Rigi Anzeiger
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Rooter Schülerin engagiert für Kinder in Afrika

Root: Die 15jährige Nadine Kirchhofer führte für ihre Abschlussarbeit ein Projekt im Rahmen einer Spendenaktion für den Verein «rocConakry» durch, der Geld- und Sachspenden zu hundert Prozent für Waisenhäuser in verarmten westafrikanischen Ländern einsetzt.

Nadine Kirchhofer mit ihrer Abschlussarbeit, die sie über den Verein «rocConakry» und ihre Spendenaktion machte. Bild cek

Nadine Kirchhofer mit ihrer Abschlussarbeit, die sie über den Verein «rocConakry» und ihre Spendenaktion machte. Bild cek

cek. «Ich wusste von Anfang an, dass ich ein Abschlussprojekt machen wollte, das bedürftigen Menschen zu Gute kommt», beginnt die 15jährige Nadine Kirchhofer zu erzählen. Sie setzte sich näher mit dem Verein «rocConakry» auseinander, dessen Gründer und Präsident Roger Glur ein guter Freund der Familie ist. «rocConakry» sammelt Geld und Sachspenden für Waisenhäuser in Conakry (Guinea) und Douala (Kamerun), in welchen elternlose Kinder – vom Baby bis zum Jugendlichen – wohnen und betreut werden. Die Sachspenden werden durch regelmässige Besuche der Vereinsmitglieder direkt überreicht. «rocConakry» setzt jeden gespendeten Franken für Wasseranlagen, Toiletten, Küchen, Schulbildung, Medikamente, Arztkonsultationen und dringend Benötigtes ein. Die Vereinsmitglieder finanzieren ihre Reisen, Unterkunft, Spesen usw. aus ihrer eigenen Tasche. Mehrmals traf sich Nadine Kirchhofer mit Roger Glur, erfuhr wie der Verein «rocConakry» entstanden ist und in welcher Form er Spenden sammelt. Im Rahmen des Abschlussprojektes verfasste Nadine Kirchhofer im Februar dieses Jahres einen Spendenbrief, in welchem sie über ihr Vorhaben und die Situation in den Waisenhäusern in Westafrika schrieb. Diesen Brief sandte sie an über 300 Firmen im Gebiet Rontal und an zahlreiche Bekannte. Nadine Kirchhofers Ziel war, mit der Spendenaktion mindestens 250 Franken zu sammeln. Bis Ende April kam ein Betrag von rund 3500 Franken zu Gunsten von «rocConakry» zusammen. «Ich denke, dass so viel gespendet wurde, weil die Firmen und Bekannten wussten, dass das Geld zu hundert Prozent für die Waisenhäuser verwendet wird», sagt Nadine Kirchhofer begeistert. Ausserdem lud eine der Firmen den Vereinspräsidenten und sie zu einer Vorstellung von «rocConakry» ein. Einmal erzählte Roger Glur der Schülerin, dass er zahlreiche Malbücher für die Waisenhäuser als Spende erhalten hat. Nur fehlten dazu noch Farbstifte. Aus diesem Grund wandte sich die 15jährige Rooter Schülerin an zwei bekannte Firmen. Eine davon spendete eine Kartonkiste vollgefüllt mit Farb- und Malstiften.

Der Wunsch nach Afrika zu reisen
Nadine Kirchhofer wäre am liebsten nach Kamerun und Guinea gereist, um die Kinder und ihre Lebensbedingungen kennenzulernen. Ebenfalls hätte sie gerne gesehen wie der Verein «rocConakry» die Waisenhäuser unterstützt. Aus Kosten- und Gesundheitsgründen (Ausbruch Ebola-Virus) war das nicht möglich. Trotzdem bleibt der Wunsch, die Waisenhäuser einmal besuchen zu können. Einen Eindruck erhielt sie von den Fotos, die ihr Roger Glur zeigte und für ihre Abschlussarbeit zur Verfügung stellte. Sie zeigen, was der Verein «rocConakry» mit den Spenden in der Vergangenheit schon umsetzen konnte. Eines der eindrücklichsten Beispiele ist der Neubau einer Toilettenanlage. Vor dem Umbau wurde als solche ein Loch im Freien genutzt. Aufgehängte Tücher dienten als Sichtschutz. Nadine Kirchhofer, die im Sommer die Berufslehre als Fachfrau Gesundheit beginnen wird, weiss wie unhygienisch und gesundheitsschädigend solche Bedingungen sind.

Ausstellung mit weiteren Abschlussarbeiten
Kommenden Donnerstag, 19. Mai, stellen alle Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundarschule ihre Abschussarbeiten von 18.30 bis 20.30Uhr in der Arena Root aus. Unter diesen ist auch jene von Nadine Kirchhofer und sie freut sich über jede weitere Spende zugunsten der Waisenhäuser in Westafrika.