Rigi Anzeiger
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Rosarote Schweiz in Vitznau

Bekennende Solidarität mit Brustkrebs-Betroffenen

In einer einmaligen Aktion wurde am 29. September eine rosarote Schleife bei der Schweizer Flagge am Vitznauer Felsen montiert. Sie symbolisiert die Solidarität mit Menschen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Diesem Thema widmet sich die Krebsliga während des ganzen Monat Oktobers und ruft zur Schaffung einer 1000 Kilometer langen virtuellen Schleife auf.

cek. Das Team um Röbi Küttel, das seit Jahren die Schweizer Fahne am Vitznauer Felsen befestigt, montierte auch die rosarote, dreissig auf drei Meter grosse Schleife. «Ich habe sie noch nicht gesehen», sagte Röbi Küttel, als er wieder festen Boden unter den Füssen hatte zum kleinen Kreis jener Personen, die zur Feier der Schleife in der Nähe der Talstation der Hinterberg-Seilbahn erschienen waren. Der Nebel verwehrte die Sicht auf das Schmuckstück, das bis 13. Oktober hängen bleibt. «Wir haben es uns mit der Bewilligung nicht einfach gemacht, erhalten wir doch immer wieder Anfragen auch für Werbung, die an diesem Felsen befestigt werden soll», bekundete Vitznaus Gemeindepräsident Noldi Küttel und betonte, dass diese Schleife neben der Schweizer Flagge eine einmalige Aktion bleiben wird. Er wies auf die Homepage der Krebsliga (www.krebsliga.ch/brustkrebs) hin, die zur Bildung einer Solidaritätsschleife aufruft. «Ich hoffe, dass viele aus Vitznau und Umgebung mitmachen.» Bei dieser Aktion kann jederfrau und -mann, geschmückt mit einer rosa Ansteckschleife ein Teilstück der virtuellen Schleife, die über eine Strecke von 10000 Kilometer durch die Schweiz führt, zu Fuss, mit dem Fahrrad oder auf Inline-skates zurücklegen und ein Foto davon an die Krebsliga mailen oder senden.

Im Schnitt erkranken jährlich in der Schweiz 5500 Frauen und 40 Männer an Brustkrebs. «Ist der erste Schock der Diagnose einmal überwunden, sind die Betroffenen mit verschiedenen Behandlungsphasen konfrontiert. In den meisten Fällen sind sie froh um Unterstützung durch ihre Nächsten. Deren Engagement im Alltag ist eine grosse Leistung und braucht viel Energie und Durchhaltevermögen», so die Krebsliga. Sie widmet sich anlässlich «Gemeinsam gegen Brustkrebs» im Oktober 2012 diesem aussergewöhnlichen Engagment.

«Bei einem früh erfassten Brustkrebs sind die Heilchancen sehr gut. Eine Schützenhilfe leistet das Mammografie-Screening», erläuterte der Präsident der Krebsliga, Professor Dr.med. Rudolf Joss. Die Einführung dieser Methode zur Früherkennung von Brustkrebs ist im Kanton Luzern noch offen. Kantonsrätin Priska Galliker aus Knutwil erinnerte an die entsprechende Motion, die von ihrer einstigen Ratskollegin Esther Schönbächler eingereicht wurde. Schönbächler forderte bereits vor vier Jahren die Einführung eines umfassenden Mammografie-Screeningprogramms im Kanton Luzern. Damals waren es vor allem weibliche Kantonsrätinnen, die diese Motion mit unterzeichneten. Der Regierungsrat lehnte sie ab. Eine grossmehrheitliche Unterstützung des Kantonsrats erhielt hingegen Esther Schönbächler im Frühling dieses Jahres, mit derselben Motion.