. «Mit der Erarbeitung eines Siedlungsleitbildes und der Bau- und Zonenordnung wird die Voraussetzung für eine ausgewogene Entwicklung geschaffen.»

Auf die Frage nach dem liebsten Ort in der Gemeinde muss Heinz Schumacher nicht lange überlegen. «Der Michel», Michaelskreuz, ist der klare Favorit. «Dort oben hat man den Weitblick», schwärmt er, und schmunzelnd fügt er hinzu: «Das braucht es auch in der Politik.» Das Michaelskreuz, «ein wunderbares Nacherholungsgebiet», ist für Heinz Schumacher Ziel für sportliche Ausfahrten mit dem Mountainbike und erholsame Wanderungen mit der Familie, «und früher war es unser Schlittelparadies». Schon jetzt freut sich Heinz Schumacher auf den 7. September in diesem Jahr – dann ist Root Standortgemeinde für die Volksradtour «Race against Cancer» der schweizerischen Krebsliga. Die Rundstrecke Root–Michaelskreuz–Götzental–Root erlebte letztes Jahr ihre Premiere und sie erntete viel Lob bei Veranstaltern und Teilnehmenden. Er freue sich ganz persönlich auf diesen Anlass und selbstverständlich werde er die Strecke bewältigen, zusammen mit einem Team der Gemeinde und, hofft er, einigen Firmenteams aus Root- und Umgebung. Mit jeder Runde fahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei dieser Charity-Tour Geld zugunsten der Krebshilfe aufs Konto der Krebsliga. Für Heinz Schumacher ist Race-against-Cancer aber auch eine hervorragende Imagewerbung für die Gemeinde. «Viele meinen ja, Root sei höchstens auf den zweiten Blick schön», erklärt er. Die TV- und Pressebilder und die Kommentare der Teilnehmenden (letztes Jahr war die frisch erkorene Olympiasiegerin Nicola Spirig mit dabei) zeigten Root von seiner schönsten Seite. Für Heinz Schumacher hat Root aber auch neben dem Michaelskreuz viele versteckte Schönheiten: der Wasserfall bei Oberwil oberhalb der Kirche («da waren wir oft bräteln»), die stillen Spazierwege an der Reuss, der Sandsteinbruch am Rooterberg. Dass Root für den schnellen Passanten aber auch einige weniger ansehnliche Visitenkarten hat, verschweigt der Gemeindepräsident nicht – und er hofft auf Besserung, wenn die Kantonsstrassen-Sanierung abgeschlossen ist.

Ist Heinz Schumacher ein «Ur-Rooter»? Nein, winkt er ab, «ich bin eigentlich ein Chörbliger». Körbligen gehört zur Gemeinde Inwil. Aber «sozialisiert» wurde der junge Heinz in Root. Hier ging er zur Schule, hier entstand sein Freundeskreis, hier wurde er heimisch und hier fand er auch seine politische «Heimat». Er präsidiert die Ortspartei der FDP.Die Liberalen und er holte so auch das Rüstzeug fürs Amt als Gemeindepräsident. Überrascht hat ihn im neuen Amt denn auch nichts. Verändert hat sich allerdings die Agenda – «da stehen jetzt mehr Pflichttermine als früher», erklärt er. Der Besucher hat nicht den Eindruck, das schmälere seine Freude am Amt.

 

Heinz Schumacher
Vor einem Jahr ist Heinz Schumacher zum Gemeindepräsidenten von Root gewählt worden, seit 1. September 2012 ist er im Amt. Er ist Mitglied der FDP.Die Liberalen und Präsident der Ortspartei. Heinz Schumacher ist 48 Jahre alt, verheiratet mit Sonja (Ingold) und Vater von Julian, 13. Der gelernte Versicherungskaufmann leitet die Generalagentur der Helvetia Versicherungen für Zug, Schwyz und Uri mit Sitz in Zug.

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